Europakonzert aus der leeren Philharmonie Berlin mit Kirill Petrenko

Live-Übertragung im Ersten, im rbb und kostenlos in der Digital Concert Hall

Kirill Petrenko
(Foto: Monika Rittershaus)

Seit 1991 feiern die Berliner Philharmoniker ihren Geburtstag am 1. Mai mit dem Europakonzert an einem besonderen historischen Ort. In diesem Jahr sollte das Fernsehkonzert eigentlich als Auftakt einer großen Europatournee in Tel Aviv stattfinden. Das Konzert sollte auch Teil des Staatsbesuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Israel sein. Durch die weltweite Corona-Pandemie musste der Staatsbesuch verschoben und die gesamte Tournee, einschließlich des Europakonzertes, abgesagt werden

Übertragung in über 80 Ländern

Mithilfe ihrer langjährigen Medienpartner rbb und EuroArts ist es den Berliner Philharmonikern kurzfristig gelungen, das Konzert als Live-Übertragung aus der Philharmonie Berlin im Ersten, im Radio auf rbbKultur und kostenlos online in der Digital Concert Hall zu zeigen. Die Übertragung wird außerdem in mehr als 80 weiteren Ländern zu sehen sein. Um alle Abstandsregeln und Hygieneanforderungen unter diesen besonderen Umständen einhalten zu können, wurde das Programm an eine kammermusikalische Besetzung angepasst. Es erklingen nun Werke von Arvo Pärt, György Ligeti und  Samuel Barber sowie Gustav Mahlers Vierte Symphonie in einer Bearbeitung für Kammerensemble von Erwin Stein. Solistin ist die Sopranistin Christiane Karg. Bundespräsident Steinmeier eröffnet das Europakonzert in der lereren Philharmonie Berlin mit einer kurzen Ansprache.

Signal der Verbundenheit

Andrea Zietzschmann, Intendantin der Berliner Philharmoniker, Chefdirigent Kirill Petrenko und die Orchestervorstände freuen sich, dass dieses Konzert ermöglicht wurde: »Wir sind allen Beteiligten sehr dankbar, dass es möglich ist, in dieser schwierigen Zeit das Europakonzert stattfinden zu lassen. Dieses Konzert stand immer im Zeichen des geeinten Europa, eine Botschaft, die uns heute wichtiger denn je erscheint. Wir möchten mit diesem Konzert unserem Publikum weltweit Freude bereiten und ihm ein Signal der Verbundenheit senden.« Patricia Schlesinger, Intendantin des rbb, sagt dazu: »Das Europakonzert der Berliner Philharmoniker ist traditionell von besonderer symbolischer Kraft und steht ganz im Zeichen der Verbundenheit. In Zeiten, in denen wir auf die grenzenlose Freiheit in Europa verzichten müssen, sind wir dank der Musik dieses einzigartigen Orchesters vereint. Das Konzert übertragen zu dürfen, ist uns gerade jetzt eine besondere Freude.«

Mit ihrem Europakonzert engagieren sich die Berliner Philharmoniker und Chefdirigent Kirill Petrenko für die UNICEF-Nothilfe zum Schutz von Kindern auf der Flucht.