Kirill Gerstein am Klavier
Kirill Gerstein | Bild: Marco Borggreve

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Sie gehören zwei unterschiedlichen musikalischen Welten an: Franz Liszt und Johannes Brahms. Liszt, der weltgewandte Tastenvirtuose, verstand sich als Programmmusiker, ließ sich von Literatur und Kunst inspirieren. Seine Tre Sonetti del Petrarca sind poetische Meditationen über die Liebe, seine Fantasia quasi Sonata ein musikalischer Höllenritt durch Dantes Inferno. Der eher introvertierte Brahms hingegen wollte klassische Formen weiterentwickeln – und füllte sie mit Witz, Leidenschaft und pianistischer Raffinesse. Kirill Gerstein bringt die Klanguniversen beider Komponisten mit packender Energie zum Leuchten.


Besetzung

Kirill Gerstein Klavier


Programm

Franz Liszt
Tre Sonetti del Petrarca

Franz Liszt
Après une lecture du Dante: Fantasia quasi Sonata

Pause

Johannes Brahms
Scherzo es-Moll op. 4

Johannes Brahms
Klaviersonate Nr. 3 f-Moll op. 5


Serviceinformationen

Dauer ca. 2 Stunden (inkl. 20 Minuten Pause)



Kammermusiksaal

17 bis 40 €

Abo U: Klavier

Klavier als Heimat
Der Pianist Kirill Gerstein im Porträt

Kirill Gerstein | Bild: Marco Borggreve

Seit seinem Debüt bei den Berliner Philharmonikern 2016 ist der Pianist Kirill Gerstein immer wieder ein gern gesehener Gast – mit dem Orchester, aber auch als Solokünstler. Zum Klavier fand der schon früh begabte Gerstein über Jazzmusik, heute ist seit Repertoire breit gefächert: von Barockmusik bis zur Moderne, doch er gilt auch als Verfechter zeitgenössischer Musik. Ein Porträt


Biografie

Kirill Gerstein

Kirill Gersteins Markenzeichen ist sein transparentes, schwereloses Spiel selbst in den wuchtigsten Passagen. Bei ihm wirkt alles entspannt und selbstverständlich, gleichzeitig scheint jeder Ton perfekt platziert. Dabei denkt der gebürtige Russe durch und durch kammermusikalisch. Egal, ob er als Solist mit einem Orchester auftritt, Teil eines Ensembles ist oder einen Soloabend gibt. Seine Karriere begann im Jahr 2000 mit seinem Konzertdebüt beim Tonhalle-Orchester Zürich, 2001 gewann er den Internationalen Arthur Rubinstein Wettbewerb in Tel Aviv und im Jahr darauf wurde er mit dem Gilmore Young Artist Award ausgezeichnet. Es folgten erfolgreiche Debüts unter anderem bei der Staatskapelle Dresden, den Münchner und den Wiener Philharmonikern sowie 2016 bei den Berliner Philharmonikern. Kirill Gerstein wuchs in zwei musikalischen Welten auf. Anfangs interessierte er sich vor allem für Jazz und studierte zwei Jahre als jüngster Stipendiat am Berklee College of Music in Boston Jazzklavier, doch letztlich entschied er sich für die klassische Musik und studierte bei Solomon Mikowsky in New York und bei Dmitri Baschkirow in Madrid. Die Auseinandersetzung mit dem Jazz sieht er als wichtigen Baustein seiner künstlerischen Entwicklung: »Ich habe gelernt, dass Musik mehr ist als die schwarzen Punkte auf dem Papier. Meine Erfahrungen mit dem Improvisieren und dem Timing im Jazz beeinflussen in gewisser Weise die Art, wie ich Klassik spiele.«