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Von der Apokalypse zur Apotheose – Gustav Mahler erkundet in seiner Zweiten Symphonie eine der großen Fragen der Menschheit: »Warum hast du gelebt?« Seine Musik durchmisst Licht und Schatten des Daseins, voller Aufruhr, Trauer, Innigkeit und bodenständiger Lebensfreude. Der Komponist sprengte die Grenzen der Symphonie, indem er volkstümliche Lieder aus dem Zyklus Des Knaben Wunderhorn und – nach Vorbild von Beethovens Neunter – ein grandioses Chorfinale integrierte. Man würde, so Mahler, in diesem Werk »mit Keulen zu Boden geschlagen und dann auf Engelsfittichen zu den höchsten Höhen gehoben.« Es dirigiert Daniel Harding.
Besetzung
Berliner Philharmoniker
Daniel Harding Dirigent
Johanna Wallroth Sopran (anstelle von Sabine Devieilhe)
Marianne Crebassa Mezzosopran
Rundfunkchor Berlin
Programm
Gustav Mahler
Symphonie Nr. 2 c-Moll »Auferstehung«
Serviceinformationen
Dauer ca. 1 Stunde und 30 Minuten
Großer Saal
50 bis 161 €
Konzerteinführung
19.15 Uhr
mit Johannes David Wolff
Abo A: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Großer Saal
50 bis 161 €
Konzerteinführung
19.15 Uhr
mit Johannes David Wolff
Abo I: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Großer Saal
50 bis 161 €
Konzerteinführung
18.15 Uhr
mit Johannes David Wolff
Abo B: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Gustav Mahler umkreiste den Tod sein Leben lang – und verwandelte ihn in Musik. Was andere verdrängen, hat er in seinen Kompositionen thematisiert: Verlust, Trauer, Vergänglichkeit und die Hoffnung auf ein Danach. Seine Symphonien sind noch heute aktuell, weil sie zeitlose, elementare Fragen stellen.
Nur die wenigsten Dirigenten haben die musikalische Weltbühne so früh betreten wie Daniel Harding. Der heutige Leiter des Orchesters und des Chors der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom und des Projektes Youth Music Culture The Greater Bay Area (China) wurde von Sir Simon Rattle entdeckt, der ihn zu seinem Assistenten in Birmingham machte. Später arbeitete er mit Claudio Abbado und dirigierte als dessen Assistent mit Anfang zwanzig erstmals die Berliner Philharmoniker. Den rasanten Beginn seiner Karriere lenkte er mit klarem Gespür in eine nachhaltige Laufbahn.
Mit »poetischen Klangmomenten« (BR Klassik) begeistert er bei Orchestern wie den Wiener und den New Yorker Philharmonikern, an der Mailänder Scala oder dem Royal Opera House in London sowie bei Festivals wie in Aix-en-Provence und Salzburg. Er hatte Chefpositionen in Trondheim, Bremen und Paris inne, war Gastdirigent des London Symphony Orchestra und ist Ehrendirigent des Mahler Chamber Orchestra und des Swedish Symphony Orchestra. 2027 übernimmt er das LA Philharmonic. »Erfolgreiches Dirigieren besteht zu 80 Prozent aus Einfühlungsvermögen und zu 20 Prozent aus Gestik«, sagt der in Paris lebende Brite. Auf die Kombination aus technischem Können und fein justierter Interaktion mit anderen kann er auch in seinem außergewöhnlichen Zweitberuf als Pilot bei Air France zurückgreifen.
Tänzerin oder Sängerin? Johanna Wallroth stand vor der Wahl, welchen Berufsweg sie einschlagen soll. So ließ sie sich zunächst an der Königlich Schwedischen Ballettschule zur Tänzerin ausbilden, bevor sie sich dem Gesang zuwandte. Die Schwedin, die in diesen Konzerten anstelle von Sabine Devieilhe das Sopransolo in Mahlers Zweiter Symphonie übernimmt und damit ihr Debüt bei den Berliner Philharmonikern gibt, studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und vervollständigte ihre Ausbildung im Opernstudio der Wiener Staatsoper.
Ihr Operndebüt gab die Sopranistin 2013 als Barbarina in Mozarts Le nozze di Figaro am Schlosstheater Ulriksdal bei Stockholm. Es folgten vielbeachtete Debüts an der Wiener Staatsoper, am Opernhaus Zürich und beim Glyndebourne Festival Opera. Internationale Aufmerksamkeit erregte sie 2019 als Gewinnerin des Internationalen Mirjam-Helin-Gesangswettbewerbs. 2021 wurde sie mit dem Birgit-Nilsson-Stipendium ausgezeichnet, 2023 vertrat sie Schweden beim Wettbewerb »Cardiff Singer of the World«. Zu ihren Paraderollen zählen unter anderem die wichtigen Mozart-Partien: Susanna im Figaro, Pamina in der Zauberflöte, Fiordiligi in Così fan tutte und Zerlina in Don Giovanni. Auch als Konzertsängerin ist Johanna Wallroth international gefragt und arbeitete beispielsweise mit dem Cleveland Orchestra, dem Orchestre de Paris, der Tschechischen Philharmonie und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin zusammen.
Marianne Crebassa begeistert mit ihrem prachtvollen, dunklen Timbre Publikum und Presse gleichermaßen. Weltweit wird die charismatische Mezzosopranistin auf den großen Opernbühnen gefeiert, auf denen sie sich – wenn es die Rolle erfordert – auch schon mal selbst am Flügel begleitet. Denn Marianne Crebassa studierte in ihrer Heimatstadt Montpellier nicht nur Gesang, sondern auch Klavier (und Musikwissenschaft), bevor sie am Opernstudio der Opéra national de Paris engagiert wurde, dort als Orpheus in Glucks Orphée et Euridice ihren Einstand gab und in Produktionen von Bergs Lulu, Verdis Rigoletto und Mozarts La finta giardiniera auftrat.
Bei den Salzburger Festspielen debütierte sie im August 2012 an der Seite von Plácido Domingo in Händels Tamerlano und kehrte später nochmal mit der Titelpartie in der Uraufführung von Marc-André Dalbavies Oper Charlotte Salomon zurück und machte 2017 als Sesto (in Mozarts La clemenza di Tito) weltweit auf sich aufmerksam. Seither gastiert sie regelmäßig an der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala, dem Teatro Real in Madrid und der Opéra de Paris, unter anderem als Carmen, Dorabella, Mélisande und Ruggiero. 2025 gab sie auch ihr Debüt an der Metropolitan Opera in New York. Sie arbeitet mit führenden Orchestern wie dem Chicago Symphony Orchestra, den Wiener und den Berliner Philharmonikern, bei denen sie 2019 im Waldbühnenkonzert debütierte.
Brillant, flexibel, transparent, wandlungsfähig, präzise – so beschreiben Kritiker den Klang des Rundfunkchors Berlin. »Es gibt wohl keinen anderen Chor, der so viel Verschiedenes so gut macht und der sich mit so einem breiten Repertoire und so unterschiedlichen Formaten beschäftigen kann«, sagt Gijs Leenaars, seit der Saison 2015/16 Chefdirigent und künstlerischer Leiter. Die Programme reichen dabei von großer Chorsymphonik über A-cappella-Konzerte bis hin zu interdisziplinären Projekten, die das klassische Konzertformat aufbrechen und Chormusik neu erlebbar machen. In »Mitsingkonzerten« lädt er immer wieder begeisterte Laien zum gemeinsamen Musizieren ein.
Sein herausragendes Können und seine Vielseitigkeit machen den 1925 gegründeten Rundfunkchor Berlin zum Partner bedeutender Orchester und Dirigenten. Mit den Berliner Philharmonikern tritt der Rundfunkchor Berlin seit Anfang der 1990er-Jahre regelmäßig auf und wirkte bei Aufführungen von Antonín Dvořáks Stabat mater, Giuseppe Verdis Messa da Requiem, Berlioz’ Romeo und Julia oder György Ligetis Requiem mit. Zu den gemeinsamen szenischen Projekten gehören die berühmten Aufführungen der *Matthäus- *und der *Johannes-Passion *von Johann Sebastian Bach mit Sir Simon Rattle und Regisseur Peter Sellars. Auch unter Chefdirigent Kirill Petrenko wird die Zusammenarbeit fortgesetzt, so beispielsweise in Felix Mendelssohns Oratorium Elias, in Arnold Schönbergs Oratorium Die Jakobsleiter, in Richard Strauss’ *Elektra *und in Puccinis Madama Butterfly.
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