Lernen Sie unseren neuen Soloflötisten Stefán Ragnar Höskuldsson kennen, der in der Saison 2025/26 seine Probezeit bestanden hat. In diesem Porträt verrät der gebürtige Isländer, warum die Probezeit trotz seiner langjährigen Erfahrung als Orchestermusiker einige Herausforderungen für ihn bereit hielt und warum die Berliner Philharmoniker sein Traumorchester sind.
Nur sieben Monate nachdem Stefán Ragnar Höskuldsson seine Stelle als Soloflötist bei den Berliner Philharmonikern angetreten hatte, erhielt er die Nachricht: »Herzlichen Glückwunsch, Probezeit bestanden!« Eigentlich kein Wunder, weil der gebürtige Isländer reichlich Erfahrung aus zwei Spitzenorchestern mitbrachte: So spielte er in gleicher Position von 2007 bis 2016 im Orchester der Metropolitan Opera New York und von 2015 bis 2025 im Chicago Symphony Orchestra. Dennoch hielt die Probezeit auch für ihn gewisse Herausforderungen bereit: »Es galt, mich an den einzigartigen Kommunikations- und Ausdrucksstil des Orchesters anzupassen. Außerdem musste ich die Balance finden – zwischen dem freien Spiel als Solist, musikalischer Führung und dem Dialog mit dem Orchester.«
Stefán Ragnar Höskuldsson fühlte sich von Kindheit an mit dem Klang der Berliner Philharmoniker verbunden: Sein Vater, Besitzer eines Plattenladens und großer Fan des Orchesters, schwärmte ihm immer von einem Konzertbesuch vor, bei dem er die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan hörte. Zudem wuchs er mit den Aufnahmen der Philharmoniker auf. Als er das Orchester Jahre später selbst live in der New Yorker Carnegie Hall erlebte, entstand der Wunsch, in diesem Klangkörper zu spielen. »Es ist eine Ehre, Teil dieses großartigen Orchesters zu sein und die Möglichkeit zu haben, zum Vermächtnis des einzigartigen Klangs und Stils beizutragen. Ein weiterer faszinierender Aspekt der Berliner Philharmoniker ist, dass ihre Mitglieder als direkte Mitgestalter aller Aspekte der Organisation die Verantwortung für das Orchester tragen.«
Stefán Ragnar Höskuldsson begann als Sechsjähriger Blockflöte zu lernen, bald darauf wechselte er zur Querflöte und verliebte sich in ihren Klang: »Sie hat einen speziellen Glanz, der mich immer wieder fasziniert und dem Klang des Orchesters eine ganz besondere Brillanz verleiht – so wie Sonnen- oder Mondlicht auf einer Wasserfläche.« Die Lust am Orchesterspiel weckte in ihm sein erster Lehrer Bernhard Wilkinson, bei dem Stefán Ragnar Höskuldsson von 1988 bis 1995 an der Reykjavík School of Music studierte. Der damalige Soloflötist beim Isländischen Symphonieorchester war auch ein versierter Dirigent. Er vermittelte seinem Schüler die besondere Rolle, die die Flöte für den Gesamtklang eines Orchesters spielt. Nach dem Bachelor wechselte Stefán Ragnar Höskuldsson ans Royal Northern College of Music in Manchester, wo er sein Studium bei Peter Lloyd fortsetzte. Meisterkurse bei William Bennett vervollständigten seine Ausbildung. Mittlerweile gibt Stefán Ragnar Höskuldsson, der auch ein gefragter Solist und Kammermusiker ist, sein Wissen auch als Lehrer weiter – als Dozent beim Pacific Music Festival und in zahlreichen Meisterkursen.
Auch wenn der Flötist nun beim Orchester seiner Träume angekommen ist, stehen bleiben will er deswegen nicht: »Als Musiker entwickeln wir uns ständig weiter. Ich glaube, der Schlüssel zu kontinuierlichem Wachstum liegt darin, offen für neue Ideen und unterschiedliche Sichtweisen auf die Musik und das Musizieren zu bleiben. Es gibt nie nur einen einzigen Weg, um ein künstlerisches Ziel zu erreichen.«
Stefán Ragnar Höskuldsson
Kurzporträt des Solo-Flötisten der Berliner Philharmoniker.
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Alle Mitglieder der Berliner Philharmoniker im Kurzporträt
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