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Sie sind ein ungleiches Duo: der weltfremde Don Quixote und sein pragmatischer Diener Sancho Pansa. Inspiriert von Miguel de Cervantes’ berühmtem Ritterroman, fängt Richard Strauss die skurrilen Abenteuer der beiden in seiner symphonischen Dichtung Don Quixote auf feinsinnige, humorvolle Weise ein: inklusive tonmalerischer Effekte beim Kampf mit den Windmühlenflügeln und einer trampelnden Hammelherde. Zuvor dirigiert Daniel Harding Richard Wagners festliche Tannhäuser-Ouvertüre und Hans Werner Henzes Orchesterwerk Barcarola, das mit düsteren Klängen den Übergang vom Leben zum Tod schildert.
Besetzung
Berliner Philharmoniker
Daniel Harding Dirigent
Diyang Mei Viola
Ludwig Quandt Violoncello
Programm
Richard Wagner
Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg: Ouvertüre
Hans Werner Henze
Barcarola für großes Orchester
Berliner Philharmoniker, Daniel Harding Dirigent
Pause
Richard Strauss
Don Quixote, Symphonische Dichtung op. 35
Serviceinformationen
Dauer ca. 2 Stunden (inkl. 20 Minuten Pause)
Im Rahmen der Saison 2025/26 der Berliner Philharmoniker mit dem Thema Kontrovers laden die Philharmonie Berlin, die Galerie Judin sowie die Deutsche Bank zu einem Gespräch mit der Künstlerin Cornelia Schleime und Britta Färber, Leiterin Kunst und Kultur der Deutschen Bank, ein. Ausgehend von zwei Werkserien aus der Sammlung Deutsche Bank, die im Green Room der Philharmonie bis Juni 2026 zu sehen sind, sprechen die beiden über Kunst als Resonanzraum gesellschaftlicher Widersprüche, über persönliche wie politische Erfahrungen und über die Frage, wie Kontroversen Dialog, Reflexion und Verständigung ermöglichen können.
Artist Talk mit Cornelia Schleime
Donnerstag, 5. März 2026, 18-19 Uhr
Treffpunkt: 17.45 Uhr am Künstlereingang Großer Saal, Richtung Potsdamer Platz
Kostenlos, Anmeldung nicht nötig, Sitzplätze sind begrenzt
Großer Saal
27 bis 86 €
Konzerteinführung
19.15 Uhr
Abo H: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Großer Saal
27 bis 86 €
Konzerteinführung
19.15 Uhr
Abo D: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Großer Saal
27 bis 86 €
Konzerteinführung
18.15 Uhr
Abo L: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Beim ersten Besuch hinterließ das Orchester bei Richard Strauss keinen guten Eindruck – das sollte sich komplett ändern.
Von 2007 bis 2025 war Daniel Harding Chef des Schwedischen Radio-Symphonieorchester – eine beeindruckend lange Partnerschaft, auf die er mit Dankbarkeit zurückblickt, weil sie für ihn als Leiter als auch für das Orchester ein enormes Entwicklungspotenzial bot. Seit Herbst 2024 ist der englische Dirigent Leiter des Orchesters und des Chors der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Darüber hinaus arbeitet er mit internationalen Spitzenorchestern wie den Berliner und Wiener Philharmonikern, der Staatskapelle Dresden, dem Concertgebouw-Orchester sowie mit führenden Klangkörpern in den USA zusammen. Bereits zu Beginn seiner Karriere machte Harding als Assistent von Simon Rattle beim City of Birmingham Symphony Orchestra auf sich aufmerksam.
Es folgte eine Assistenz bei Claudio Abbado und den Berliner Philharmonikern, an deren Pult Harding 1996 erstmals stand. Im selben Jahr debütierte er bei den BBC Proms in London – als jüngster Dirigent in der Geschichte des Festivals. Spätestens im Alter von 30 Jahren hatte Harding alle bedeutenden Orchester der Welt dirigiert. 2011 ernannte ihn das Mahler Chamber Orchestra zum Ehrendirigenten auf Lebenszeit. Von 2016 bis 2019 war er Musikdirektor des Orchestre de Paris, von 2007 bis 2017 Erster Gastdirigent des London Symphony Orchestra. Doch Daniel Harding hat noch eine weitere Leidenschaft: Seit 2018 arbeitet er auch als Pilot. Musizieren und Fliegen ergänzen sich für ihn: »Ich wollte etwas finden, bei dem ich andere Bereiche meines Gehirns fordere.«
»Warm, treu, zuverlässig: Das Schöne am Violoncello ist, dass es mich auffängt, dass es hinter mir steht,« sagt Ludwig Quandt, Gewinner des Internationalen Violoncellowettbewerb »Premio Stradivari – Roberto Caruana«. 1991 wurde der Musiker in die Cellogruppe der Berliner Philharmoniker aufgenommen, bevor er 1993 zum Ersten Solocellisten des Orchesters aufstieg. »Als Solocellist ist es wichtig, ›nah dran‹ zu sein und mit meiner Gruppe dem Orchester und dem Dirigenten eine verlässliche Stütze zu sein. In diesem Orchester durfte ich erleben, wie große Musik auf der Bühne entsteht: indem man sich ihr hingibt, anstatt sie sich untertan zu machen.«
Quandt, der 1996 mit Claudio Abbado am Pult sein philharmonisches Solisten-Debüt mit dem zweiten Cellokonzert von Dmitri Schostakowitsch gab, entwickelte frühzeitig eine enge Beziehung zu den Berliner Philharmonikern. Er studierte nämlich bei Arthur Troester in Lübeck, der von 1935 bis 1945 in der Ära von Wilhelm Furtwängler Erster Solocellist des Orchesters war. Als sein letzter Student legte der Ludwig Quandt 1985 die Diplomprüfung ab, zwei Jahre später folgte das Konzertexamen mit Auszeichnung. Darüber hinaus besuchte der Cellist während und nach dem Studium Meisterkurse bei Boris Pergamenschikow, Zara Nelsova, Maurice Gendron, Wolfgang Boettcher und Siegfried Palm. Neben seiner Arbeit im Orchester konzertiert er weltweit als Solist und als Kammermusiker, so bei den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker.
Vom chinesischen Hunan über München nach Berlin: Als Diyang Mei, gefragter Solist und Kammermusikpartner von Künstlern wie András Schiff, Ana Chumachenco, Sabine Meyer und Christoph Prégardien, im Oktober 2022 Solobratscher der Berliner Philharmoniker wurde, ging für ihn ein Kindheitstraum in Erfüllung. Nachdem er die Berliner Philharmoniker und Herbert von Karajan erstmals im Fernsehen erlebt hatte, wollte er bereits als Zehnjähriger Mitglied des Orchesters werden. Damals studierte Mei noch am Zentralen Konservatorium in Peking und hatte die Geige gerade gegen den dunklen Klang der Viola eingetauscht: »Die Bratsche bietet ihren Spieler*innen wunderbare Möglichkeiten, einen eigenen Klang zu entwickeln – weil es für das Instrument keine bestimmte Größe und Mensuren gibt. Daher gibt sie uns die Freiheit, eine eigene Art des Spiels und der Tongebung zu entdecken.«
2014 zog Mei nach Deutschland, um seine Ausbildung zunächst an der Hochschule für Musik und Theater München bei Hariolf Schlichtig und später bei Nobuko Imai an der Kronberg Academy fortzusetzen. 2018 hatte er dann beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD Erfolg: mit dem ersten Preis im Fach Viola, dem Publikumspreis sowie mehreren Sonderpreisen. Kurz darauf wurde Diyang Mei Solobratscher bei den Münchner Philharmonikern, bevor er in gleicher Position zu den Berlinern wechselte: »Mich begeisterte die Atmosphäre von Anfang an sehr: die Offenheit und die Kooperationsbereitschaft der Musikerinnen und Musiker, das transparente und kammermusikalische Musizieren.«
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