Musikfest Berlin
Auf Einladung der Berliner Philharmoniker
Info
Wenn sie am Spieltisch der Orgel Platz nimmt, glaubt man ein großes Symphonieorchester zu hören – inklusive raffinierter Soli von Flöten, Posaunen und anderen Bläserstimmen. Denn Shin-Young Lee liebt Programme, in denen sie originales Repertoire mit Orgeltranskriptionen berühmter Orchesterwerke kombiniert. Gemeinsam mit Marie-Pierre Langlamet, Harfenistin der Berliner Philharmoniker, präsentiert die international gefeierte Konzertorganistin beim Musikfest Berlin ein spektakuläres Programm, das von Liszts virtuoser Konzertetüde Un sospiro (bei welcher der Eindruck dreier Hände auf der Tastatur entsteht) bis zu Louis Viernes Paradestück Carillon de Westminster reicht.
Besetzung
Shin-Young Lee Orgel
Marie-Pierre Langlamet Harfe
Programm
Alexander Borodin
Fürst Igor: Polowetzer Tänze (Bearbeitung für Orgel von Shin-Young Lee)
Franz Liszt
Trois Études de concert: Nr. 3 Un sospiro (Bearbeitung für Orgel und Harfe von Marco-Enrico Bossi)
Marie-Pierre Langlamet Harfe
Georg Friedrich Händel
Cembalosuite Nr. 7 g-Moll HWV 432: 6. Satz Passacaglia (Bearbeitung für Orgel von Shin-Young Lee)
Georg Friedrich Händel
Orgelkonzert op. 4 Nr. 6 B-Dur HWV 294 (Bearbeitung für Harfe und Orgel mit einer Kadenz von Marcel Grandjany)
Marie-Pierre Langlamet Harfe
Camille Saint-Saëns
Samson et Dalila: »Mon cœur sʼouvre à ta voix« (Bearbeitung für Orgel von Shin-Young Lee)
Gustav Mahler
Symphonie Nr. 5: Adagietto (Bearbeitung für Orgel und Harfe von Joachim Dorfmüller)
Marie-Pierre Langlamet Harfe
Louis Vierne
Carillon de Westminster op. 54 Nr. 6
Serviceinformationen
Dauer ca. 1 Stunde und 10 Minuten
Großer Saal
25 €
Abo Z: Orgel
Die international gefeierte Konzertorganistin liebt Programme, in denen sie originales Repertoire für Orgel mit Transkriptionen berühmter Orchesterwerke kombiniert. Shin-Young Lee gastierte in führenden Sälen auf fünf Kontinenten, darunter in der Philharmonie de Paris, im Göteborger Konserthus und der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles. Außerdem trat sie bei renommierten Festivals in Lahti, Chartres, Reykjavík, Montréal, Haarlem und Toulouse auf.
Ein besonderes Anliegen ist ihr die Erweiterung des Orgelrepertoires. Neben Auftragswerken realisierte sie Transkriptionen von Bach, Saint-Saëns, Borodin, Ravel und Prokofjew. Als gefragte Pädagogin gibt sie Meisterkurse und wirkt in internationalen Wettbewerbsjurys mit. 2024 war sie Gastkünstlerin an der Yale University. Shin-Young Lee stammt aus einer musikalischen Familie und begann ihre künstlerische Ausbildung bereits in früher Kindheit. Nach ihrem Bachelor-Abschluss an der Yonsei-Universität in Seoul setzte sie ihr Studium an der Schola Cantorum Basiliensis und am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris fort, das sie mit Bestnoten abschloss.
Marie-Pierre Langlamet ist seit 1993 Mitglied der Berliner Philharmoniker und konzertiert überdies weltweit als Solistin mit renommierten Kammermusikensembles und Orchestern, beispielsweise dem Israel Philharmonic Orchestra und dem Orchestre de la Suisse Romande; hinzu kommen zahlreiche Soloabende. Ihre musikalische Ausbildung erhielt sie am Konservatorium in Nizza bei Elizabeth Fontan-Binoche. Später nahm sie an Meisterkursen von Jacqueline Borot und Lily Laskine teil.
Bereits als Jugendliche gewann sie mehrere internationale Wettbewerbe, mit 17 Jahren wurde sie Soloharfenistin im Opernorchester von Nizza. Diese Position gab sie ein Jahr später wieder auf, um ihre Studien am Curtis Institute of Music in Philadelphia fortzusetzen. Von 1988 bis zu ihrer Aufnahme bei den Berliner Philharmonikern war sie stellvertretende Soloharfenistin der Metropolitan Opera New York. Seit 1995 unterrichtet Marie-Pierre Langlamet an der Karajan-Akademie, außerdem lehrt sie an der Universität der Künste Berlin.
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