Bläserkammermusik mit dem Ensemble Wien-Berlin und Mitgliedern der Berliner Philharmoniker

Fünf Männer in schwarzen Anzügen, die Orchesterinstrumente in der Hand halten, stehen inmitten von Reihen leerer Theatersitze und posieren für ein Gruppenfoto in einem hell erleuchteten, eleganten Konzertsaal.
Ensemble Wien-Berlin | Bild: Antonia Renner

Konzertinformationen


Info

Ein nächtliches Ständchen, eine bunte Tierparade und eine lustige Weinverkostung – das Konzert des Ensembles Wien-Berlin steckt voller Überraschungen. Den Anfang macht Mozarts geheimnisvolle c-Moll-Serenade, ehe Luciano Berios Opus Number Zoo in das ländliche Italien entführt, wo Henne und Fuchs miteinander tanzen. Vinko Globokar nimmt danach in Avgustin, dober je vin angetrunkene Musiker aufs Korn, und Joachim Raff lässt in seiner Sinfonietta die unbeschwerte Wiener Serenadentradition aufleben. Das Ensemble Wien-Berlin, das aus Mitgliedern der Berliner und Wiener Philharmoniker besteht, bekommt dabei Verstärkung von weiteren Berliner Kolleg*innen.


Besetzung

Ensemble Wien-Berlin: 
Karl-Heinz Schütz Flöte 
Jonathan Kelly Oboe 
Gerald Pachinger Klarinette 
Richard Galler Fagott 
Stefan Dohr Horn 

Mitglieder der Berliner Philharmoniker:
Jelka Weber Flöte 
Andreas Wittmann Oboe 
Andraž Golob Klarinette 
Václav Vonášek Fagott 
Paula Ernesaks Horn
Matthew McDonald Kontrabass


Programm

Wolfgang Amadeus Mozart
Serenade c-Moll KV 388 »Nacht Musique«

Luciano Berio
Opus Number Zoo (Fassung für Bläserquintett)

Pause

Vinko Globokar
Avgustin, dober je vin

Joachim Raff
Sinfonietta op. 188


Serviceinformationen

Dauer ca. 2 Stunden (inkl. 20 Minuten Pause)


Termine und Tickets


Kammermusiksaal

12 bis 31 €

Konzerteinführung
19.30 Uhr
mit Konrad Cordes

Abo Q: Berliner Philharmoniker Ensembles

Philharmonische Kammermusik im Abo

6 Konzerte ab 90 Euro

Hintergrund

Biografie

Ensemble Wien Berlin

Das Ensemble Wien-Berlin vereint zwei große Orchestertraditionen: den Wiener und den Berliner Klang. Alles begann 1983 bei einem kleinen Festival in Niedersachsen, wo sich fünf Solobläser der Wiener und Berliner Philharmoniker zum gemeinsamen Musizieren trafen – mit so großem Erfolg, dass man entschied ein Ensemble zu gründen. Noch im gleichen Jahr ging es auf große Tournee und das Ensemble Wien-Berlin erwarb innerhalb kürzester Zeit seinen Ruf als international herausragendes Bläserquintett. Seither gastiert es weltweit in den renommiertesten Konzertsälen und auf internationalen Festivals wie den Salzburger Festspielen, der Mozartwoche Salzburg, den Wiener Festwochen oder dem Lucerne Festival. 

Sein Repertoire umfasst nahezu alle Werke der Bläserquintett-Literatur, wobei ein Akzent auf der Musik des 20. und des 21. Jahrhunderts liegt. Durch den Namen Ensemble Wien-Berlin – und nicht »Quintett Wien-Berlin« – haben es sich die fünf Musiker bewusst offengehalten, die Stammbesetzung zu erweitern. Hinzu kommen Streichinstrumente, Klavier oder wie im heutigen Konzert weitere Bläser. Zur Stammbesetzung des Ensembles gehören heute neben Solooboist Jonathan Kelly und Solohornist Stefan Dohr von den Berliner Philharmonikern Karl-Heinz Schütz, Soloflötist der Wiener Philharmoniker, sowie Soloklarinettist Gerald Pachinger und Solofagottist Richard Galler von den Wiener Symphonikern.

Jelka Weber

Die Flötistin Jelka Weber ist seit 1997 Mitglied der Berliner Philharmoniker. Ihre Laufbahn als Orchestermusikerin begann sie nach dem Studium an der Münchner Musikhochschule bei Hermann Klemeyer und einer Ausbildung an der Karajan-Akademie als Soloflötistin der Magdeburgischen Philharmonie. Außerhalb des Orchesters tritt die Musikerin auch solistisch und kammermusikalisch auf, beispielsweise als regelmäßiger als Gast beim Scharoun Ensemble Berlin. Zudem unterrichtet sie als Dozentin an der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker.

Christoph Hartmann

Christoph Hartmann, der als 13-Jähriger die Oboe für sich entdeckte, gehört seit 1992 zu den Berliner Philharmonikern. Er studierte bei Georg Fischer am Konservatorium Augsburg und bei Günther Passin an der Musikhochschule München. Seine Orchesterlaufbahn startete er 1991 bei den Stuttgarter Philharmonikern, schon im folgenden Jahr wechselte er nach Berlin. Der Musiker, seit 1993 Dozent an der Karajan-Akademie, gründete 1999 in seiner Geburtsstadt die »Landsberger Sommermusiken«, aus denen das Ensemble Berlin hervorging.

Andraž Golob

Der Klarinettist Andraž Golob spielt seit 2021 in der Holzbläsergruppe der Berliner Philharmoniker. Der gebürtige Slowene studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz bei Gerald Pachinger und Bertram Egger. Erste Orchestererfahrung sammelte der Musiker durch Aushilfstätigkeiten bei verschiedenen Orchestern sowie als Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters und als Akademist der Wiener Philharmoniker. Neben seiner Orchestertätigkeit engagiert er sich als Solist und Kammermusiker.

Václav Vonášek

Václav Vonášek kam nach Stationen als Erster Fagottist der Prager Kammerphilharmonie und als Zweiter Fagottist und Kontrafagottist der Tschechischen Philharmonie im März 2016 zu den Berliner Philharmonikern. Ausgebildet wurde er in seiner Heimatsadt Pilsen sowie an der Akademie der musischen Künste in Prag und am Royal College of Music in London. Als leidenschaftlicher Kammermusiker gehörte Václav Vonášek 2007 zu den Mitbegründern des PhilHarmonia Octets.

Paula Ernesaks

Paula Ernesaks, seit 2022 Mitglied der Berliner Philharmoniker, bezeichnet sich als »Teamplayer« und schätzt auch daher das Spielen in der Horngruppe mit ihrem starken Zusammenhalt. Mit 14 Jahren begann sie ihr Studium am Espoo Music Institute, wechselte 2012 zu Jukka Harju an die Sibelius Akademie und machte dort 2021 ihren Bachelor. Sie wurde durch das Ausbildungsprogramm der Finnischen Nationaloper und des Finnischen Radiosymphonieorchesters gefördert. Bevor die Hornistin zu den Berliner Philharmonikern kam, vervollständigte sie ihre Ausbildung zur Orchestermusikerin an der Karajan-Akademie.

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