Gruppenbild des Orchesters vor dramatischem Himmel
Mahler Chamber Orchestra | Bild: Molinavisuals
Antoine Tamestit hält imaginär sein Instrument in den Händen.
Antoine Tamestit | Bild: Julien Mignot

    Konzertinformationen

    Auf Einladung der Berliner Philharmoniker


    Info

    Antoine Tamestit begeistert mit seinem dunklen, warmen Bratschenton und musikalischer Erzählkunst. Mit dem Mahler Chamber Orchestra gestaltet er ein Programm voller emotionaler Tiefe und spannender Kontraste: Neben Auszügen aus der Kunst der Fuge und Chorälen von Johann Sebastian Bach erklingt Paul Hindemiths anrührende Trauermusik für Viola und Orchester, ein musikalischer Nachruf auf den englischen König George V. Fragil, suchend und zweifelnd tritt die Bratsche in Alfred Schnittkes expressivem Monolog auf. In seiner innigen Kammersymphonie beklagt Dmitri Schostakowitsch die Opfer von Krieg und Faschismus.


    Besetzung

    Mahler Chamber Orchestra
    Antoine Tamestit Viola


    Programm

    Johann Sebastian Bach
    »Vor deinen Thron tret’ ich hiermit«, Choral BWV 327

    Paul Hindemith
    Trauermusik für Viola und Streichorchester

    Johann Sebastian Bach
    Die Kunst der Fuge BWV 1080: Contrapunctus I

    Johann Sebastian Bach
    Die Kunst der Fuge BWV 1080: Contrapunctus III

    Alfred Schnittke
    Monolog für Viola und Streichorchester

    Pause

    Johann Sebastian Bach
    Die Kunst der Fuge BWV 1080: Contrapunctus II

    Johann Sebastian Bach
    Die Kunst der Fuge BWV 1080: Contrapunctus IV

    Dmitri Schostakowitsch
    Kammersymphonie c-Moll op. 110a (Orchestrierung von Rudolf Barschai)

    Johann Sebastian Bach
    »Vor deinen Thron tret’ ich hiermit«, Choral BWV 668


    Serviceinformationen

    Dauer ca. 2 Stunden (inkl. 20 Minuten Pause)



    Kammermusiksaal

    12 bis 31 €

    Abo O: Internationale Kammerorchester

    Biografie

    Mahler Chamber Orchestra

    Dank seines nuancenreichen, durchsichtigen und kraftvollen Klangs gehört das Mahler Chamber Orchestra zu den besten Kammermusikformationen der Welt. Es wurde 1997 von ehemaligen Mitgliedern des Gustav Mahler Jugendorchesters gegründet, dessen damaliger Chefdirigent Claudio Abbado das Ensemble in den Anfangsjahren maßgeblich begleitete. Das Mahler Chamber Orchestra ist ein freies und selbstbestimmtes Ensemble, das sich als »nomadisches Kollektiv« versteht, das regelmäßig zu Projekten und Tourneen in Europa und weltweit zusammenkommt. Der Kern des Orchesters besteht aus 45 Mitgliedern aus 20 Ländern. 

    Der charakteristische Klang entsteht durch einen intensiven künstlerischen Dialog, der durch eine kammermusikalische Musizierhaltung geprägt ist. Das Orchester verbindet eine langjährige künstlerische Partnerschaft mit Daniel Harding, seinem heutigen Ehrendirigenten, sowie mit seinem künstlerischen Berater Daniele Gatti. Weitere Partner sind die Pianistinnen Mitsuko Uchida und Yuja Wang. Pflegte das Mahler Chamber Orchestra anfangs vor allem das klassisch-romantische Repertoire, so kam im Laufe der Zeit auch zeitgenössische Musik hinzu. Das Mahler Chamber Orchestra ist regelmäßiger Gast in den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker. Seit 2024 hat das Orchester die künstlerische Leitung der Musikwoche Hitzacker inne.

    Antoine Tamestit

    »Als leidenschaftlicher Musiker spiele ich Rezitals, Konzerte und Kammermusik auf der ganzen Welt. Ich liebe es zu reisen und Musik mit dem Publikum und Menschen verschiedener Kulturen zu teilen.« Das sagt Antoine Tamestit, dessen Stradivari-Bratsche »kaum höher oder tiefer als eine Violine« klingt. »Ich glaube, der Klang ist einzigartig, besonders warm, wie der eines italienischen Opernsängers.« Der für seine Technik und seinen farbenreichen Ton geschätzte Antoine Tamestit gilt als einer »der besten Bratschisten der Welt« (Deutschlandfunk). Er studierte am Pariser Konservatorium, an der Yale University sowie bei Tabea Zimmermann in Berlin und gewann mehrere renommierte Wettbewerbe. 

    Als Solist und Gründungsmitglied des Trio Zimmermann (gemeinsam mit Frank Peter Zimmermann und Christian Poltera) ist er mit einem breit gefächerten Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart auf allen wichtigen Podien der Welt zu hören. Sein großes Engagement für zeitgenössische Musik zeigt sich in zahlreichen Uraufführungen neuer Werke wie dem Violakonzert von Jörg Widmann, Remnants of songs von Olga Neuwirth oder dem Konzert für zwei Bratschen von Bruno Mantovani. Antoine Tamestit war zehn Jahre lang Programmdirektor des Viola Space Festivals in Japan, wo er sich auf die Entwicklung des Bratschenrepertoires und eines breiten Spektrums von pädagogischen Programmen konzentrierte.