Subventionsgeber

Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Klaus Lederer
(Foto: Lena Ganssmann)

Liebe Konzertgäste der Berliner Philharmoniker,

Viel zu lange mussten wir alle viel zu viel entbehren – die Pandemie zwang uns manche Bürde, manche Einschränkung und manchen Verzicht auf. Und sie tut dies noch. Mit Impfen und Vorsicht aber holen wir uns die ersehnten vollen Säle, die Kultur und den Zauber der Musik zurück. Es begeistert mich zu sehen, mit wieviel Elan und Ideen auch die Berliner Philharmoniker in diese neue Saison gehen, voller Lust, hoffentlich und endlich wieder in gewohnter Exzellenz ihr Publikum in Berlin und auf (nachgeholten) Tourneen in der Welt zu begeistern. Zwei Schwerpunkte möchte ich Ihnen, verehrtes Publikum, ans Herz legen: Zum einen die Fortführung einer mittlerweile kleinen Reihe, eines neuen Festivals, das sich in dieser Saison der Moderne der 50er- und 60er-Jahre und hier besonders der Musik von György Ligeti widmet, der Berlin sehr verbunden war. Hier zeigt sich, wie innovativ diese oft als »muffig« beschriebenen Nachkriegsjahre zumindest auf dem Gebiet der Musik waren. Zusätzlichen Background schafft ein 50er-Jahre-Schlagerabend mit Tim Fischer.

Zum anderen feiern die Berliner Philharmoniker das 20-jährige Bestehen des Education-Programms. Hier wird klassische Musik vor allem Kindern und Jugendlichen aus  benachteiligten Stadtteilen nahegebracht. Beides unterstreicht die Bedeutung der Philharmoniker für das lebendige, innovative Berlin: Sie sind nicht nur ein ausgezeichnetes Orchester in der Mitte der Stadt mit der Philharmonie und ihrer einmaligen Akustik – ihr Selbstverständnis als kulturelle Institution mit sozialer Verantwortung führt sie aus dem Konzertsaal heraus zu den sozialen Brennpunkten unserer Stadt.

Ich wünsche uns allen unvergessliche Konzerterlebnisse.
Herzliche Grüße

Ihr

Dr. Klaus Lederer
Senator für Kultur und Europa

Staatsministerin für Kultur und Medien

Claudia Roth
(Foto: Kristian Schuller)

Liebe Freundinnen und Freunde der Berliner Philharmoniker,

Gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern wollen wir hoffnungsvoll in die neue Konzertsaison starten. Wir hoffen darauf, dass sich das Haus wieder ohne Einschränkungen mit einem begeisterten Publikum füllt und die Philharmoniker wieder zu Gastspielen in die wichtigen Musikzentren der Welt reisen können. Doch der schreckliche Krieg in der Ukraine hat vieles verändert, Gräben haben sich aufgetan, die wir überwunden glaubten. Neben der Hilfe für die Menschen vor Ort und für Flüchtlinge und Vertriebene wird es jetzt wichtig sein, die kulturelle Zusammenarbeit und den künstlerischen Austausch mit den  demokratischen Kräften in allen Ländern zu verstärken. Wer Musik macht, weiß: Wir müssen und wir können einander zuhören. Sie zeigt uns, wie es geht.

Im übertragenen Sinn passt da das Thema »Identitäten«, mit dem die Philharmoniker die neue Konzertsaison verknüpfen. Es geht um das Selbstverständnis und die Selbsterkenntnis von Künstlerinnen und Künstlern, es geht um Weltsichten, um Reflexionen und um Visionen von Gesellschaft. In diesem Sinne erwartet uns ein vielfältiges Programm, das uns das erneute Hören etablierter Werke, aber auch die Begegnung mit seltenen oder hier noch nie gehörten Kompositionen ermöglicht.

Ich begrüße auch sehr, dass sich das Haus in einer eigenen kleinen Reihe der Musik anderer Kulturen öffnet. Die Virtuosität kurdischen Gesangs, die unerklärliche Leidenschaft des Fado, die Klangfarben und die Stimmgewalt eines südafrikanischen Cellisten oder das zusammentreffen indischer und europäischer Instrumente – dieser Reichtum der Musik gehört nach Berlin, gehört auch auf diese Bühne, denn sie schafft Brücken in unsere diverse Gesellschaft. Ganz in diesem Sinne muss auch die Fortsetzung des Education-Programms der Berliner Philharmoniker gewürdigt werden, das seit nun 20 Jahren beispielhaft vor allem junge Menschen an Musik und an das Singen und Musizieren heranführt.

Ich wünsche Ihnen berührende musikalische Erlebnisse und eine erfahrungsreiche Konzertsaison. Bleiben Sie gesund!

Ihre

Claudia Roth MdB
Staatsministerin für Kultur und Medien