Johanna Pichlmair

Geboren in Judenburg (Österreich)

Mitglied seit 15.03.2020

Auszeichnungen:

2.Preis und Bachpreis beim Concours musical international de Montréal (2019), 2.Preis beim Internationalen Max-Rostal-Violinwettbewerb (2019), 1.Preis beim Ysaye International Violin Competition in Liège (2018), Deutscher Musikwettbewerb (2015), Stipendium, 2.Preis und Kammermusikpreis beim Wettbewerb »Pacem in Terris« in Bayreuth (2014)

»Mein erster Eindruck von diesem Orchester war, dass alle mit einer unglaublichen Leidenschaft musizieren! Man fühlt sich wie in einer riesigen Kammermusikgruppe, in der jeder Musiker bewusst wahrnimmt, was die anderen spielen. Es gibt dabei sehr viel nonverbale Kommunikation! Für mich als Geigerin ist eine der größten Herausforderungen, sich einerseits perfekt in das musikalische Konzept einzufügen und gleichzeitig eine eigenständige und persönliche Aussage beizutragen. Denn erst durch den persönlichen Einsatz gewinnt die Musik an Kraft.«

Sie wusste noch nicht wie eine Geige aussieht, doch ihr gesanglicher Klang, den sie auf Aufnahmen hörte, faszinierte Johanna Pichlmair so sehr, dass sie unbedingt dieses Instrument lernen wollte. Im Alter von sechs Jahren wurde die gebürtige Österreicherin Schülerin von Alexandra Rappitsch, die sie bis zum Beginn ihres Musikstudiums unterrichtete und entscheidend prägte.

Ihr erstes Studienjahr absolvierte Johanna Pichlmair am Mozarteum Salzburg bei Igor Ozim. 2009 wechselte sie nach Berlin, wo sie zunächst an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« bei Antje Weithaas und Feng Ning, später an der Universität der Künste bei Nora Chastain studierte. Von 2014 bis 2016 war sie Stipendiatin der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Darüber hinaus besuchte sie Meisterkurse, u. a. bei Pinchas Zukerman, Lewis Kaplan und Eberhard Feltz.

Bereits als Jugendliche sammelte die Geigerin in verschiedenen Kammerensembles erste Orchestererfahrung. Im Laufe der Zeit gewann sie zudem solistisch über 20 Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben. 2017 erhielt sie ihre erste Stelle beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Seit März 2020 gehört sie bei den Berliner Philharmonikern zur Gruppe der Ersten Violinen.

Als Solistin trat sie u.a. mit dem Orchestre Symphonique de Montréal, dem Münchner Rundfunkorchester, den Nürnberger Symphonikern, den Grazer Philharmonikern und dem Pforzheimer Kammerochester auf. Außerdem wirkte sie als Kammermusikerin bei beim Schleswig-Holstein Musikfestival, bei den Ludwigburger Festspielen und dem Heidelberger Frühling mit. In ihrer Freizeit tanzt sie Standard- und Lateintänze und macht Pilates.