Fakten
Geboren in Amsterdam
Mitglied seit 01.05.2026
Biografie
Takehiro Konoe stammt aus einer niederländisch-japanischen Musikerfamilie und fühlt sich den Berliner Philharmonikern seit seiner Kindheit eng verbunden. Er wuchs nicht nur mit den Aufnahmen des Orchesters auf: Sein Großvater Hidemaro Konoe war 1924 der erste japanische Dirigent am Pult der Berliner Philharmoniker. Mit vier Jahren begann Takehiro Konoe, Geige zu spielen. Den entscheidenden Impuls zum Wechsel seines Instruments erhielt er 2011 bei einer Masterclass des Pianisten Menahem Pressler im Amsterdamer Concertgebouw. Für die Aufführung von Robert Schumanns Klavierquartett setzte ihn seine Lehrerin an die Bratsche – und dort blieb er. Zum einen wurden Bratscher in Kammermusikensembles stets gesucht, zum anderen verliebte er sich in den tiefen, dunklen, rauen und zugleich warmen Klang des Instruments.
Von 2016 bis 2023 studierte Konoe am Konservatorium Amsterdam bei Nobuko Imai und Francien Schatborn. Der Musiker, der unter anderem 2018 den Dritten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD gewann, war Stipendiat der Internationalen Musikakademie im Fürstentum Liechtenstein und der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker, in die er genau 100 Jahre nach dem Orchesterdebüt seines Urgroßvaters aufgenommen wurde. Dort unterrichtete ihn der Erste Solobratscher Diyang Mei. Orchestererfahrung sammelte Takehiro Konoe als Aushilfe beim Radio Filharmonisch Orkest der Niederlande und bei den Berliner Philharmonikern. Im Mai 2026 gelang ihm direkt aus der Karajan-Akademie der Sprung ins Orchester. Wenn er nicht musiziert, zeichnet er gern oder trainiert im Fitnessstudio.
Auszeichnungen
1. Preis beim Osaka International Chambermusic Competition 2023
3. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2018
»Die Berliner Philharmoniker begeistern mich seit meiner Kindheit. Nun selbst Teil dieses Orchesters zu sein, bedeutet mir unglaublich viel – auch weil mein Urgroßvater Hidemaro Konoe der erste Japaner war, der die Berliner Philharmoniker dirigierte.«