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Obsessiv, leidenschaftlich, rauschhaft – in seiner Symphonie fantastique vertont Hector Berlioz das abgründige Drama einer unerfüllten Liebe. Mit visionären Klangfarben schildert er kontrastreiche Szenen und Emotionen: Verliebtheit, einen wirbelnden Ball, schmerzliche Zweifel, die in einen Mord und eine Hinrichtung münden, und schließlich einen bizarren Hexensabbat. Das Doppelkonzert von Johannes Brahms besticht dagegen durch klassische Klarheit und emotionale Tiefe. Die beiden Solostimmen gestalten, unter der Leitung von Tugan Sokhiev, unser Erster Konzertmeister Noah Bendix-Balgley und unser Erster Solocellist Bruno Delepelaire.
Besetzung
Berliner Philharmoniker
Tugan Sokhiev Dirigent
Noah Bendix-Balgley Violine
Bruno Delepelaire Violoncello
Programm
Felix Mendelssohn Bartholdy
Die Hebriden, Ouvertüre h-Moll op. 26
Johannes Brahms
Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102
Noah Bendix-Balgley Violine, Bruno Delepelaire Violoncello
Pause
Hector Berlioz
Symphonie fantastique op. 14
Serviceinformationen
Dauer ca. 2 Stunden und 15 Minuten (inkl. 20 Minuten Pause)
Großer Saal
39 bis 111 €
Konzerteinführung
19.15 Uhr
Abo G: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Großer Saal
39 bis 111 €
Konzerteinführung
19.15 Uhr
Abo F: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Großer Saal
39 bis 111 €
Konzerteinführung
18.15 Uhr
Abo E: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Mendelssohn ging mit Anfang zwanzig auf eine dreijährige Bildungsreise und brachte viel Inspiration für seine späteren Werke mit.
»Die einzige Autorität, die für einen Dirigenten existiert, ist die Musik selbst«, sagt Tugan Sokhiev. Der aus Nordossetien stammende Dirigent versteht sich als ein Medium, durch das die Musik zum Orchester und zum Publikum spricht. Dabei faszinierte ihn als Jugendlicher am Dirigentenberuf vor allem die Tatsache, dass ein einziger Musiker Einfluss auf so viele andere haben kann. Diese Erkenntnis bewog ihn, selbst die Dirigentenlaufbahn einzuschlagen. So wurde er einer der letzten Schüler des legendären Lehrers Ilja Mussin am St. Petersburger Konservatorium. Im Jahr 1999 gewann er den Dritten Internationalen Prokofjew-Wettbewerb und begann eine Karriere, die ihn an zahlreiche internationale Opern- und Konzerthäuser führte.
Von 2012 bis 2016 leitete Tugan Sokhiev das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, von 2008 bis 2022 das Orchestre National du Capitole de Toulouse und von 2014 bis 2022 das Bolschoi-Theater in Moskau. Bei den Berliner Philharmonikern ist er seit seinem Debüt 2010 regelmäßig zu Gast, mit einem Schwerpunkt auf russischen und französischen Werken. Deren mal kraftvolle, mal zarte Farben bringt er mit Leidenschaft und Präzision zum Leuchten. Sein Erfolgsrezept? »Es ist wichtig, die richtigen Stellen zu proben, damit sich das Orchester sicher fühlt und im Konzert frei spielen kann.«
Bruno Delepelaire wurde in Paris geboren und begann im Alter von fünf Jahren mit dem Cellospiel; am Konservatorium seiner Heimatstadt studierte er bei Philippe Muller. 2012 kam er nach Berlin, um seine Ausbildung bei Jens-Peter Maintz an der Universität der Künste sowie bei Ludwig Quandt an der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker fortzusetzen. Hinzu kamen Meisterkurse, etwa bei François Salque, Wen-Sinn Yang und Wolfgang Boettcher. Orchestererfahrung sammelte Bruno Delepelaire unter anderem beim Verbier Festival Orchestra sowie beim Gustav Mahler Jugendorchester.
Seit November 2013 ist er Erster Solocellist der Berliner Philharmoniker. Er gewann mehrere Preise als Solist und gemeinsam mit seinem Streichquartett Quatuor Cavatine. Als Kammermusiker ist er außerdem im Berlin Piano Quartet und mit den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker zu erleben. Solistisch trat er mit zahlreichen Symphonieorchestern auf, darunter auch die Berliner Philharmoniker. Als John Williams 2021 als Dirigent des Orchesters debütierte, spielte Bruno Delepelaire den Solopart in Williams’ Elegy für Cello und Orchester. Sein Instrument stammt aus der Werkstatt des venezianischen Geigenbauers Matteo Goffriller und wird ihm von der Karolina Blaberg Stiftung zur Verfügung gestellt.
Noah Bendix-Balgley ist es wichtig, bei seinem Spiel »Gedanken und Emotionen mit anderen Musikern und dem Publikum zu teilen«. Damit ist sein künstlerisches Credo umrissen: einen Klang zu erzeugen, der nicht nur schön, sondern auch ausdrucksstark ist und eine substanzielle Verbindung mit den Zuhörerinnen und Zuhörern schafft. Der aus North Carolina stammende Geiger war von 2011 bis 2015 Erster Konzertmeister des Pittsburgh Symphony Orchestra, bevor er in gleicher Funktion zu den Berliner Philharmonikern wechselte. Neben dieser Tätigkeit tritt Noah Bendix-Balgley als Solist mit führenden Orchestern in aller Welt auf – natürlich auch in Konzerten der Berliner Philharmoniker.
Als leidenschaftlicher Kammermusiker spielt er in mehreren festen Ensembles, etwa im Trio mit dem Pianisten Robert Levin und dem Cellisten Peter Wiley sowie im genreübergreifenden Septett Philharmonix mit Mitgliedern der Berliner und Wiener Philharmoniker. Als begeisterter Interpret traditioneller Klezmer-Musik ist Noah Bendix-Balgley mit weltberühmten Klezmer-Ensembles wie Brave Old World aufgetreten, er hat bei Workshops in ganz Europa und den Vereinigten Staaten unterrichtet und komponierte das Klezmer-Violinkonzert Fidl-Fantazye, das im April 2023 in der Philharmonie Berlin zu hören war.
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