Prof. Heyo K. Kroemer und Andrea Zietzschmann in Geschäftskleidung sitzen an einem Tisch und unterschreiben jeweils ein Dokument. Beide lächeln und schauen in die Kamera. Auf dem Tisch vor ihnen liegen Papiere, ein Stiftständer und eine Brille.
Prof. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité und Andrea Zietzschmann, Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker | Bild: Charité/Strelsova

Die Berliner Philharmoniker und die Charité – Universitätsmedizin Berlin, zwei international führende Institutionen ihrer jeweiligen Fachgebiete, bauen ihre Zusammenarbeit aus. Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung bekräftigen beide Partner ihren gemeinsamen Anspruch, Exzellenz, Innovationskraft und gesellschaftliche Verantwortung künftig eng miteinander zu verbinden.

Was Kunst und Wissenschaft eint, ist der Wille, Grenzen zu überwinden: Die Philharmoniker stehen weltweit für künstlerische Spitzenleistungen, interpretatorische Tiefe, die Förderung und Ausbildung von internationalen Nachwuchstalenten und ein nachhaltiges gesellschaftliches Engagement für kulturelle Bildung in Berlin und weltweit. Die Charité vereint exzellente Krankenversorgung, biomedizinische Spitzenforschung und akademische Lehre auf internationalem Niveau. In einer neuen Kooperation bündeln beide Institutionen nun ihre Kompetenzen, um Erkenntnisse an den Schnittstellen von Musik, Gesundheit und Medizin zu gewinnen.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, musikbezogene Prozesse für Prävention, Genesung, mentale Gesundheit und Lebensqualität systematisch zu erforschen und nutzbar zu machen. Gleichzeitig sollen neue Perspektiven auf Resilienz, Kreativität und Leistungsfähigkeit in anspruchsvollen beruflichen Kontexten, wie es z.B. ein Orchester ist, eröffnet werden. In den kommenden Jahren soll die Kooperation gezielt erweitert werden. Geplant sind unter anderem Forschungsprojekte zu den Themen Musik und Prävention, Musikphysiologie, mentale Gesundheit, neurobiologische Grundlagen musikalischer Wirkung und technologische Anwendungen im digitalen Raum. Darüber hinaus wollen die Partner Formate entwickeln, die Musik und Medizin auch für die Öffentlichkeit erlebbar machen – etwa durch Dialogkonzerte oder musikbasierte Gesundheitsinitiativen.

Andrea Zietzschmann, Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker: „Die Charité und die Berliner Philharmoniker sind zwei Institutionen von globalem Rang, die nun in einer wegweisenden Allianz ihre Kräfte bündeln. Musik wirkt weit über den Konzertsaal hinaus – sie berührt, verbindet und kann nachweislich Gesundheit und Lebensqualität fördern. In der Partnerschaft mit der Charité sehen wir die große Chance, künstlerische und wissenschaftliche Exzellenz zu verbinden und fundierte Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Musik Menschen stärkt.»

Prof. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité:„Wenn zwei Institutionen von Weltrang zusammenarbeiten, ist das ein starkes Signal für Berlin. Die Zusammenarbeit mit den Philharmonikern eröffnet uns neue Perspektiven an der Schnittstelle von Medizin, Wissenschaft und Kultur. Gemeinsam wollen wir erforschen, wie musikalische Prozesse Prävention, Heilung und mentale Gesundheit unterstützen können – und dieses Wissen sowohl in die medizinische Praxis und in die Gesellschaft hineinwirken lassen.»

Die Kooperation ist langfristig angelegt und markiert eine klare gemeinsame Vision: Musik und Medizin im Dialog – zum Nutzen der Menschen weit über die Hauptstadt hinaus.