Kirill Petrenko und Víkingur Ólafsson mit Brahms und Strauss

Kirill Petrenko leitet energisch das Orchester. Er hält einen Taktstock und gestikuliert mit der anderen Hand, umgeben von Musikern, die verschiedene Streichinstrumente spielen.
Kirill Petrenko | Bild: Stephan Rabold
Vikingur Olafsson
Vikingur Olafsson | Bild: Ari Magg

    Konzertinformationen


    Info

    Víkingur Ólafsson eröffnet mit seinen frischen, unkonventionellen Interpretationen immer wieder neue Perspektiven auf vertraute Werke.  Der Pianist, der für den erkrankten Daniil Trifonov einspringt, widmet sich gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern und Kirill Petrenko dem Ersten Klavierkonzert von Johannes Brahms, einem Werk, das symphonische Wucht und kammermusikalische Zartheit vereint. Ólafsson kann hier seine technische Brillanz und emotionale Ausdruckskraft voll entfalten. Im zweiten Teil des Abends erklingt Richard Strauss‘ Also sprach Zarathustra. Beginnend mit einem hymnischen Sonnenaufgang beschreibt das Werk den Weg des Philosophen Zarathustra zu den Menschen – dramatisch, mystisch, klangprächtig.


    Besetzung

    Berliner Philharmoniker
    Kirill Petrenko Dirigent
    Víkingur Ólafsson Klavier (anstelle von Daniil Trifonov)


    Programm

    Johannes Brahms
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-Moll op. 15

    Víkingur Ólafsson Klavier (anstelle von Daniil Trifonov)

    Werkeinführung

    Pause

    Richard Strauss
    Also sprach Zarathustra op. 30

    Werkeinführung


    Serviceinformationen

    Dauer ca. 2 Stunden (inkl. 20 Minuten Pause)


    Termine und Tickets


    Großer Saal

    50 bis 161 €

    Konzerteinführung
    19.15 Uhr
    mit Dr. Kerstin Schüssler-Bach

    Abo F: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern


    Großer Saal

    50 bis 161 €

    Konzerteinführung
    19.15 Uhr
    mit Dr. Kerstin Schüssler-Bach

    Abo K: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern


    Großer Saal

    50 bis 161 €

    Konzerteinführung
    18.15 Uhr
    mit Dr. Kerstin Schüssler-Bach

    Abo N: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern

    Hintergrund

    Richard Strauss’ »Also sprach Zarathustra«
    Fünf Fragen an das berühmte Werk

    Verschneite Berggipfel unter einem dramatischen Himmel, an dem bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang Sonnenstrahlen und Schatten durch bunte Wolken brechen.

    Wir kennen sie alle: die fünf ersten Noten aus Richard Strauss’ Tondichtung Also sprach Zarathustra. Frei basierend auf der fünfzehn Jahre früher erschienenen gleichnamigen Dichtung des Philosophen Friedrich Nietzsche, zählt das Werk heute zu den bekanntesten des klassischen Repertoires, nicht zuletzt dank seiner fast exzessiven Verwendung in Film und Fernsehen. Doch wer war Zarathustra eigentlich? Warum hat das Werk einen solchen Kultstatus erreicht? Und was verbindet die Berliner Philharmoniker mit dem wohl berühmtesten Sonnenaufgang der Musikgeschichte? Wir haben für Sie Antworten auf fünf solcher Fragen zusammengestellt.


    Biografie

    Kirill Petrenko

    Seit der Saison 2019/20 ist Kirill Petrenko Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker. Geboren im sibirischen Omsk, erhielt er seine Ausbildung zunächst in seiner Heimatstadt und später in Österreich. Seine Dirigentenkarriere begründete er an der Oper mit Chefpositionen am Staatstheater Meiningen und an der Komischen Oper Berlin. Von 2013 bis 2020 war Kirill Petrenko Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Zudem gastierte er an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt, von der Wiener Staatsoper über den Londoner Covent Garden und die Opéra national in Paris bis zur Metropolitan Opera in New York und zu den Bayreuther Festspielen. 

    Auch die großen internationalen Symphonieorchester – in Wien, München, Dresden, Paris, Amsterdam, London, Rom, Chicago, Cleveland und Israel – hat er dirigiert. In der Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern haben sich seit seinem Debüt 2006 vielfältige programmatische Schwerpunkte herausgebildet. Dazu gehört die Arbeit am klassisch-romantischen Kernrepertoire des Orchesters, beispielhaft zu erleben beim Amtsantritt mit Beethovens Neunter Symphonie. Ein weiteres Anliegen Kirill Petrenkos sind zu Unrecht vergessene Komponisten wie Josef Suk oder Bernd Alois Zimmermann. In Opernaufführungen mit den Berliner Philharmonikern haben zuletzt Richard Strauss‘ Elektra und Giacomo Puccinis Madama Butterfly für Aufmerksamkeit gesorgt. 

    Víkingur Ólafsson

    Der isländische Pianist Víkingur Ólafsson ist einer der herausragenden Künstler unserer Zeit. Er verkörpere eine »seltene Kombination aus technischer Brillanz, kontrollierter Expressivität und interpretatorischer Tiefe«, befand die britische Zeitschrift Grammophone, die ihn 2019 zum Artist of the Year kürte. Weitere Auszeichnungen umfassen den Rolf-Schock-Preis des Jahres 2022 und den Opus Klassik, den er zweimal für die beste Solo-Einspielung erhielt; seine Aufnahme von Bachs Goldberg-Variationen erhielt 2025 einen Grammy. Weitere Aufnahmen widmen sich Werken von Philip Glass, Claude Debussy, Jean-Philippe Rameau und Wolfgang Amadeus Mozart. 

    Im Konzertsaal tritt Víkingur Ólafsson, der an der New Yorker Juillard School studiert hat, mit den bedeutendsten Orchestern der Welt auf – unter anderem mit dem Concertgebouw Orchestra, dem Cleveland Orchestra, dem London Philharmonic, dem New York Philharmonic und der Tschechischen Philharmonie. Im Dezember 2022 debütierte er als Solist in John Adamsʼ Must the Devil Have All the Good Tunes? bei den Berliner Philharmonikern. Víkingur Ólafsson versteht es nicht nur als Interpret, Musik spannend und sympathisch zu vermitteln, er hat auch mehrere Fernseh- und Radiosendungen präsentiert. Während des Corona-Lockdowns war er zudem Artist in Residence im Klassik-Programm der BBC, wo er in der Sendung Front Row drei Monate lang aus dem leeren Harpa-Konzerthaus in Reykjavik einem weltweiten Publikum Musik vorstellte, die ihm besonders am Herzen liegt.

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