Im Kino, auf arte, im Kulturradio des rbb und in der Digital Concert Hall

Silvesterkonzert 2018 mit Daniel Barenboim

Daniel Barenboim als Dirigent...
(Foto: Monika Rittershaus)

Beim Silvesterkonzert 2018 sind Dirigent und Stargast ein und dieselbe Person: Daniel Barenboim tritt sowohl als Pianist als auch als Leiter der Berliner Philharmoniker auf. Auch wenn Barenboim, mit dem das Orchester eine über 50-jährige, freundschaftliche Zusammenarbeit verbindet, ein regelmäßiger Gast in den philharmonischen Konzerten ist, so ist dieses Konzert doch etwas Besonders. Steht der Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden doch erstmals seit 17 Jahren wieder bei einem Silvesterkonzert am Pult des Orchesters, dessen besonderen Klang er seit seiner Kindheit kennt und liebt. »Es besitzt einen Geist, einen Spirit, an dem darf man als Dirigent nicht rühren«, meinte er einmal in einem Interview für die Digital Concert Hall. »Wenn ich die Philharmoniker dirigiere, habe ich eine ganz andere Gestik als sonst.« Barenboim eröffnet das Programm mit Wolfgang Amadeus Mozarts festlichem und brillantem Klavierkonzert D-Dur KV 537, das wahrscheinlich 1790 im Rahmen der Feierlichkeiten zur Kaiserkrönung Leopolds II. in Frankfurt am Main aufgeführt wurde und dem Werk nachträglich den Beinamen »Krönungskonzert« eintrug. Virtuos, spielerisch und heiter ist das Stück des Klassischen Meisters der ideale Einstieg in eine beschwingte Silvesternacht.

Wiener Klassik, französischer Esprit und spanisches Temperament

Das restliche Programm bestreiten Daniel Barenboim und die Berliner Philharmoniker mit Werken von Maurice Ravel, der ein großer Bewunderer Mozarts war und sich von dessen Kompositionen immer wieder anregen ließ. Beim Silvesterkonzert erklingen neben der verträumten, lyrischen Pavane pour une infante défunte, vor allem Stücke, die von temperamentvoller spanischer Musik inspiriert sind: die Rapsodie espagnole, die Orchesterfassung von Alborada del gracioso und der Boléro, das berühmteste Werk des französischen Komponisten, das ein einziges großes, ekstatisches Crescendo ist und seinen Schöpfer zu folgendem Bonmot hinriss: »Ich habe nur ein einziges Meisterwerk geschaffen – den Boléro. Leider hat es aber nichts mit Musik zu tun.«

Seien Sie mit dabei!

Auch wenn Sie keine Karte für das Silvesterkonzert haben oder nicht in Berlin wohnen, können Sie mit dabei sein: Ein Kino in Ihrer Nähe überträgt das Konzert am 31. Dezember 2017 um 17 Uhr live, ebenfalls live ist die Veranstaltung ab 17.25 Uhr im Kulturradio des rbb zu hören. Eine weitere Live-Übertragung bietet ab 17.15 Uhr außerdem die Digital Concert Hall. Der Sender arte strahlt die Aufzeichnung zeitversetzt ab 18.40 Uhr aus.