Kammermusik, Jazz & Co

Die Highlights der Saison 2020/21

Made in Berlin

Die musikalische Welt der Berliner Philharmoniker ist vielfältig und spannend – auch jenseits der großen Orchesterkonzerte: vom Kammerorchester bis zur Orgelmatinee, vom Jazzkonzert bis zum klassischen Streichquartett, von der Musik des Barock bis zu zeitgenössischen Kompositionen. Ein großer Teil der Kammermusikkonzerte wird von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker bestritten. Es gehört zum Selbstverständnis der Orchestermusikerinnen und -musiker, sich mit Leidenschaft der Kammermusik zu widmen. Hier können sie ihre solistischen Qualitäten präsentieren und die Kunst des musikalischen Dialogs pflegen. Die Reihe Philharmonische Kammermusik bietet ihnen dafür ein geeignetes Podium: In dieser Saison feiern die Berliner Barock Solisten und ihr künstlerischer Leiter Reinhard Goebel den 25. Geburtstag des Ensembles mit einem Jubiläumskonzert, die Holz- und Blechbläsergruppen des Orchesters spielen in ungewöhnlichen Konstellationen, und die Schlagzeuger sind mit einem Soloprogramm zu erleben.

Kammermusik vom Feinsten

Zu den Gästen der Saison gehören zwei der besten Kammerorchester – und sie sorgen gleichzeitig für ein Wiedersehen mit mehreren Publikumslieblingen: Das Mahler Chamber Orchestra präsentiert die letzten drei Mozart-Symphonien mit Simon Rattle und ein weiteres Mozart-Programm mit Leif Ove Andsnes; das Chamber Orchestra of Europe tut sich mit Yuja Wang zusammen und spielt unter der Leitung von Roger Norrington, einem Grandseigneur der historischen Aufführungspraxis, Beethoven, Ives und Haydn. Ebenfalls ein Spezialist für Alte Musik ist Jordi Savall, der mit seinem Ensemble Hespèrion XXI in der Serie Originalklang eine musikalische Reise durch das Europa zwischen 1500 und 1700 unternimmt. Die Accademia del Piacere und die Sopranistin Nuria Rial hingegen legen den Fokus auf die spanische Musik des frühen 18. Jahrhunderts. In Arien der Barockzeit spüren der Countertenor Jakub Józef Orliński und Il pomo d’oro den verschiedenen Gesichtern der Liebe nach.

Gäste von Weltrang

Darüber hinaus gibt es auch ganz klassische Kammermusikreihen: In der Reihe Quartett hören Sie das Arditti Quartet, das in seinem Konzert ausschließlich Werke von Komponistinnen aufführt, sowie das Jerusalem und das Belcea Quartet. Außerdem gibt das mit Ray Chen und Musikern der Berliner Philharmoniker besetzte Ensemble Made in Berlin sein Debüt. Solisten der Serie Klavier sind Lang Lang und Piotr Anderszewski, die Werke von Johann Sebastian Bach interpretieren, außerdem Anna Vinnitskaya und Igor Levit. Zu den Stars der Reihe Vokal zählen die Mezzosopranistinnen Elīna Garanča und Lea Desandre sowie die Sopranistin Sabine Devieilhe.

Fast schon Kult

Nicht zu vergessen unsere Konzertserien, die bereits einen gewissen Kultstatus genießen: Die Reihe Jazz at Berlin Philharmonic präsentiert neben den drei großartigen Jazzpianisten Michael Wollny, Iiro Rantala und Leszek Możdżer, herausragende Jazzsängerinnen wie Kadri Voorand, Jazzmeia Horn und Solveig Slettahjell sowie Jazzinstrumentalistinnen. Der Philharmonische Salon, bei dem u. a. Dagmar Manzel, Ulrich Matthes, Michael Maertens und Max Hopp zu Gast sind, entführt uns in die Lebenswelten von Ludwig van Beethoven, E. T. A Hoffmann und der 1920er-Jahre. Auch die Orgel in der Philharmonie wartet auf ihren Einsatz – mit Newcomern wie Sebastian Heindl und berühmten Konzertorganisten wie Olivier Latry, Els Biesemans, Yves Castagnet und Jean-Baptiste Dupont: eine weitere farbige Facette in der Welt der philharmonischen Konzerte.

Elīna Garanča
(Foto: Holger Hage)
Belcea Quartet
(Foto: Marco Borggreve)
Lang Lang
(Foto: Gregor Hohenberg)
Accademia del Piacere
(Foto: Javier Diaz)
Jordi Savall
(Foto: David Ignaszewski)
Jakub Józef Orliński
(Foto: Michael Sharkey)
Dagmar Manzel
(Foto: Janine Guldner)