Europakonzert im Foyer der Philharmonie Berlin

Live-Übertragung im Ersten, auf rbbKultur und in der Digital Concert Hall

(Foto: Heribert Schindler)

Der Konzertsaal der Philharmonie Berlin ist weltberühmt für seine einzigartige Architektur und Akustik. Weniger bekannt ist, dass auch die besondere Bauweise des Foyers ein reizvoller Ort für musikalische Aufführungen ist. Da die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Kirill Petrenko für ihr traditionelles Europakonzert am 1. Mai aufgrund der andauernden pandemischen Situation nicht wie geplant nach Barcelona reisen können, bleiben sie, wie auch schon 2020, in ihrer Berliner Heimstätte und nutzen in diesem Jahr das Foyer als Auftrittsort. Mit seinen asymmetrischen Flächen, seinen weiten Treppenaufgängen und schwebenden Galerien hat es das Orchester und seinen Chef zu einem Programm inspiriert, das die außergewöhnliche Architektur reflektiert, indem es mit Echowirkungen, Nähe und Distanz spielt.

Der Raum wird zum Klang

»Nachdem feststand, dass das diesjährige Europakonzert hier in Berlin im Foyer der Philharmonie stattfinden wird«, erläutert Kirill Petrenko, »war mir sofort klar, dass wir das Programm diesem besonderen Ort anpassen müssen. Die Fanfare zur Eröffnung der Philharmonie von Boris Blacher spricht dabei für sich selbst. Dazu gibt es Werke, die auf ganz unterschiedliche Weise mit räumlicher Distanz musikalischen Dialog herstellen: von Mozarts Notturno für vier Orchester über Charles Ives’ berühmte Unanswered Question bis zu Krzysztof Pendereckis frühem Meisterwerk Emanationen, das hier noch nie gespielt wurde. Als Reminiszenz an unseren saisonübergreifenden russischen Schwerpunkt spielen wir außerdem die Orchestersuite Nr. 3 von Peter Tschaikowsky, die nach meiner Überzeugung viel zu selten zu hören ist.«

»Wir wollen in diesem Europakonzert einmal eine andere Seite unserer wunderbaren philharmonischen Heimat zeigen«, ergänzt Stanley Dodds, der als Medienvorstand im Orchester für das Europakonzert zuständig ist. »Das Programm wird unterschiedlichste visuelle Perspektiven bieten, und auch durch die Aufteilung in mehrere Gruppen, wird man unser Orchester neu erleben können. Für unsere Partner von EuroArts und vom Rundfunk Berlin-Brandenburg sowie unsere Digital Concert Hall werden so spektakuläre Bilder entstehen.«

Weltweite Übertragung am 1. Mai um 11 Uhr

Das Europakonzert wird am 1. Mai 2021 um 11 Uhr vom Rundfunk Berlin-Brandenburg live im Ersten und auf rbbKultur übertragen sowie von EuroArts in über 80 Ländern und weltweit in der Digital Concert Hall.

Programm

Boris Blacher
Fanfare zur Eröffnung der Philharmonie

Charles Ives
The Unanswered Question

Wolfgang Amadeus Mozart
Notturno D-Dur für vier Orchester KV 286

Krzysztof Penderecki
Emanationen

Peter Iljitsch Tschaikowsky
Suite Nr. 3 G-Dur op. 55

John Adams
Short Ride in a Fast Machine