Die Berliner Philharmoniker trauern um Wolfgang Herzfeld, der dem Orchester fast vierzig Jahre lang als Mitglied der Ersten Violinen angehörte. Geboren 1937 in Berlin, erhielt Wolfgang Herzfeld mit fünf Jahren den ersten Geigenunterricht und war als 12-Jähriger einer der Gründer des RIAS-Jugendorchesters. Nach seinem Studium in Berlin und Köln spielte er zunächst im Berliner Kammerorchester und ab 1960 im Orchester der Deutschen Oper Berlin. 1963 wurde er Mitglied der Berliner Philharmoniker, von 1964 bis 1967 unterrichtete er außerdem am privaten Konservatorium Dounias-Sindermann.
Ab 1975 war er erster Geiger des von ihm gegründeten Herzfeld-Quartetts, das sich vor allem unbekannteren Werken des Repertoires widmete. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand 2002 arbeitete er an der Aktualisierung eines von seinem Vater herausgegebenen Musiklexikons. Am 1. Januar 2026 ist Wolfgang Herzfeld im Alter von 88 Jahren verstorben.