Pinchas Zukerman und Mitglieder der Berliner Philharmoniker

Ein lächelnder Pinchas Zukerman mit grauem Haar und schwarzem Hemd posiert mit einer Geige vor einem dunklen Hintergrund.
Pinchas Zukerman | Bild: Cheryl Mazak

Konzertinformationen


Tickets


Info

Der Geiger Pinchas Zukerman ist eine musikalische Legende – nicht nur als Solist, sondern auch als Kammermusiker. Seit seiner ersten Geigenstunde, erzählt er, spiele er Kammermusik und habe dabei vor allem eines gelernt: zuzuhören. Dieses Programm, das Zukerman mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker präsentiert, lässt in romantischen Streicherklängen schwelgen – mit dem überschäumenden Zweiten Streichquintett von Felix Mendelssohn Bartholdy, dem lebensfrohen Streichsextett Nr. 1 von Johannes Brahms und dem verträumten Sextett, mit dem Richard Strauss seine Oper Capriccio eröffnet.


Besetzung

Pinchas Zukerman Violine 
Mitglieder der Berliner Philharmoniker:
Thomas Timm Violine 
Amihai Grosz Viola 
Naoko Shimizu Viola 
Bruno Delepelaire Violoncello 
Olaf Maninger Violoncello


Programm

Richard Strauss
Capriccio op. 85: Streichsextett

Felix Mendelssohn Bartholdy
Streichquintett Nr. 2 B-Dur op. 87

Pause

Johannes Brahms
Streichsextett Nr. 1 B-Dur op. 18


Serviceinformationen

Dauer ca. 1 Stunde und 45 Minuten (inkl. 20 Minuten Pause)


Termine und Tickets


Kammermusiksaal

18 bis 41 €

Konzerteinführung
19.15 Uhr
mit Meike Pfister

Hintergrund

Biografie

Pinchas Zukerman

Der Geiger Pinchas Zukerman ist ein Ausnahmekünstler – dank seiner technischen Souveranität, seiner berührenden Gestaltungskraft und seines unverwechselbaren, sofort wiedererkennbaren, vollen Tons: »Der Klang«, sagte er in einem Interview in der Digital Concert Hall, »ist für einen Musiker das A und O«. Zukerman, der seit seinem Debüt 1974 wiederholt in den Konzerten der Berliner Philharmoniker zu Gast war, begann seine Ausbildung in Tel Aviv bei Ilona Feher, einer Schülerin des ungarischen Geigenvirtuosen Jenő Hubay. Mit 13 Jahren ging er in die USA, wo er dank eines Stipendiums der Rubinstein Foundation an der Juilliard School in New York bei Ivan Galamian und Isaac Stern studierte – und anschließend eine einzigartige internationale Karriere startete. 

Von ihr zeugen mehr als 100 CD-Veröffentlichungen und über 20 Grammy-Nominierungen sowie zwei Grammy Awards. Legendär wurde das Trio, in dem er gemeinsam mit Jacqueline du Pré und Daniel Barenboim musizierte. Heute spielt er vor allem im Zukerman Trio – an seiner Seite seine Frau, die Cellistin Amanda Forsyth, und der Pianist Shai Wosner. Als engagierter Lehrer und Förderer junger Musiker ist er seit über 30 Jahren Vorsitzender des »Pinchas Zukerman Performance Program« an der Manhattan School of Music und unterrichtet an renommierten Institutionen in Großbritannien, Israel, China und Kanada. Zukerman ist außerdem auch als Dirigent tätig, so stand er 1990 auch am Pult der Berliner Philharmoniker.

Thomas Timm

Thomas Timm stammt aus einer Leipziger Musikerfamilie und ist seit Herbst 2000 Erster Stimmführer der Gruppe der Zweiten Violinen bei den Berliner Philharmonikern. Seine Laufbahn als Orchestermusiker begann der Geiger, der bei Klaus Hertel, Zakhar Bron und Igor Ozim studiert hat, als Erster Konzertmeister an der Dresdner Semperoper, ehe er kurz darauf zu den Philharmonikern wechselte. 

Als Solist konzertierte er mit dem Leipziger Gewandhausorchester, dem MDR-Sinfonieorchesters und den Berliner Philharmonikern, zuletzt als eine der Soloviolinen in Mozarts Concertone. Thomas Timm, mehrfacher Preisträger und Stipendiat renommierter Wettbewerbe und Stiftungen, ist ein leidenschaftlicher Kammermusiker, der bei verschiedenen Kammermusikprojekten des Orchesters mitwirkt, zuletzt im April 2026 in einem Konzert mit Janine Jansen. Seit 2003 gibt er sein Wissen als Dozent an der Karajan-Akademie weiter.

Amihai Grosz

Amihai Grosz ist seit 2010 Erster Solobratscher der Berliner Philharmoniker. Der aus Jerusalem stammende Musiker wechselte mit elf Jahren von der Geige zur Viola. Er studierte bei David Chen an der Jerusalem Academy of Music, bei Tabea Zimmermann an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und bei Haim Taub am Keshet Eilon Music Center. Frühzeitig erhielt er verschiedene Stipendien und Preise und war Mitglied der Young Musicians Group des Jerusalem Music Center. 

Amihai Grosz spielte viele Jahre im berühmten Jerusalem Quartet, ehe er sich entschied, Orchestermusiker zu werden. Darüber hinaus ist der Bratschist ein gefragter Solist und Kammermusikpartner. Mit seinen Orchesterkolleg*innen musiziert er im Ensemble Made in Berlin und im Philharmonischen Oktett. Im Januar 2025 spielte Amihai Grosz den Solopart in der Uraufführung von Donghoon Shin Bratschenkonzerts Threadsuns.

Naoko Shimizu

Naoko Shimizu, seit 2001 Solobratscherin der Berliner Philharmoniker, studierte zunächst Violine in Tokio, bevor sie 1992 zur Bratsche wechselte. 1994 kam sie nach Deutschland, wo sie ihre Studien bei Nobuko Imai in Detmold fortsetzte. Sie gewann Preise unter anderem beim ARD-Wettbewerb in München und bei den Young Concert Artist International Auditions in den USA. Als Solistin trat sie mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchestre de la Suisse Romande, den Budapest Strings und zahlreichen japanischen Orchestern auf. 

Mit großer Leidenschaft widmet sie sich der Kammermusik. So spielt sie gemeinsam mit Orchesterkolleg*innen im Philharmonischen Streichquartett und gastiert bei bedeutenden Festivals wie dem Kammermusikfest Lockenhaus und dem Marlboro Music Festival. Neben ihrer Konzerttätigkeit gibt Naoko Shimizu Meisterkurse im In- und Ausland.

Bruno Delepelaire

Bruno Delepelaire führt seit 2013 als Erster Solocellist die Cellogruppe der Berliner Philharmoniker an. Er studierte am Pariser Konservatorium bei Philippe Muller, an der Universität der Künste bei Jens Peter Maintz und bei Ludwig Quandt an der Karajan-Akademie, von der aus er gleich den Sprung zu den Berliner Philharmonikern schaffte. Außerdem besuchte er Meisterkurse bei Wolfgang Emanuel Schmidt, François Salque und Wolfgang Boettcher. 

Als Solist ist Bruno Delepelaire, mehrfacher Preisträger renommierter Wettbewerbe, wiederholt in den Konzerten der Berliner Philharmoniker sowie auch bei anderen internationalen Orchestern aufgetreten. Außerdem engagiert sich Bruno Delepelaire auch kammermusikalisch – in dem von ihm 2011 mitbegründeten Quatuor Cavatine sowie im Berlin Piano Quartet und den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker.

Olaf Maninger

Olaf Maninger kam 1995 in die Cellogruppe der Berliner Philharmoniker, ein Jahr später übernahm er die Position des Solocellisten. Der Schüler von János Starker und Boris Pergamenschikow verfügt jedoch nicht nur über musikalische, sondern auch über unternehmerische Begabung: Von 1997 bis 2002 war Olaf Maninger Geschäftsführer der Berliner Philharmoniker GbR. Seit Gründung der Stiftung Berliner Philharmoniker im Jahr 2002 übt er diese Funktion als Medienvorstand weiter aus und ist außerdem Mitglied des Stiftungsvorstands.

Er war maßgeblich an der Konzeption der Digital Concert Hall beteiligt und ist seit 2008 Geschäftsführer der Berlin Phil Media GmbH. Zudem ist er Mitglied der 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker und musiziert auch in verschiedenen anderen philharmonischen Ensembles.

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