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Mahlers Dritte Symphonie ist eine Art musikalische Schöpfungsgeschichte: »Die ganze Natur«, so der Komponist, »bekommt darin eine Stimme«, auch tief Geheimes sei hier enthalten. Und so erzählt das Werk von Pflanzen, Tieren und Menschen – und von der göttlichen Liebe als höchster Form allen Seins. Dabei erklingen Naturlaute, Echorufe, Militär- und Trauermärsche bis hin zu einem überwältigenden Schlusshymnus. Es dirigiert Yannick Nézet-Séguin, Chefdirigent der New Yorker Metropolitan Opera und des Philadelphia Orchestra. Als Vokalsolistin ist Joyce DiDonato dabei, eine der prominentesten Mezzosopranistinnen unserer Zeit.
Besetzung
Berliner Philharmoniker
Yannick Nézet-Séguin Dirigent
Joyce DiDonato Mezzosopran
Damen des Rundfunkchors Berlin
Knaben des Staats- und Domchors Berlin
Programm
Gustav Mahler
Symphonie Nr. 3 d-Moll
Serviceinformationen
Dauer ca. 1 Stunde und 40 Minuten
Großer Saal
49 bis 156 €
Konzerteinführung
19.15 Uhr
mit Frederik Hanssen
Abo A: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Großer Saal
49 bis 156 €
Konzerteinführung
19.15 Uhr
mit Frederik Hanssen
Abo H: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Großer Saal
49 bis 156 €
Konzerteinführung
18.15 Uhr
mit Frederik Hanssen
Abo I: Konzerte mit den Berliner Philharmonikern
Im Oktober 2010 gab Yannick Nézet-Séguin, Musikdirektor der Metropolitan Opera in New York seit 2018, sein von Publikum und Presse gefeiertes Debüt bei den Berliner Philharmonikern und ist seitdem regelmäßig zu Gast. Die Financial Times nannte ihn den »größten Energiegenerator auf dem internationalen Podium«, und wer ihn einmal erlebt hat, ist von seinen leidenschaftlichen Interpretationen und seiner puren Energie begeistert. »Innerlich musst man eine genaue Vorstellung davon haben, was man erreichen will. Und dann sind die Hände nur eine Verlängerung dessen, was du im Kopf hast«, sagt der charismatische Frankokanadier. Yannick Nézet-Séguin studierte Klavier, Dirigieren, Komposition und Kammermusik am Conservatoire de musique du Québec sowie Chorleitung am Westminster Choir College in Princeton.
Seit 2012 leitet der das Philadelphia Orchestra, darüber hinaus ist er künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Orchestre Métropolitain de Montréal, mit dem er 2019 einen Vertrag »auf Lebenszeit« unterzeichnet hat. Und natürlich tritt Yannick Nézet-Séguin weltweit als Gastdirigent mit den renommiertesten Orchestern auf. Sein Erfolgsrezept? »Ich würde sagen, Yannicks Stärke ist seine unglaubliche Musikalität und seine besondere Art, mit dem Orchester umzugehen. Er hat diesen unbändigen Wunsch, jeden so weit zu bringen, dass er fliegen kann. Er bringt in alles einen Funken Magie«, fasst die Mezzosopranistin Joyce DiDonato das Talent von Yannick Nézet-Séguin zusammen.
Joyce DiDonato, deren Repertoire von barocken Paraderollen Händels und Monteverdis über Mozart bis hin zu Belcanto-Partien Rossinis und zeitgenössischer Musik reicht, ist in der internationalen Musikwelt eine einzigartige Erscheinung: Mit »göttlicher Stimme« (The Times), technischer Brillanz und einer atemberaubenden Bühnenpräsenz wird die in Kansas geborene US-Amerikanerin auf den großen Opern- und Konzertbühnen gefeiert. Im Juni 2015 gab sie ihr umjubeltes Debüt bei den Berliner Philharmonikern. »Natürlich habe ich schon in aller Welt an wunderbaren Häusern und von fantastischen Orchestern begleitet gesungen, aber die Berliner Philharmoniker sind etwas ganz Besonderes.« Seitdem war Joyce DiDonato mit ihrem warmen und beweglichen Mezzosopran, der selbst in leisesten Momenten größte Präsenz entfaltet, wiederholt in den philharmonischen Konzerten zu Gast.
2014 wurde die Sängerin, die ihre Ausbildung mit dem Outstanding Apprentice Artist Award beendete, zum Mitglied der Londoner Royal Academy of Music ernannt. Außerdem erhielt sie neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen bislang drei Grammy Awards und insgesamt 13 Nominierungen. Joyce DiDonato gab Liederabende in der Londoner Wigmore Hall und in der New Yorker Carnegie Hall. Als engagierte Fürsprecherin der musikalischen Moderne war sie in vielen zeitgenössischen Bühnenwerken zu erleben, etwa in Mark Adamos Little Women, Tod Machovers Resurrection und Jake Heggies Dead Man Walking.
Brillant, flexibel, transparent, wandlungsfähig, präzise – so beschreiben Kritiker den Klang des Rundfunkchors Berlin. »Es gibt wohl keinen anderen Chor, der so viel Verschiedenes so gut macht und der sich mit so einem breiten Repertoire und so unterschiedlichen Formaten beschäftigen kann«, sagt Gijs Leenaars, seit der Saison 2015/16 Chefdirigent und künstlerischer Leiter. Die Programme reichen dabei von großer Chorsymphonik über A-cappella-Konzerte bis hin zu interdisziplinären Projekten, die das klassische Konzertformat aufbrechen und Chormusik neu erlebbar machen. In »Mitsingkonzerten« lädt er immer wieder begeisterte Laien zum gemeinsamen Musizieren ein. Sein herausragendes Können und seine Vielseitigkeit machen den 1925 gegründeten Rundfunkchor Berlin zum Partner bedeutender Orchester und Dirigenten.
Mit den Berliner Philharmonikern tritt der Rundfunkchor Berlin seit Anfang der 1990er-Jahre regelmäßig auf und wirkte bei Aufführungen von Antonín Dvořáks Stabat mater, Giuseppe Verdis Messa da Requiem, Berlioz’ Romeo und Julia oder György Ligetis Requiem mit. Zu den gemeinsamen szenischen Projekten gehören die berühmten Aufführungen der Matthäus- und der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach mit Sir Simon Rattle und Regisseur Peter Sellars. Auch unter Chefdirigent Kirill Petrenko wird die Zusammenarbeit fortgesetzt, so beispielsweise in Felix Mendelssohns Oratorium Elias, in Arnold Schönbergs Oratorium Die Jakobsleiter und in Gustav Mahlers Achter Symphonie.
Der Staats- und Domchor Berlin, dessen Mitglieder mit ihren glockenklaren, hellen und intonationssicheren Stimmen für Begeisterung sorgen, ist der Knabenchor der Universität der Künste Berlin. Die 1465 vom brandenburgischen Kurfürsten Friedrich II. gegründete Institution gilt als die älteste musikalische Einrichtung der Hauptstadt. Als Königlicher Domchor erlebte das Ensemble im 19. Jahrhundert unter Felix Mendelssohn Bartholdy, Otto Nicolai und August Neithardt eine erste Blütezeit. 1923 erhielt der Chor seinen heutigen Namen und wurde der heutigen Universität der Künste Berlin angegliedert. Das Ensemble umfasst rund 250 Knaben- und junge Männerstimmen, die in unterschiedlichen Ausbildungsstufen singen – von musikalischer Früherziehung bis zu anspruchsvollen Konzertauftritten.
Der Chor ist regelmäßig bei Konzerten im Berliner Dom, bei Festakten und in den großen Konzertsälen der Stadt zu hören. Künstlerische Partnerschaften bestehen mit dem Rundfunkchor Berlin, der Lautten Compagney Berlin, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und den Berliner Philharmonikern. Seit 2002 wird der Chor von Kai-Uwe Jirka, Professor für Chorleitung an der Berliner Universität der Künste und seit 2006 künstlerischer Leiter der Sing-Akademie zu Berlin, geleitet. »Meine Erfahrung ist, dass Kinder, wenn sie richtig angeleitet werden, gerne singen. Singen ist eigentlich eine menschliche Natureigenschaft«, sagt Jirka, der mit dem Chor ein Repertoire von der Renaissance bis zur Gegenwart erarbeitet.
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