Russisch, romantisch, modern

Die Orchesterkonzerte der Saison 2020/21

Vor gerade einem Jahr hat Kirill Petrenko sein Amt als philharmonischer Chefdirigent angetreten – jetzt geht es weiter, und der Zauber des Anfangs ist immer noch spürbar. Mit der Saison 2020/21 beendet Kirill Petrenko seine Amtszeit als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper und wird sich ganz den Berliner Philharmonikern widmen. So kann er mit dem Orchester programmatische Leitlinien weiterentwickeln, etwa im Fokus auf die deutsch-österreichische Klassik, Romantik und Spätromantik – für Kirill Petrenko die »wichtigste Säule unserer Zusammenarbeit«. Hierfür stehen in der neuen Saison Werke von Brahms, Strauss, Mendelssohn und Mozart.

Eine weitere Leidenschaft Kirill Petrenkos gilt der russischen Musik, wie zwei Opernproduktionen zeigen. Da ist zunächst Tschaikowskys gleichermaßen subtiles und brutales Kriegsdrama Mazeppa – szenisch bei den Osterfestspielen und konzertant in der Philharmonie zu erleben. Mit Rachmaninows ekstatischem Liebesdrama Francesca da Rimini steht eine weitere Opernrarität auf dem Programm. Überhaupt verkörpert die Musik Russlands einen Schwerpunkt dieser Saison, wie Aufführungen von Werken von Prokofjew, Strawinsky und Schostakowitsch belegen. Dirigenten wie Semyon Bychkov, Daniele Gatti und Paavo Järvi leiten diese Konzerte.

Die Goldenen Zwanziger

Erstmals findet in der Saison 2020/21 die Biennale der Berliner Philharmoniker statt. Mit diesem neuen, alle zwei Jahre stattfindenden Festival widmen sich die Berliner Philharmoniker je einem spannenden Thema: in dieser Saison den Goldenen Zwanzigern. Kirill Petrenko ist natürlich auch hier dabei, unter anderem mit Kurt Weills Berliner Symphonie. Dazu gibt es Paul Hindemiths Skandaloper Mörder, Hoffnung der Frauen mit Donald Runnicles, Werke von Richard Strauss mit Christian Thielemann und vieles mehr.

Faszinierendes Fin de Siècle

Den Goldenen Zwanzigern benachbart ist ein weiterer Schwerpunkt: das zwischen Gegenwartseuphorie und Zukunftsangst changierende Fin de Siècle. Die Musik dieser Zeit können Sie etwa mit Mahlers Neunter Symphonie unter Kirill Petrenko und Herzog Blaubarts Burg von Bartók, dirigiert von Susanna Mälkki, erleben. Zudem steht in der anstehenden Saison erneut die zeitgenössische Musik im Fokus – diesmal mit entschieden weiblicher Prägung und Werken von Sofia Gubaidulina, Olga Neuwirth, Anna Thorvaldsdóttir, Unsuk Chin und Kaija Saariaho.

Alte und neue Freunde

Neben diesen programmatischen Grundlinien gibt es natürlich noch viel mehr zu entdecken: facettenreiche Konzertprogramme mit alten und neuen Freunden der Berliner Philharmoniker. Freuen Sie sich auf Dirigenten wie Daniel Barenboim, Herbert Blomstedt, Zubin Mehta, Andris Nelsons, Sir Simon Rattle und Tugan Sokhiev. Unter den Solisten nimmt die Bratschistin Tabea Zimmermann als Artist in Residence einen Sonderplatz ein. Zu den Geigerinnen und Geigern der Saison zählen Lisa Batiashvili, Baiba Skride und Frank Peter Zimmermann, zu den Pianisten Yefim Bronfman, Seong-Jin Cho, Igor Levit und Daniil Trifonov. Weitere Highlights sind zu erwarten, wenn der Countertenor Philippe Jaroussky und der Pianist Francesco Piemontesi bei den Berliner Philharmonikern debütieren. Die Berliner Philharmoniker freuen sich auf die Begegnung mit diesen spannenden Partnern – und natürlich mit Ihnen.


Unsere Gäste

Susanna Mälkki
(Foto: Simon Fowler)
Daniel Barenboim
(Foto: Peter Adamik)
Herbert Blomstedt
(Foto: Martin U. Lengemann)
Daniil Trifonov
(Foto: Dario Acosta)
Lisa Batiashvili
(Foto: Chris Singer)