Flötentöne und Bläserklänge

Unsere Online-Konzerte in der Digital Concert Hall

Die Konzerthäuser sind geschlossen, doch Sie können die Berliner Philharmoniker und ihre Musik zu sich nach Hause holen – mit der Digital Concert Hall: Am 22. November unternehmen die Blechbläser und die Schlagzeuggruppe der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Thomas Guggeis eine musikalische Reise rund um die Welt. Sie beginnt mit Werken von Aaron Copland und Joan Tower in den USA, führt weiter nach Asien, Frankreich und Russland. Dabei erklingen neben Wen-Chung Chous Komposition Soliloquy of a Bhiksuni, die die Meditation einer chinesischen Nonne nachempfindet, Modest Mussorgskys Bilder einer Ausstellung in der Bearbeitung von Elgar Howarth und André Jolivets Suite en concert für Flöte und vier Schlagzeuger. Solist ist der philharmonische Soloflötist Emmanuel Pahud.

Schon am 28. November gibt es eine Wiederbegegnung mit Emmanuel Pahud, wenn der Musiker den Solopart von Jacques Iberts hochvirtuosem Flötenkonzert und Ferruccio Busonis Divertimento für Flöte und Orchester spielt. Diese Aufführung findet live unter der Leitung von Daniel Barenboim statt, der mit dem Orchester noch Hector Berlioz’ Symphonie fantastique interpretiert, jene klangfarbenprächtige musikalische Darstellung einer exaltierten romantischen Liebesgeschichte. Die Aufzeichnung des Live-Streams wird am 29. November wiederholt.

Neu im Archiv: Kirill Petrenko, Daniel Barenboim und der Karneval der Tiere

Die Digital Concert Hall bietet darüber hinaus über 600 Orchesterkonzerte der Berliner Philharmoniker aus mehr als fünf Jahrzehnten, außerdem Dokumentarfilme über die Geschichte des Orchesters, Porträts von Dirigenten und Orchestermitgliedern sowie Projekte unseres Education-Programms. Auch die letzten Aufführungen vor Publikum sind mittlerweile im Archiv abrufbar: So auch das Konzert, in dem Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker nach der Darbietung von Normans Sabina, Strauss’ Metamorphosen und Schostakowitschs Neunte Symphonie als Illustration des derzeitigen kulturellen Verstummens John Cages Stück 4′33, das ganz aus Schweigen besteht, präsentierten, sowie Daniel Barenboims Interpretation des Orchesterzyklus Má vlast (Mein Vaterland), in dem Bedřich Smetana seiner tschechischen Heimat ein poetisches musikalisches Denkmal setzt. Das erste Familienkonzert der Saison, das mit Maurice Ravels Ma Mère l’Oye und dem Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns in bezaubernde Märchen- und Tierwelten entführt, steht dort kostenlos zur Verfügung. Zu erleben sind die Pianisten-Brüder Lucas und Arthur Jussen sowie die Schauspielerin Nina Hoss mit Texten von Loriot. Die Mitglieder der Karajan-Akademie werden von Nodoka Okisawa dirigiert, Stipendiatin des neuen »Siemens Conductors Scholarship« der Akademie.

Daniel Barenboim
(Foto: Peter Adamik)
Emmanuel Pahud
(Foto: Sebastian Hänel)

Zum Reinhören