Ein Mann mit einer Halbglatze und in einem schwarzen Hemd sitzt vor einem neutralen Hintergrund. Er schaut neutral in die Kamera.
Paavo Järvi | Bild: Kaupo Kikkas
Lang Lang in einem grünen Anzug und einem braunen Rollkragenpullover sitzt auf einem grünen Hocker vor einem grünen Hintergrund. Er hat kurzes, dunkles Haar und sein Gesichtsausdruck ist neutral, während er leicht nach oben blickt.
Lang Lang | Bild: Olaf Heine

    Konzertinformationen


    Info

    In Maurice Ravels Klavierkonzert in G-Dur wirbeln fröhliche Bläsertöne, flirrende Klavierklänge, lässige Jazzmotive und baskische Volksmusik bunt durcheinander. Ein Juwel ist der zweite Satz, der mit einer traumverlorenen Meditation des Soloklaviers beginnt. Starpianist Lang Lang kann in diesem Werk alle Facetten seines Könnens demonstrieren. Paavo Järvi stellt außerdem die schwärmerische, spätromantische Erste Symphonie von Hans Rott vor – ein Werk, in dem Einflüsse seines Lehrers Anton Bruckner ebenso zu hören sind wie auch von Gustav Mahler, mit dem Rott gemeinsam Komposition studierte.


    Besetzung

    Berliner Philharmoniker
    Paavo Järvi Dirigent
    Lang Lang Klavier


    Programm

    Maurice Ravel
    Konzert für Klavier und Orchester G-Dur

    Lang Lang Klavier

    Werkeinführung

    Pause

    Hans Rott
    Symphonie Nr. 1 E-Dur

    Werkeinführung


    Serviceinformationen

    Dauer ca. 2 Stunden (inkl. 20 Minuten Pause)



    Großer Saal

    49 bis 156 €

    Konzerteinführung
    19.15 Uhr

    Abo D: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern


    Großer Saal

    49 bis 156 €

    Konzerteinführung
    19.15 Uhr

    Abo C: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern


    Großer Saal

    49 bis 156 €

    Konzerteinführung
    18.15 Uhr

    Abo A: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern

    Anton Bruckner: Symphonien 1–9

    Hochwertige Edition mit den großen Bruckner-Dirigenten unserer Zeit

    Der Unvollendete
    Über Komponist Hans Rott 

    Sepiafarbenes Porträt eines jungen Mannes mit gewelltem, zerzaustem Haar, der eine dunkle Jacke, ein weißes Hemd und eine große Fliege trägt und mit einem neutralen Gesichtsausdruck leicht zur Seite blickt.
    Hans Rott, Wien 1883 | Bild: Mertens, Mai & Cie, W, Dr. Uwe Harten und Klaus Schramm, Internationale Hans Rott Gesellschaft

    »Das klingt ja wie Gustav Mahler!« Diesen Ausruf hört man häufig, wenn Hans Rotts E-Dur-Symphonie gespielt wird. Erst 110 Jahre nach seiner Entstehung gelangte das visionäre Werk zur Uraufführung. Ein Porträt über den tragisch gescheiterten Komponisten Hans Rott.


    Biografie

    Paavo Järvi

    »Warum machte Wilhelm Furtwängler hier eine Verzögerung, George Szell aber nicht? Was wäre, wenn dieser Teil eigentlich auf Halbe geschlagen werden müsste statt der üblichen vier Viertel?« Über solche Dinge wurde am Esstisch des Hauses gesprochen, in dem Paavo Järvi aufwuchs, denn er stammt aus einer Musikerfamilie: Sowohl sein Vater Neeme als auch Bruder Kristjan sind Dirigenten, seine Schwester Maarika ist Flötistin, sein Cousin Teet ist Cellist. Nach dem Umzug in die USA vervollständigte Paavo Järvi seine Ausbildung am Curtis Institute of Music in Philadelphia und bei Leonard Bernstein am Los Angeles Philharmonic Institute. 

    Järvi erregte schon früh Aufsehen, weil er mit unkonventionellem Blick an das Standardrepertoire heranging. Vor allem hört man seinen schlanken, vorwärtsdrängenden Interpretationen immer wieder seine Auseinandersetzung mit der historischen Aufführungspraxis an. Heute ist Paavo Järvi Chef des Tonhalle Orchesters Zürich sowie künstlerischer Leiter der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und des Estonian Festival Orchestra. Sein Debüt am Pult der Berliner Philharmoniker gab er im Februar 2000. 2018 dirigierte er das Orchester beim Europakonzert und ist seitdem regelmäßiger Gast bei den Philharmonikern. Mit dem Klang des Orchesters war er aber schon viel früher vertraut: »Ich bin mit Aufnahmen der Berliner Philharmoniker aufgewachsen. Wir haben sie fast täglich gehört.«

    Lang Lang

    Ohne Zweifel gehört Lang Lang zu den führenden klassischen Musikern unserer Zeit. Als Pianist, Pädagoge und Philanthrop ist er zu einem der einflussreichsten und engagiertesten Botschafter der Künste im 21. Jahrhundert geworden. Ob vor Millionen von Zuschauern – etwa bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2008 in Beijing – oder vor wenigen hundert Kindern in öffentlichen Schulen: Er versteht es auf einzigartige Weise, durch Musik zu kommunizieren.

    Einst von der New York Times als »the hottest artist on the classical music planet« bezeichnet, tritt Lang Lang heute in ausverkauften Konzertsälen rund um den Globus auf. Langjährige musikalische Partnerschaften verbinden ihn mit den führenden Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Gustavo Dudamel, Daniel Barenboim und Christoph Eschenbach sowie mit den renommiertesten Orchestern der Welt. Als erster chinesischer Pianist wurde er sowohl von den Berliner Philharmonikern als auch von den Wiener Philharmonikern eingeladen – Engagements führten ihn zu sämtlichen Spitzenorchestern weltweit. Lang Lang ist dafür bekannt, neue Wege zu gehen und mit Leidenschaft in die unterschiedlichsten musikalischen Welten einzutauchen. Beispielhaft dafür sind seine Auftritte bei den Grammy Awards mit Metallica, Pharrell Williams und dem Jazz-Titan Herbie Hancock, die von einem Millionenpublikum im Fernsehen verfolgt wurden.

    Seit mehr als einem Jahrzehnt leistet Lang Lang einen bedeutenden Beitrag zur musikalischen Förderung von Kindern und Jugendlichen. Im Jahr 2008 gründete er die Lang Lang International Music Foundation, die sich zum Ziel gesetzt hat, nicht nur die Spitzentalente von morgen zu fördern, sondern auch musikalische Bildung mit modernsten Lernmethoden voranzubringen und ein junges Publikum durch Live-Musikerlebnisse für die klassische Musik zu begeistern. Für seine Verdienste im Bereich Bildung wurde er 2013 vom UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zum UN-Friedensbotschafter ernannt.

    Lang Lang begann im Alter von drei Jahren mit dem Klavierspiel und gab bereits vor seinem fünften Geburtstag sein erstes öffentliches Konzert. Mit neun Jahren wurde er an der Zentralen Musikhochschule in Beijing aufgenommen und gewann im Alter von 13 Jahren den ersten Preis beim renommierten »International Tchaikovsky Competition for Young Musicians«. Anschließend ging er nach Philadelphia, um am Curtis Institute of Music bei dem legendären Pianisten Gary Graffman zu studieren. Seinen internationalen Durchbruch hatte er mit 17 Jahren, als er in letzter Minute bei der »Gala of the Century« einsprang und dort mit dem Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung von Christoph Eschenbach Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 aufführte. Dieser Auftritt machte ihn über Nacht zum Star, und es folgten zahlreiche Einladungen in die besten Konzertsäle der Welt.

    Durch seinen grenzenlosen Enthusiasmus, neue Menschen für die klassische Musik zu begeistern, hat Lang Lang große Bewunderung und Anerkennung erfahren: Vom World Economic Forum wurde er zu einem der 250 »Young Global Leaders« gekürt und erhielt 2010 den Crystal Award in Davos. 2011 verlieh ihm der damalige Prinz Charles die Ehrendoktorwürde des Royal College of Music London; es folgten Ehrendoktortitel der Manhattan School of Music, der New York University, der Birmingham City University sowie der Zentralen Musikhochschule in Peking. Lang Lang erhielt 2011 die höchste Auszeichnung des Ministeriums für Kultur der Volksrepublik China; für seine herausragenden Verdienste um die Musikkultur wurde er 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz und 2013 mit dem französischen »Ordre des Arts et des Lettres« ausgezeichnet. 2016 gab er auf Einladung von Papst Franziskus ein Konzert im Vatikan. In seiner bisherigen Karriere trat Lang Lang bereits für zahlreiche weitere internationale Würdenträger auf, darunter insgesamt vier US-Präsidenten sowie Monarchen aus verschiedensten Nationen.