Wenn das Fahrrad mit auf Tour geht, kann aus einem Reisetag eine kleine Entdeckungsreise werden. Für Knut Weber, Cellist der Berliner Philharmoniker, bot die diesjährige Festivaltournee dafür besonders gute Voraussetzungen.
Nach dem Gastspiel beim Edinburgh International Festival wartete die Royal Albert Hall in London auf die Berliner Philharmoniker. Während das übrige Orchester die Strecke komplett per Zug zurücklegte, absolvierte Knut Weber einen Teil per Muskelkraft: Rund 121 Kilometer kamen dabei zusammen, mit 1.210 Höhenmetern im Aufstieg und 1.290 Höhenmetern im Abstieg. Der höchste Punkt der Strecke lag bei etwa 310 Metern.
Mit dem Zug ging es zunächst von Edinburgh nach Tweedbank. Dort stieg Knut Weber mit seinem zusammenklappbaren Rennrad aus und fuhr durch die Scottish Borders und die Eildon Hills. Über Scott’s View und entlang des River Tweed führte die Route weiter nach Kelso. Anschließend ging es durch die Cheviot Hills bei Wooler ostwärts in Richtung Küste. Die Strecke verband ruhige Straßen, weite Landschaften und malerische Orte.
Bei bestem Wetter erreichte er schließlich die Northumberland Coast. Bamburgh Castle war für ihn dabei ein besonderer Höhepunkt: Das imposante Schloss, die Küste und der Blick auf die vorgelagerte Insel machten diesen Abschnitt zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Danach führte die Fahrt noch durch ein schönes Stück der Northumberland-Küste, über Warkworth und schließlich nach Alnmouth, wo Knut Weber für den letzten Abschnitt bis London erneut den Zug wählte.