Gastspiel des Kyiv Symphony Orchestra

Das Kyiv Symphony Orchestra sitzt auf der Bühne beim Schlussapplaus. Der Dirigent Christian Blex verbeugt sich. Im Vordergrund sind klatschende Menschen zu sehen.
Kyiv Symphony Orchestra | Bild: Lena Laine

Konzertinformationen

Auf Einladung der Berliner Philharmoniker


Info

Seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs ist das Kyiv Symphony Orchestra als musikalischer Botschafter seines Landes quer durch Europa unterwegs. Gegründet 1979, zählt es heute dank der Leidenschaft, Ausdruckskraft und spielerischen Qualität seiner Mitglieder zu den Spitzenorchestern Osteuropas. Seit 2023 steht es unter der Patenschaft der Berliner Philharmoniker und überrascht in der Philharmonie regelmäßig mit ungewöhnlichen Programmen. Dabei bieten vor allem Werke ukrainischer Komponisten spannende Hörerlebnisse. In dieser Saison steht Christian Blex am Dirigentenpult des Orchesters. 


Besetzung

Kyiv Symphony Orchestra
Christian Blex Dirigent
Noah Bendix-Balgley Violine
Jean-Guihen Queyras Violoncello
Vadym Kholodenko Klavier


Programm

Mychajlo Werbyzkyj
Symphonie Nr. 6 Es-Dur

Ludwig van Beethoven
Tripelkonzert C-Dur op. 56

Noah Bendix-Balgley Violine, Jean-Guihen Queyras Violoncello, Vadym Kholodenko Klavier

Pause

Antonín Dvořák
Symphonie Nr. 7 d-Moll op. 70


Serviceinformationen

Dauer ca. 2 Stunden (inkl. 20 Minuten Pause)


Termine und Tickets


Kammermusiksaal

17 bis 40 €

Hintergrund

Biografie

Kyiv Symphony Orchestra

Das Kyiv Symphony Orchestra (KSO) ist bekannt für sein Engagement für das musikalische Erbe der Ukraine und spielt eine wichtige Rolle bei der Repräsentation der ukrainischen Kultur auf der internationalen Bühne. Das Repertoire des 1979 egründeten Orchesters reicht vom 16. Jahrhundert bis zur jüngeren Generation heutiger Komponistinnen und Komponisten; regelmäßig präsentiert das Ensemble ukrainische Werke im Dialog mit dem westeuropäischen Repertoire. 2022 gastierte es auf seiner Tour durch Europa unter anderem im Prager Rudolfinum und im Leipziger Gewandhaus, in der Philharmonie Berlin, der Nationalphilharmonie in Warschau, der Pariser Philharmonie und der Hamburger Elbphilharmonie. Im thüringischen Gera fand es im Sommer 2022 eine vorübergehende Heimat; 2023 übernahmen die Berliner Philharmoniker die Patenschaft für das Kyiv Symphony Orchestra. Seit August 2024 hat das KSO eine Residenz in Monheim am Rhein als Teil der Monheimer Kulturwerke.

Christian Blex

Der Gewinner des Siemens Conductors Scholarship ist seit 2023 Assistenzdirigent des Gustav-Mahler-Jugendorchesters. Als Stipendiat der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker assistierte er zuvor Chefdirigent Kirill Petrenko und Gastdirigenten wie Daniel Harding, Gustavo Dudamel oder Tugan Sokhiev bei Konzertaufführungen und leitete zudem eigene Projekte mit der Karajan-Akademie. Christian Blex studierte in der Dirigierklasse von Ole Kristian Ruud an der Norwegischen Musikakademie. Zudem absolvierte er Meisterkurse bei Hannu Lintu, Jorma Panula, Vasily Petrenko und anderen. Christian Blex arbeitete mit dem Leipziger Gewandhausorchester, den Bamberger Symphonikern und dem Schwedischen Radiosymphonieorchester.

Noah Bendix-Balgley

Der aus North Carolina stammende Geiger war von 2011 bis 2015 Erster Konzertmeister des Pittsburgh Symphony Orchestra, bevor er in gleicher Funktion zu den Berliner Philharmonikern wechselte. Noah Bendix-Balgley tritt auch als Solist mit führenden Orchestern in aller Welt auf – natürlich auch in Konzerten der Berliner Philharmoniker. Als leidenschaftlicher Kammermusiker spielt er in mehreren festen Ensembles, etwa im Trio mit dem Pianisten Robert Levin und dem Cellisten Peter Wiley sowie im genreübergreifenden Septett Philharmonix mit Mitgliedern der Berliner und Wiener Philharmoniker. Darüber hinaus ist er ein begeisterter Interpret traditioneller Klezmer Musik und mit weltberühmten Ensembles wie Brave Old World aufgetreten.

Jean-Guihen Queyras

Der vielseitige Cellist widmet sich gleichermaßen Alter und Neuer Musik und brachte zahlreiche Werke, etwa von Bruno Mantovani, Michael Jarrell und Thomas Larcher, zur Uraufführung. Als Kammermusiker arbeitet er unter anderem mit Isabelle Faust und Alexander Melnikov zusammen, außerdem ist er weltweit mit führenden Orchestern zu hören. Jean-Guihen Queyras studierte in Lyon und Freiburg sowie an der Juilliard School und am Mannes College of Music in New York. Prägend war seine Zusammenarbeit mit Pierre Boulez als langjähriger Solocellist des Ensemble intercontemporain. Er ist seit 2011 Professor an der Musikhochschule Freiburg und künstlerischer Leiter des Festivals Rencontres Musicales de Haute-Provence.

Vadym Kholodenko

Vadym Kholodenko, Gewinner des Cliburn-Klavierwettbewerbs 2013, zählt zu den international profilierten Pianisten seiner Generation. Er konzertiert mit führenden Orchestern wie dem Philadelphia Orchestra, dem Royal Philharmonic Orchestra und dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg und arbeitet regelmäßig mit renommierten Dirigenten zusammen. Seine Einspielungen wurden mehrfach mit Preisen, darunter einem Diapason d’Or, ausgezeichnet. Vadym Kholodenko wurde in Kiew geboren und trat bereits mit 13 Jahren international auf. Er studierte er am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium bei Vera Gornostajewa. Als Kammermusiker arbeitet er mit Künstlern wie Vadim Repin und dem Belcea Quartett zusammen.

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