Auf Einladung der Berliner Philharmoniker
Info
Keine Konzertsaison ohne Auftritt des Bundesjugendorchesters, dem »Patenkind« der Berliner Philharmoniker. Deutschlands beste Nachwuchstalente zwischen 14 und 24 Jahren kommen dieses Mal mit dem Bundesjazzorchester zusammen und präsentieren Jazz-Highlights von Leonard Bernstein, Duke Ellington und Wynton Marsalis. Dass auch klassische Komponist*innen ein Gespür für Swing besitzen, beweisen Darius Milhauds La Création du monde und Sofia Gubaidulinas Revuemusik. Ebenfalls Jazz im Blut haben Libor Šíma, dessen Sledgehammer reloaded aufgeführt wird, und die Sängerin Malika Tirolien, die als Stargast ihre Grow Suite präsentiert.
Besetzung
Bundesjugendorchester
Bundesjazzorchester
Jonathan Stockhammer Dirigent
Malika Tirolien Gesang
Sebastian Sternal Einstudierung (Bundesjazzorchester)
Programm
Wynton Marsalis
Swing Symphony: 4. Satz Manhattan to LA
Darius Milhaud
La Création du monde (Bearbeitung von Fabia Mantwill)
Sofia Gubaidulina
Revuemusik für Symphonieorchester und Jazzband
Duke Ellington
Night Creature
Pause
Leonard Bernstein
On the Town: 3 Dance Episodes
Libor Šíma
Sledgehammer reloaded, Kompositionsauftrag des Deutschen Musikrates, ermöglicht durch die Prof. Dr. Ernst Langner Stiftung
Malika Tirolien
Grow Suite (Bearbeitung von Stefan Behrisch), Koproduktion mit dem National Arts Centre Ottawa
Serviceinformationen
Dauer ca. 2 Stunden und 15 Minuten (inkl. 20 Minuten Pause)
Großer Saal
9 bis 45 €
»Ich merke genau, dass diese Jugendlichen unbedingt ihr Bestes geben wollen, vielleicht sogar noch mehr«, so Kirill Petrenko über die Mitglieder des Bundesjugendorchesters (BJO). Wenn die zu ihren Instrumenten greifen, begeistern sie mit überbordender Energie und beachtlicher Professionalität Publikum, Kritik und Dirigent*innen gleichermaßen. Dabei haben die zwischen 14 und 19 Jahre jungen Musiker*innen des BJO ihr reguläres Musikstudium in der Regel noch vor sich – vorausgesetzt, dass sie sich hierfür entscheiden.
Denn die Absicht, die Musik zum Beruf zu machen, gehört nicht zu den Voraussetzungen für die Aufnahme in das vom Deutschen Musikrat getragene Orchester. Hier geht es vielmehr um die Liebe zur Musik, den Wunsch, ein Teamplayer zu sein und um hohes technisches Können. 2013 haben die Berliner Philharmoniker eine Patenschaft für die außergewöhnliche Nachwuchsformation übernommen, weshalb sie die jungen Musiker*innen jährlich nach Berlin einladen. Viele ehemalige Mitglieder des Bundesjugendorchesters spielen heute in Profiorchestern oder sind bekannte Solist*innen geworden, etwa Sabine Meyer, Christian Tetzlaff oder Tabea Zimmermann. Tourneen führten das BJO, das unter anderem von Herbert von Karajan, Kurt Masur, Gustavo Dudamel, Sir Simon Rattle und Kirill Petrenko dirigiert wurde, durch ganz Europa sowie nach Nord- und Südamerika, Asien und Afrika.
Das Bundesjazzorchester (Bujazzo) – das offizielle Jugendjazzorchester der Bundesrepublik Deutschland – ist eine weltweit einzigartige Institution mit einer klaren Mission: die Spitzenförderung des musikalischen Nachwuchses im Jazzbereich. Die zwischen 17 und 24 Jahre alten Mitglieder studieren nahezu ausnahmslos an deutschen und internationalen Musikhochschulen, wobei jedes der jungen Talente nach bestandenem Vorspiel für maximal zwei Jahre in die Förderung aufgenommen wird.
In dieser Zeit arbeiten die Musiker*innen mit wechselnden Gastdirigent*innen und einem internationalen Dozent*innenteam zusammen, das für musikalische Unterstützung auf höchstem Niveau sorgt und ein professionelles Umfeld mit optimalen Rahmenbedingungen schafft. In der Jazzszene gilt das Bujazzo als Sprungbrett für eine erfolgreiche Karriere: Unter den rund 900 Absolvent*innen finden sich so herausragende Musiker*innen wie Till Brönner, Roger Cicero, Julia Hülsmann und Michael Wollny – Namen, die die internationale Jazzszene nachhaltig prägen. Das 1987 gegründete Orchester erarbeitet mit dem künstlerischen Leitungsteam abwechslungsreiche Programme, die im In- und Ausland präsentiert werden. Das Bujazzo wurde unter anderem mit dem Deutschen Musikpreis (1997), dem Jazzpreis des Westdeutschen Rundfunks (2010) und dem Frankfurter Musikpreis (2018) ausgezeichnet.
Jonathan Stockhammer studierte Komposition an der University of California bei Ian Krouse und Stephen Hartke sowie Dirigieren an der University of Southern California bei Daniel Lewis. Bereits während seines Studiums sprang der amerikanische Dirigent kurzfristig beim Los Angeles Philharmonic ein und wurde anschließend von Esa-Pekka Salonen gefördert. Nach seinem Wechsel nach Deutschland arbeitete Stockhammer als Assistent von Peter Eötvös.
Heute dirigiert er führende Orchester und Spezialensembles Neuer Musik und ist regelmäßig bei renommierten Festivals etwa in Salzburg, Luzern, Donaueschingen und Wien zu Gast. Ein Höhepunkt seiner Karriere war die ausverkaufte Neuproduktion von Philip Glass’ Oper Akhnaten in der Regie von Barrie Kosky an der Komischen Oper Berlin.
Malika Tirolien stammt von der französischen Karibikinsel Guadeloupe und studierte Jazzgesang an der Universität von Montrel. In der dortigen Szene machte sie schnell mit verschiedenen Ensembles auf sich aufmerksam und gründete mit Mitgliedern des Kalmunity Vibe Collective die Band Groundfood, die als Vorgruppe für das US-amerikanische Musiker*innen-Kollektiv Snarky Puppy auftrat.
Durch die Zusammenarbeit mit Snarky Puppy für das Grammy-prämierte Album Family Dinner Vol. 1 wurde Tirolien international bekannt. Mit der Band Bokanté, mit der sie die für den Grammy nominierten Alben Higher und What Heat herausbrachte, tourte Tirolien durch über 20 Länder. Ihr jüngstes Projekt, das Duo GeminiCrab, veröffentlichte im November 2024 sein erstes Album.
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