Ideale und Visionen

Kirill Petrenko, designierter Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, zu Gast bei seinem zukünftigen Orchester

Schlussapplaus nach dem Konzert am 22. März 2017
(Foto: Monika Rittershaus)

Zum zweiten Mal seit seiner Wahl zum künftigen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker steht Kirill Petrenko wieder am Pult des Orchesters – mit einem Programm, das zwei klangvolle Raritäten vorstellt: Paul Dukas’ exotische Tondichtung La Péri, in der es um Verführung, Tod und die Sehnsucht nach Unsterblichkeit geht, und Franz Schmidts Vierte Symphonie, die in der Tradition Anton Bruckners steht und in einen gewaltigen Trauermarsch mündet. Dazwischen erklingt Sergej Prokofjews klassizistisches Drittes Klavierkonzert mit der chinesischen Pianistin Yuja Wang als Solistin. Dirigent und Orchester blicken voller Spannung und Vorfreude auf die gemeinsamen Konzerte. »Ich habe das Gefühl, dass die Musiker ein großes Verständnis für meine Arbeitsweise haben«, meint Kirill Petrenko in einem Gespräch mit Olaf Maninger, das für die Digital Concert Hall aufgezeichnet wurde. »Ich möchte ihnen als Dirigent zu verstehen geben: Wir haben die gleichen Ideale und Visionen.«

Aufsehenerregendes Debüt

Bereits bei seinem philharmonischen Debüt im Februar 2006 beeindruckte Petrenko die Orchestermusiker mit seiner Persönlichkeit und seiner Art des Musizierens, die akribisch, skrupulös und dennoch leidenschaftlich und mitreißend ist. »Wenn man vor ein Orchester tritt, kommen so viele klangliche Möglichkeiten auf einen Dirigenten zu. Wer da keine eigene Klangvorstellung entwickelt hat, geht unter«, erklärt Petrenko im Gespräch mit Alexander Bader, das ebenfalls in der Digital Concert Hall zur Verfügung steht. Dem Berliner Publikum war er damals schon bestens bekannt – als Generalmusikdirektor der Komischen Oper. In der Spielzeit 2002/2003 hatte er dieses Amt angetreten und seither sein Orchester auf musikalisch höchste Höhen geführt. Die Komische Oper wurde sein Sprungbrett in die Welt, denn mittlerweile dirigiert Petrenko an der Wiener Staatsoper, dem Royal Opera House Covent Garden, der Metropolitan Opera und in Bayreuth, wo er den von Frank Castorf inszenierten Ring des Nibelungen leitete. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist Petrenko Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Dort feiert er einen Triumph nach dem anderen. Das Bayerische Staatsorchester, eines der herausragenden Opernorchester Deutschlands, sei – so der Tenor der Presse – noch besser geworden, schlanker im Klang und präziser in der Tongebung. Die Zeitschrift Opernwelt kürte Petrenko mehrmals zum »Dirigenten des Jahres«.

Voller Optimismus

Der aus Omsk stammende Künstler, der in seiner Heimatstadt und in Wien studierte, hat sein Handwerk zunächst an kleineren Häusern gelernt: am Landestheater Vorarlberg, an der Wiener Volksoper und am Meininger Theater, wo er zusammen mit Christine Mielitz einen vielbeachteten Ring des Nibelungen herausbrachte. In den philharmonischen Konzerten präsentierte sich Petrenko seit seinem Debüt bislang als Interpret russischer Meister, aber auch mit Werken von Béla Bartók, Edward Elgar und Ludwig van Beethoven. Bei seinen letzten Konzerten mit dem Orchester im März 2017 erklangen neben Wolfgang Amadeus Mozarts Haffner-Symphonie und Peter Tschaikowskys Pathétique auch The Wound-Dresser von John Adams, Composer in Residence der Saison 2016/2017. Eine spannende Programmzusammenstellung, die verschiedene Aspekte von Petrenkos künstlerischer Arbeit widerspiegelt. Denn ein gelungenes Konzertprogramm – so der Dirigent gegenüber Alexander Bader in der Digital Concert Hall – zeichne sich dadurch aus, dass die Musiker etwas spielen, woran sie Spaß haben, und das Publikum etwas hört, von dem es etwas lernen kann, gleichzeitig aber auch mitgerissen wird. Auf seine neue Aufgabe, die er im August 2019 übernimmt, blickt er – wie er bei der Pressekonferenz anlässlich seiner Vertragsunterzeichnung im Oktober 2016 verriet – voller Optimismus: »Durch meine wenigen Gastauftritte bei diesem Orchester habe ich das Gefühl gewonnen, dass wir zusammen künstlerisch viel erreichen können.«

Konzerte

Mittwoch,

09. Jan 2019,
20:00 Uhr

Philharmonie

Aboserie: Sonderkonzert

Mi, 09. Jan 2019, 20:00 Uhr
Philharmonie

Bundesjugendorchester

Kirill Petrenko Dirigent

Wieland Welzel Pauke

Werke von Leonard Bernstein, William Kraft und Igor Strawinsky

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Donnerstag,

07. Mär 2019,
20:00 Uhr

Philharmonie

Aboserie: I

Do, 07. Mär 2019, 20:00 Uhr
Philharmonie

Berliner Philharmoniker

Kirill Petrenko Dirigent

Patricia Kopatchinskaja Violine

Werke von Arnold Schönberg und Peter Tschaikowsky

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Freitag,

08. Mär 2019,
20:00 Uhr

Philharmonie

Aboserie: K

Fr, 08. Mär 2019, 20:00 Uhr
Philharmonie

Berliner Philharmoniker

Kirill Petrenko Dirigent

Patricia Kopatchinskaja Violine

Werke von Arnold Schönberg und Peter Tschaikowsky

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Samstag,

09. Mär 2019,
19:00 Uhr

Philharmonie

Aboserie: Sonderkonzert

Sa, 09. Mär 2019, 19:00 Uhr
Philharmonie

Berliner Philharmoniker

Kirill Petrenko Dirigent

Patricia Kopatchinskaja Violine

Werke von Arnold Schönberg und Peter Tschaikowsky

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Montag,

15. Apr 2019,
18:00 Uhr

Festspielhaus Baden-Baden

Konzertreise

Mo, 15. Apr 2019, 18:00 Uhr
Festspielhaus Baden-Baden

Berliner Philharmoniker

Kirill Petrenko Dirigent

Patricia Kopatchinskaja Violine

Werke von Arnold Schönberg und Peter Tschaikowsky

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Sonntag,

21. Apr 2019,
18:00 Uhr

Festspielhaus Baden-Baden

Konzertreise

So, 21. Apr 2019, 18:00 Uhr
Festspielhaus Baden-Baden

Berliner Philharmoniker

Kirill Petrenko Dirigent

Lang Lang Klavier

Werke von Ludwig van Beethoven und Peter Tschaikowsky

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