Die Berliner Philharmoniker und Sir Simon Rattle trauern um Richard von Weizsäcker. Als Zeichen ihrer Wertschätzung widmeten das Orchester und ihr Chefdirigent das Konzert am 31. Januar, in dem Helmut Lachenmanns Tableau für Orchester und Gustav Mahlers Auferstehungs-Symphonie erklangen, dem Andenken des Verstorbenen: »Richard von Weizsäcker war ein guter Freund und Ehrenmitglied der Berliner Philharmoniker. Wir werden ihn sehr vermissen«, sagte Simon Rattle in einer kleinen Ansprache vor dem Konzert.

Den Philharmonikern verbunden

Richard von Weizsäcker war von früher Jugend an ein Bewunderer der Berliner Philharmoniker und ein begeisterter Konzertbesucher. »Die Stunden in der Berliner Philharmonie sind und bleiben für mich Mitte der Welt«, meinte er einmal. Doch nicht nur das. Er, der 1995 zum Ehrenmitglied der Philharmoniker ernannt wurde, engagierte sich vielfach in den Gremien des Orchesters, unter anderem als Mitglied des Stiftungsrats (2002-2011). Als Bundespräsident konnte er Sergiu Celibidache dazu bewegen, nach 40 Jahren das Orchester wieder zu dirigieren. Und er war es auch, der 1989 das späte Debüt Carlos Kleibers bei den Berliner Philharmonikern initiierte. Den Rahmen dafür bildete die von Richard von Weizsäcker begründete Reihe von Benefizkonzerten des Bundespräsidenten – eine Tradition, die bis heute besteht.