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Johannes Brahms schrieb das berühmteste Violinkonzert der Spätromantik – ein Werk, das weniger auf virtuosen Glanz setzt als auf das symphonische Verschmelzen von Solostimme und Orchester. Unsere Artist in Residence Janine Jansen beeindruckt mit ihrem seismografischen Klanggespür und erzählerischer Ausdruckskraft – die perfekte Partnerin für Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker. Hochphilosophisch gibt sich Alexander Skrjabins Dritte Symphonie: Darin beschreibt der Komponist den Aufstieg des menschlichen Geistes von der Finsternis zur Erleuchtung – mystisch, rauschhaft, intensiv.
Besetzung
Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko Dirigent
Janine Jansen Violine
Programm
Johannes Brahms
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77
Janine Jansen Violine
Pause
Alexander Skrjabin
Symphonie Nr. 3 c-Moll op. 43 »Le divin poème«
Serviceinformationen
Dauer ca. 2 Stunden und 15 Minuten (inkl. 20 Minuten Pause)
Großer Saal
49 bis 156 €
Konzerteinführung
19.15 Uhr
Abo B: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Großer Saal
49 bis 156 €
Konzerteinführung
19.15 Uhr
Abo L: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Großer Saal
49 bis 156 €
Konzerteinführung
19.15 Uhr
Abo M: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Janine Jansen im Gespräch: Brahms’ Violinkonzert
In diesem Interview spricht Janine Jansen über ihre erste Zusammenarbeit mit Kirill Petrenko, ihre tiefe Verbundenheit mit der Musik von Brahms und über das Violinkonzert als Werk zwischen Symphonie und Kammermusik.
Seit der Saison 2019/20 ist Kirill Petrenko Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker. Geboren im sibirischen Omsk, erhielt er seine Ausbildung zunächst in seiner Heimatstadt und später in Österreich. Seine Dirigentenkarriere begründete er an der Oper mit Chefpositionen am Meininger Theater und an der Komischen Oper Berlin. Von 2013 bis 2020 war Kirill Petrenko Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Zudem gastierte er an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt, von der Wiener Staatsoper über den Londoner Covent Garden und die Opéra national in Paris bis zur Metropolitan Opera in New York und den Bayreuther Festspielen. Auch die großen internationalen Symphonieorchester – in Wien, München, Dresden, Paris, Amsterdam, London, Rom, Chicago, Cleveland und Israel – hat er dirigiert. In der Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern haben sich seit seinem Debüt 2006 vielfältige programmatische Schwerpunkte herausgebildet. Dazu gehört die Arbeit am klassisch-romantischen Kernrepertoire des Orchesters, etwa mit Symphonien von Beethoven, Mendelssohn und Brahms. Ein weiteres Anliegen Kirill Petrenkos sind zu Unrecht vergessene Komponisten wie Josef Suk oder Erich Wolfgang Korngold. In Opernaufführungen mit den Berliner Philharmonikern haben zuletzt Richard Strauss’ Die Frau ohne Schatten und Elektra für Aufmerksamkeit gesorgt.
Für Janine Jansen ist die Begegnung mit Musik eine existenzielle Erfahrung. Das kann kräftezehrend sein, wie sie selbst sagt – »aber ich will diese Intensität. Ich will als Musikerin immer alles geben und mich nicht zurückhalten.« Weitere Merkmale ihres Spiels sind ihr sprechendes Musizieren und ihr Bestreben, »einen Ton innerhalb einer Millisekunde zu formen und zu verändern«. Geboren wurde Janine Jansen in Soest bei Utrecht. Nach Abschluss ihres Studiums und ihrem Debüt im Concertgebouw Amsterdam 1997 startete die damals 19-Jährige eine atemberaubende Karriere. Ihr Debütalbum erschien 2003, die Einspielung von Vivaldis Vier Jahreszeiten im folgenden Jahr wurde ein Welterfolg. Heute tritt sie regelmäßig mit den bedeutendsten Dirigenten und Orchestern weltweit auf – auch mit den Berliner Philharmonikern, bei denen sie 2006 in der Waldbühne ihr Debüt gab und deren Artist in Residence sie in dieser Saison ist. Sie ist Artistic Director des 2003 von ihr gegründeten Internationalen Kammermusikfestivals in Utrecht und hat seit 2023 eine Professur an der Kronberg Academy. Die Musikerin wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2018 mit dem Johannes-Vermeer-Preis der niederländischen Regierung und 2020 mit dem Herbert-von-Karajan-Preis der Osterfestspiele Salzburg. Janine Jansen spielt auf Stradivaris herausragender »Shumsky Rode«-Violine von 1715. Das Instrument wurde ihr von einem europäischen Mäzen als Leihgabe überlassen. Sie ist Pirastro Künstlerin und spielt Evah Pirazzi Neo-Saiten.
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