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Zwei verfeindete Familien, ein junges, unschuldiges Liebespaar: Sergej Prokofjew verwandelte Shakespeares Romeo und Julia in ein Ballett voller innig-lyrischer Melodien und mitreißender, oft folkloristischer Tanzszenen. Die litauische Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla hat für ihr Debüt bei den Berliner Philharmonikern Highlights der Partitur zusammengestellt. Zuvor entführt sie uns mit einer Suite aus Mieczysław Weinbergs Ballett Burattino und das goldene Schlüsselchen in die fröhlich-ironische Welt eines Puppenmachers. Ein weiterer Höhepunkt: Emanuel Ax als Solist im neuen Klavierkonzert von Filmkomponist John Williams.
Besetzung
Berliner Philharmoniker
Mirga Gražinytė-Tyla Dirigentin
Emanuel Ax Klavier
Programm
Mieczysław Weinberg
Burattino und das goldene Schlüsselchen: Orchestersuite Nr. 4 op. 55d
Werkeinführung
John Williams
Konzert für Klavier und Orchester
Emanuel Ax Klavier
Werkeinführung
Pause
Sergej Prokofjew
Romeo und Julia op. 64: Auszüge
1. Die Montagues und die Capulets
2. Julia als junges Mädchen
3. Masken
4. Romeo und Julia, Balkonszene
5. Tybalts Tod
6. Pater Laurentius
7. Tanz der Paare
8. Tanz der Mädchen von den Antillen
9. Julias Begräbnis
10. Julias Tod
Serviceinformationen
Dauer ca. 2 Stunden und 15 Minuten (inkl. 20 Minuten Pause)
Großer Saal
27 bis 86 €
Konzerteinführung
19.15 Uhr
mit Jens Lehmann
Abo K: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Großer Saal
27 bis 86 €
Konzerteinführung
19.15 Uhr
mit Jens Lehmann
Abo A: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Großer Saal
27 bis 86 €
Konzerteinführung
18.15 Uhr
mit Jens Lehmann
Abo B: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Mirga Gražinytė-Tyla schrieb bereits Geschichte, als sie mit 29 Jahren Chefdirigentin des City of Birmingham Symphony Orchestra wurde. Für ihr Debüt bei den Berliner Philharmonikern hat die litauische Dirigentin nun ein außergewöhnliches Programm mit Werken von Mieczysław Weinberg, Sergej Prokofjew und John Williams zusammengestellt. Eine Begegnung.
Egal, ob mit weitausholender Geste oder minimalen, spannungsvollen Zeichen: Mirga Gražinytė-Tyla führt ihr Orchester mal mit vollem Körpereinsatz, mal in konzentrierter Zurücknahme zu Höchstleistungen. Bereits im Alter von 29 Jahren schrieb die mit vielen Preisen ausgezeichnete Litauerin Musikgeschichte: Nach Stationen an den Theatern von Heidelberg, Bern und Salzburg wurde die aus einer Musikerfamilie stammende Dirigentin einstimmig zur Musikdirektorin des City of Birmingham Symphony Orchestra gewählt. 2016 trat sie damit als erste Frau in diesem Amt die Nachfolge von Dirigenten wie Simon Rattle, Sakari Oramo und Andris Nelsons an. Auch nach ihrem Weggang aus Birmingham zum Ende der Spielzeit 2021/22 ist Mirga Gražinytė-Tyla dem britischen Orchester als Associate Artist verbunden.
Was folgte, waren gefeierte Debüts bei weltweit führenden Klangkörpern wie dem New York Philharmonic, dem Gewandhausorchester Leipzig oder dem Philadelphia Orchestra. Zu den jüngsten Höhepunkten ihrer Karriere zählen auch die hochgelobten Neuproduktionen von Mieczysław Weinbergs Opern Die Passagierin am Teatro Real Madrid und Der Idiot bei den Salzburger Festspielen. Darüber hinaus gab Mirga Gražinytė-Tyla im Frühjahr 2025 ihren gefeierten Einstand bei den Wiener Philharmonikern – als erste Dirigentin, die in einem Abonnementkonzert am Pult des Orchesters stand. Ihr Erfolgsgeheimnis? Musik sei – so Mirga Gražinytė-Tyla in einem Dokumentarfilm über sie – der Weg, ein Mensch zu sein und zu werden.
Seit vielen Jahren gehört Emanuel Ax zur Weltspitze seines Fachs: als brillanter Pianist mit »reicher Fantasie, Feingefühl, und, wenn nötig, donnernder Kraft« (New York Times). Der 1949 im ukrainischen Lwiw geborene Musiker, der nach der Übersiedlung seiner Familie in die Vereinigten Staaten an der Juilliard School ausgebildet wurde, begeisterte von Anfang seiner Karriere an mit vollendetem Anschlag und einer Klangfarbenvielfalt, die ihres gleichen sucht. Bereits im Alter von 25 Jahren erregte der Pianist internationale Aufmerksamkeit, als er 1974 den Internationalen Arthur-Rubinstein-Klavierwettbewerb in Tel Aviv gewann, fünf Jahre später wurde er mit dem Avery Fisher Prize in New York ausgezeichnet.
Emanuel Ax ist in den großen Musikmetropolen und Festivalorten regelmäßig als Konzertsolist internationaler Spitzenorchester, Solist von Klavierabenden und als leidenschaftlicher Kammermusiker zu erleben – den Berliner Philharmonikern war er in der Saison 2005/06 als Pianist in Residence besonders eng verbunden. Sein Repertoire umfasst nicht nur die bedeutenden Werke aus Klassik und Romantik, sondern auch Musik aus der Gegenwart: Emanuel Ax hat Konzerte von John Adams, Christopher Rouse und Krzysztof Penderecki uraufgeführt, ebenso wie das im Auftrag der Stiftung Berliner Philharmoniker entstandene Klavierkonzert von HK Gruber, das 2017 mit den New Yorker Philharmonikern Premiere hatte. Seine jüngste Uraufführung: das Klavierkonzert von John Williams, das er erstmals im Juli 2025 in Tanglewood präsentiert.
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