Info
Nur wer auf Liebe verzichtet, kann die Macht des goldenen Rings nutzen. Das Rheingold, Auftakt zu Richard Wagners epochalem Zyklus Der Ring des Nibelungen, setzt eine düstere Geschichte von Macht und Machtmissbrauch, Liebe und Intrige in Gang. Wagners Musik beleuchtet die dramatische Handlung ebenso eindringlich wie die inneren Konflikte der Figuren. Mit einer szenischen Aufführung des Rheingolds eröffnen die Berliner Philharmoniker und Kirill Petrenko die Salzburger Osterfestspiele, anschließend präsentieren sie das Werk konzertant in der Philharmonie Berlin. In der Rolle des um seinen Machterhalt ringenden Gottes Wotan ist erstmals Christian Gerhaher zu erleben.
Besetzung
Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko Dirigent
Christian Gerhaher Bariton (Wotan)
Gihoon Kim Bariton (Donner)
Thomas Atkins Tenor (Froh)
Brenton Ryan Tenor (Loge)
Leigh Melrose Bariton (Alberich)
Thomas Cilluffo Tenor (Mime)
Patrick Guetti Bass (Fafner)
Le Bu Bassbariton (Fasolt)
Catriona Morison Mezzosopran (Fricka)
Sarah Brady Sopran (Freia)
Jasmin White Alt (Erda)
Louise Foor Sopran (Woglinde)
Yajie Zhang Mezzosopran (Wellgunde)
Jess Dandy Alt (Floßhilde)
Elias Corrinth Musikalische Assistenz und Studienleitung
Dayner Tafur-Díaz Musikalische Assistenz
Carlos Vázquez Korrepetition
Alessandro Stefanelli Korrepetition
Programm
Richard Wagner
Das Rheingold
Serviceinformationen
Dauer ca. 2 Stunden und 45 Minuten
Großer Saal
64 bis 226 €
Konzerteinführung
17.15 Uhr
mit Frederik Hanssen
Als sogenannter »Vorabend« steht Wagners Rheingold etwas im Schatten der großen Ring-Dramen wie Walküre und Götterdämmerung. Dabei braucht jedes Riesenprojekt einen Anfang – und dieser hat es in sich: von königlichen Kurzschlusshandlungen bis zur Erfindung neuer Instrumente und halsbrecherischen Schwimmmaschinen. Entdecken Sie in sieben Storys, warum Das Rheingold so viel mehr bietet als nur einen Prolog zum großen Drama.
Seit der Saison 2019/20 ist Kirill Petrenko Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker. Geboren im sibirischen Omsk, erhielt er seine Ausbildung zunächst in seiner Heimatstadt und später in Österreich. Seine Dirigentenkarriere begründete er an der Oper mit Chefpositionen am Staatstheater Meiningen und an der Komischen Oper Berlin. Von 2013 bis 2020 war Kirill Petrenko Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Zudem gastierte er an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt, von der Wiener Staatsoper über den Londoner Covent Garden und die Opéra national in Paris bis zur Metropolitan Opera in New York und zu den Bayreuther Festspielen. Auch die großen internationalen Symphonieorchester – in Wien, München, Dresden, Paris, Amsterdam, London, Rom, Chicago, Cleveland und Israel – hat er dirigiert. In der Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern haben sich seit seinem Debüt 2006 vielfältige programmatische Schwerpunkte herausgebildet. Dazu gehört die Arbeit am klassisch-romantischen Kernrepertoire des Orchesters, beispielhaft zu erleben beim Amtsantritt mit Beethovens Neunter Symphonie. Ein weiteres Anliegen Kirill Petrenkos sind zu Unrecht vergessene Komponisten wie Josef Suk oder Bernd Alois Zimmermann. In Opernaufführungen mit den Berliner Philharmonikern haben zuletzt Richard Strauss‘ Elektra und Giacomo Puccinis Madama Butterfly für Aufmerksamkeit gesorgt.
Christian Gerhaher zählt zu den bedeutendsten Baritonen unserer Zeit. International als Liedsänger gefeiert, prägt er seit Jahrzehnten dieses Genre, insbesondere im engen künstlerischen Dialog mit dem Pianisten Gerold Huber. Auch als Opernsänger ist er weltweit gefragt, etwa bei den Salzburger Festspielen, an der Bayerischen Staatsoper, am Royal Opera House Covent Garden in London oder an der Metropolitan Opera in New York. Er ist regelmäßig zu Gast bei den Berliner Philharmonikern. Seine Interpretationen verbinden musikalische Präzision mit großer sprachlicher und psychologischer Tiefe.
Catriona Morison studierte am Royal Conservatoire of Scotland und an der Universität der Künste in Berlin. Sie erlangte internationale Bekanntheit, als sie 2017 beim renommierten BBC Cardiff Singer of the World Wettbewerb sowohl den Haupt- als auch den Liedpreis gewann. Seitdem hat sich die Mezzosopranistin als vielseitige Künstlerin mit einem breit gefächerten Repertoire vom Barock bis zur Spätromantik etabliert – auf der Opernbühne ebenso wie im Konzert- und Liedfach. Engagements führten sie an die Staatsoper Hamburg, die Bayerische Staatsoper, die Bergen Nasjonale Opera und an das Nationaltheater Weimar.
Brenton Ryan studierte in Houston und in Chicago und gewann 2016 den Birgit-Nilsson-Preis beim Operalia-Wettbewerb. Engagements führten den Tenor unter anderem an die Opernhäuser von London, New York, Chicago und San Francisco, wobei ihn auch eine langjährige künstlerische Partnerschaft mit der Bayerischen Staatsoper verbindet. Hier war er in Partien wie Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail), Missail (Boris Godunow), Tanzmeister (Ariadne auf Naxos) zu erleben sowie als Steuermann im Fliegenden Holländer beim Asien-Gastspiel 2025.
Leigh Melrose studierte am St. John’s College in Cambridge sowie an der Royal Academy of Music in London. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Escamillo (Carmen), Alberich (Der Ring des Nibelungen), Papageno (Die Zauberflöte) und die Titelpartie in Alban Bergs Wozzeck. Der Bariton zählt weltweit zu den gefragtesten Interpreten zeitgenössischer Musik und wirkte in zahlreichen Uraufführungen mit, darunter Dai Fujikuras Solaris, Johannes Kalitzkes Die Besessenen, Elliot Carters On Conversing with Paradise und James MacMillans The Sacrifice.
Thomas Cilluffo studierte bei George Shirley an der University of Michigan. Der Charaktertenor, der erste Preise beim internationalen Wettbewerb der Premiere Opera Foundation und bei der Career Bridges Competition in New York gewann, ist seit 2022 als Stipendiat der New Yorker Opera Foundation Mitglied im Ensemble der Deutschen Oper Berlin. Zu seinem Repertoire gehören unter anderem Partien wie Spoletta (Tosca), Graf Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Don Ottavio (Don Giovanni), Puck (A Midsummer Night’s Dream), Hexe (Hänsel und Gretel) sowie die Titelpartie in Gounods Roméo et Juliette.
Gihoon Kim, der durch eine Reihe von internationalen Wettbewerbserfolgen bekannt wurde, studierte in Seoul und in Hannover. Als Mitglied des Jungen Ensembles der Staatsoper Hannover erarbeitete er zahlreiche Partien. Heute gastiert der als »BBC Cardiff Singer of the World 2021« ausgezeichnete Bariton an Opernhäusern wie dem Royal Opera House, der Metropolitan Opera, der Washington National Opera oder der Bayerische Staatsoper. Erfolge feierte er als Marcello (La Bohème), Scarpia (Tosca) und Germont (La Traviata). Auch als Liedsänger ist er international gefragt.
Thomas Atkins ist Absolvent der New Zealand School of Music und der Guildhall School of Music and Drama in London. Der Preisträger zahlreicher Wettbewerbe durchlief zudem das Jette Parker Young Artist Programme der Royal Opera House Covent Garden Foundation. Heute gastiert der Tenor international in Partien wie Alfredo (La Traviata), Pinkerton (Madama Butterfly), Narraboth (Salome) und Lenski (Eugen Onegin), was zu erfolgreichen Debüts an der Bayerischen Staatsoper, der Norwegischen Nationaloper, der Opéra National de Paris, in Glyndebourne und bei den Salzburger Festspielen geführt hat.
Sarah Brady studierte an der Royal Irish Academy of Music. 2017 wurde sie in das Opernstudio OperAvenir am Theater Basel aufgenommen. Als Ensemblemitglied des Hauses war sie u. a. als Susanna (Le nozze di Figaro), Musetta (La bohème) und Jungfrau Maria (Jeanne d’Arc au bûcher) zu erleben. Danach wechselte die Sopranistin an die Staatsoper Hannover, wo sie Partien wie Fiordiligi (Così fan tutte) und die Gouvernante (The Turn of the Screw) sang. Anschließend folgten wichtige Debüts an der Komischen Oper Berlin, dem Royal Opera House, der Bayerischen Staatsoper sowie beim Glyndebourne Festival.
Jasmin White studierte an der University of Southern California, am Cincinnati College-Conservatory of Music sowie an der Juilliard School in New York. Als Mitglied des Opernstudios an der Volksoper Wien erhielt sie den zweiten Platz beim Queen Elisabeth Wettbewerb in Brüssel, bevor sie 2023 den Königin-Sonja-Gesangswettbewerb in Oslo gewann. Seit der Saison 2024/25 ist die Altistin Mitglied des Ensembles der Wiener Volksoper, wo sie unter anderem als Orlofsky in Johann Strauß’ Fledermaus sowie als Martha in The Gospel According to the Other Mary von John Adams zu erleben war.
Le Bu studierte an der Manhattan School of Music und gewann erste Preise beim Laffont-Wettbewerb der Metropolitan Opera in New York (2022) sowie beim Operalia-Wettbewerb (2024). Vor allem an der »Met« ist er regelmäßig zu erleben. In dieser Saison debütiert er als Figaro (Le nozze di Figaro) an der Washington National Opera und als Gunter (Götterdämmerung) an der Atlanta Opera, außerdem stehen erste Gastspiele am Royal Opera House in London und an der Pariser Opéra an.
Patrick Guetti studierte an der Academy of Vocal Arts in Philadelphia, absolvierte das Studioprogramm an der Santa Fe Opera und war zudem Mitglied des Opera Center der Lyric Opera of Chicago. Der Bass, der unter anderem die Metropolitan Opera National Council Auditions gewann, ist Ensemblemitglied an der Deutschen Oper Berlin. Gastspiele führten ihn unter anderem als Sarastro (Die Zauberflöte) an die Metropolitan Opera, als Osmin (Die Entführung aus dem Serail) an die Bayerische Staatsoper und als Basilio (Il barbiere di Siviglia) an die Oper Stuttgart.
Louise Foor studierte in Namur, an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin und war Artist in Residence an der Queen Elisabeth Music Chapel in Brüssel. Als Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper sang die Sopranistin unter anderem die Berta (Il barbiere di Siviglia) und die Titelpartie von Respighis Operneinakter Lucrezia. Zudem gastierte sie als Lisette (La Rondine) in Metz, trat am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel als Frasquita (Carmen) auf, sang an der Opéra national de Bordeaux Leïla (Les Pêcheurs de perles) und debütierte als Gerhilde (Die Walküre) an der Opéra national de Paris.
Yajie Zhang studierte in Shanghai und Hannover und besuchte Meisterkurse von Brigitte Fassbaender, Thomas Hampson, Wolfram Rieger und Hartmut Höll. 2017 erhielt die Mezzosopranistin als jüngste Teilnehmerin des Internationalen Gesangswettbewerbs von ’s-Hertogenbosch den Grand Prix, den Opernpreis sowie den Preis der Juniorjury. Sie war Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper, bevor sie ins Ensemble der Oper Leipzig wechselte. Weitere Engagements führten sie an die Staatsoper Hannover, ans Opernhaus Zürich und an die Opéra national de Paris.
Jess Dandy studierte an der Guildhall School of Music and Drama in London. Die Altistin gewann 2017 den London Bach Society Singers Prize. Engagements führten sie unter anderem in Thomas Adès’ Totentanz zum Gewandhausorchester Leipzig, in Bachs Matthäuspassion zum Concertgebouw Orchestra Amsterdam sowie in Beethovens Neunter Symphonie zum Boston Symphony Orchestra. Außerdem sang sie am Londoner Courtyard Theatre die Altpartie in George Benjamins Kammeroper Into the Little Hill und an der Bayerischen Staatsoper Lady Toodle in Hans Werner Henzes Oper Die englische Katze.
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