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Während die napoleonischen Kriege donnerten, schuf Ludwig van Beethoven eines seiner strahlendsten Werke: Das Fünfte Klavierkonzert, das Víkingur Ólafsson als Solist interpretiert, stellt sich mit seinem heroischen, optimistischen Gestus den Herausforderungen der Zeit entgegen, entführt aber auch mit entrückten Melodien in bessere Welten. Anschließend dirigiert Semyon Bychkov die Fünfte Symphonie von Dmitri Schostakowitsch, entstanden im Schatten des stalinistischen Terrors. Auf den ersten Blick monumental und triumphal, offenbart sie eine ironische Doppeldeutigkeit – ein Werk, das Jubel vortäuscht und ihn zugleich untergräbt.
Besetzung
Berliner Philharmoniker
Semyon Bychkov Dirigent
Víkingur Ólafsson Klavier
Programm
Ludwig van Beethoven
Coriolan-Ouvertüre c-Moll op. 62
Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73
Víkingur Ólafsson Klavier
Pause
Dmitri Schostakowitsch
Symphonie Nr. 5 d-Moll op. 47
Serviceinformationen
Dauer ca. 2 Stunden und 10 Minuten (inkl. 20 Minuten Pause)
Großer Saal
27 bis 86 €
Konzerteinführung
19.15 Uhr
mit Frederik Hanssen
Abo L: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Großer Saal
27 bis 86 €
Konzerteinführung
19.15 Uhr
mit Frederik Hanssen
Abo D: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Großer Saal
27 bis 86 €
Konzerteinführung
18.15 Uhr
mit Frederik Hanssen
Abo B: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
1985 sprang Semyon Bychkov kurzfristig für den erkrankten Riccardo Muti ein – und gab so ein viel beachteten Debüt am Pult der Berliner Philharmoniker, das ihm den internationalen Durchbruch sicherte. Seitdem gehört der russische Dirigent, der 1975 in die USA emigrierte und seit 1983 amerikanischer Staatsbürger ist, zu den regelmäßigen Gastdirigenten der Berliner Philharmoniker. Semyon Bychkov, der mit einer Mischung aus technischer Präzision, emotionaler Tiefe und feiner Klangfarbenzeichnung beeindruckt, ist bekannt für seine mitreißenden Interpretationen russischer Meisterwerke – ebenso wie für die des klassischen Repertoires von Brahms bis Mahler. »Russische Musik«, sagt er, »liegt mir besonders am Herzen. Mich interessieren aber nur die bedeutendsten Werke – ich denke da an Glinka, Tschaikowsky, Rachmaninow und natürlich Schostakowitsch.«
Semyon Bychkov studierte am Leningrader-Konservatorium bei Ilya Musin, gewann 1973 den Rachmaninow-Dirigierwettbewerb und setzte seine Ausbildung in Wien, Moskau und in den USA fort, wo er wichtige Anregungen von Leonard Bernstein erhielt. Er war Chefdirigent des Orchestre de Paris, der Semperoper Dresden und des Sinfonieorchesters des Westdeutschen Rundfunks in Köln. Zudem trat er regelmäßig mit dem London Symphony Orchestra auf und erhielt an der Royal Academy of Music mehrere Ehrentitel. 2022 wurde Semyon Bychkov vom Magazin Musical America zum Dirigenten des Jahres gekürt. Gegenwärtig ist er Musikdirektor und Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie.
Der isländische Pianist Víkingur Ólafsson ist einer der herausragenden Künstler unserer Zeit. Er verkörpere eine »seltene Kombination aus technischer Brillanz, kontrollierter Expressivität und interpretatorischer Tiefe«, befand die britische Zeitschrift Grammophone, die ihn 2019 zum Artist of the Year kürte. Weitere Auszeichnungen umfassen den Rolf-Schock-Preis des Jahres 2022 und den Opus Klassik, den er zweimal für die beste Solo-Einspielung erhielt; seine Aufnahme von Bachs Goldberg-Variationen erhielt 2025 einen Grammy. Weitere Aufnahmen widmen sich Werken von Philip Glass, Claude Debussy, Jean-Philippe Rameau und Wolfgang Amadeus Mozart.
Im Konzertsaal tritt Víkingur Ólafsson, der an der New Yorker Juillard School studiert hat, mit den bedeutendsten Orchestern der Welt auf – unter anderem mit dem Concertgebouw Orchestra, dem Cleveland Orchestra, dem London Philharmonic, dem New York Philharmonic und der Tschechischen Philharmonie. Im Dezember 2022 debütierte er als Solist in John Adamsʼ Must the Devil Have All the Good Tunes? bei den Berliner Philharmonikern. Víkingur Ólafsson versteht es nicht nur als Interpret, Musik spannend und sympathisch zu vermitteln, er hat auch mehrere Fernseh- und Radiosendungen präsentiert. Während des Corona-Lockdowns war er zudem Artist in Residence im Klassik-Programm der BBC, wo er in der Sendung Front Row drei Monate lang aus dem leeren Harpa-Konzerthaus in Reykjavik einem weltweiten Publikum Musik vorstellte, die ihm besonders am Herzen liegt.
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