Info
Inspiriert von der Französischen Revolution sprengte Beethoven mit seiner »Eroica« die Grenzen der Symphonie: Länger war sie, größer und innovativer als alles zuvor Dagewesene. Dazu zeigte sie einen kämpferischen Gestus, wie ihn das Publikum noch nie erlebt hatte. Gustavo Dudamel kombiniert Beethovens Dritte mit einem anderen revolutionären Werk: Gabriela Ortiz’ Revolución diamantina. Es thematisiert die sogenannte »Glitzer-Revolution«, den feministischen Protest gegen die anhaltende Gewalt gegen Frauen in Mexiko. Dazu erklingt eine Musik, die – so Dudamel – »voller intuitiver, urzeitlicher Rhythmen und geheimnisvoller, seelenvoller Klangwelten« ist.
Besetzung
Berliner Philharmoniker
Gustavo Dudamel Dirigent
Mitglieder des Rundfunkchors Berlin
Justus Barleben Choreinstudierung
Programm
Gabriela Ortiz
Revolución diamantina, Ballett für acht Stimmen und Orchester (Konzertfassung)
Mitglieder des Rundfunkchors Berlin, Justus Barleben Choreinstudierung
Pause
Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«
Serviceinformationen
Dauer ca. 2 Stunden und 10 Minuten (inkl. 20 Minuten Pause)
Großer Saal
49 bis 156 €
Konzerteinführung
19.15 Uhr
mit Frederik Hanssen
Abo G: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Großer Saal
49 bis 156 €
Konzerteinführung
19.15 Uhr
mit Frederik Hanssen
Abo L: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Großer Saal
49 bis 156 €
Konzerteinführung
18.15 Uhr
mit Frederik Hanssen
Abo AK: Abo kompakt
Gabriela Ortiz ist eine der wichtigsten Komponistinnen Lateinamerikas. Ihre Werke sind voll übersprudelnder Energie, ergreifend und von großer Klangschönheit. So auch die Ballettmusik Revolución diamantina, die Mitte Juni auf dem Programm der Berliner Philharmoniker steht. Es dirigiert Gustavo Dudamel.
Als Gustavo Dudamel 2009 Musikdirektor des Los Angeles Philharmonic wurde, stand er noch relativ am Anfang seiner ungewhnlichen Karriere. Nach vielen erfolgreichen Jahren dort wechselt er im Sommer 2026 auf die gleiche Position beim New York Philharmonic. In seinem Dirigierstil vereint er Präzision mit emotionaler Intensität – und das weit über den klassischen Konzert- und Opernbereiche hinaus: Dudamel ist an Filmproduktionen und Crossover-Projekten beteiligt und trat etwa an der Seite von Billie Eilish oder beim Superbowl auf. So erweitert er stetig seinen Wirkungskreis – und den der klassischen Musik: »Musik vermittelt dem Einzelnen ein starkes Gefühl von Sinnhaftigkeit – eines, das für das Wohl der Allgemeinheit genutzt werden kann. Wenn man einem Kind ein Instrument schenkt, schenkt man ihm eine Identität. Man erinnert es daran, dass es eine Stimme hat, und dass seine Stimme zählt«, schrieb er 2024 in der New York Times. Daraus spricht seine eigene Erfahrung: Dudamel wuchs in einfachen Verhältnissen in Venezuela auf und begann als Geiger im Jugendprogramm El Sistema. Seit seinem 19. Lebensjahr ist er Chefdirigent des venezolanischen Simón Bolívar Symphony Orchestra, 2004 öffnete ihm der Gewinn des ersten Mahler-Dirigierwettbewerbes internationale Türen. Seit seinem Debüt bei den Berliner Philharmonikern 2008 in der Waldbühne ist er dem Orchester eng verbunden.
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