Klaus Lederer

Senator für Kultur und Europa

Klaus Lederer
(Foto: Lena Ganssmann)

Grußwort zum Start der Saison 2021/22
 

Liebe Konzertgäste der Berliner Philharmoniker,

wir dürfen uns wieder auf eine Vielzahl hörens- und sehenswerter Konzerte freuen! Die nächste spannende Saison der Berliner Philharmoniker mit ihrem Chefdirigenten Kirill Petrenko steht bevor.

Wir alle haben die kulturellen Live-Erlebnisse seit Monaten herbeigesehnt. Denn sie sind nicht zu ersetzen. Auch wenn sie zurzeit noch weit entfernt von der Normalität stattfinden, wie wir sie einmal kannten und genossen haben: Freuen Sie sich gemeinsam mit mir auf die neue Spielzeit mit emotionalen, nachdenklichen und unterhaltsamen Stunden. Ich lade Sie hierzu herzlich ein.

Der zentrale thematische Schwerpunkt der kommenden Saison trägt den Titel »Lost Generation«. In Orchester- und Kammermusikkonzerten werden Werke von Komponisten (es sind leider wirklich nur Männer) vorgestellt, die früher zum Repertoire der Berliner Philharmoniker gehörten, jetzt aber weitgehend vergessen sind. Auch weil Sie nach nationalsozialistischer Verfolgung Deutschland verlassen mussten oder ermordet wurden. Musikalisch sind es großartige Werke, es geht hier also nicht nur um eine Geste, es werden wirklich kostbare Werke für den Konzertsaal neu erschlossen.

Dieser Schwerpunkt wird mit Chefdirigent Kirill Petrenko realisiert, mit Gastdirigenten und besonders mit den Kammermusikensembles des Orchesters.

Neben diesem wichtigsten Schwerpunkt gibt es natürlich noch weitere Themen, denn die Verbreiterung des Repertoires in unterschiedlichste Richtungen ist ja ein traditionsreiches Anliegen der Philharmoniker.

Es wird zum Beispiel ein kleines Barockfestival geben, der 140. Geburtstag von Strawinsky wird gefeiert mit Aufführungen seiner wichtigsten Ballettmusiken. Besonders interessant sind drei Uraufführungen: von Olga Neuwirth, von Erkki-Sven Tüür und Gerald Barry. Bei den beiden letzteren geht es um Solokonzerte, deren Soloparts von Musikern des Orchesters aufgeführt werden.

Erwähnenswert, weil es doch ungewöhnlich ist: Die Erweiterung des Repertoires in eine ganz andere Richtung, wenn John Williams im Oktober zum ersten Mal bei uns dirigiert – natürlich eigene Werke.

Bleiben Sie bitte alle vorsichtig und bleiben Sie alle gesund! Und lassen Sie sich, falls noch nicht geschehen, impfen!

Ich wünsche uns allen unvergessliche Konzerterlebnisse.

Ihr

Dr. Klaus Lederer
Senator für Kultur und Europa