Holm Birkholz

Geboren in Berlin

Mitglied seit 01.09.1982

»Für mich ist es immer wieder ein wunderbares Gefühl, wenn man als ein 1/128tel-Teilchen dieses großartigen Klangkörpers miterleben kann, wie sich unsere Einzelcharaktere auf der Bühne beim Musizieren in einer gemeinsamen Schwingung finden und völlig eins mit der Musik werden können.«

Als Kind entdeckte er einen geheimnisvollen länglichen Kasten im Schrank seiner Eltern. Als er dagegen klopfte, hörte er plötzlich, dass etwas nachschwang. Ein eindrückliches und faszinierendes Erlebnis, das sein gesamtes Musikverständnis nachhaltig prägte. Den »Inhalt« des Kastens machte er dann zu seinem Instrument. Er studierte an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin bei Michail Goldstein und in der Meisterklasse von Manfred Scherzer. Bereits vor dem Examen wurde er 1977 Erster Konzertmeister in der Staatskapelle Weimar, drei Jahre später im Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig (heute: MDR-Sinfonieorchester), bevor er 1982 zu den Berliner Philharmonikern kam.

Holm Birkholz musiziert nicht nur solistisch und in verschiedenen Kammermusikensembles, sondern er komponiert auch - diesbezüglich fand er in Dmitri Kabalewsky einen prägenden Lehrer. Weltweit werden seine oft preisgekrönten Werke, die stilistisch von der E- bis zur U-Musik reichen, aufgeführt. In den vergangenen Jahren hat er mehrfach im Auftrag der Stiftung Berliner Philharmoniker Werke für seine Orchesterkollegen komponiert: 2006 führte der damalige Erste Konzertmeister Toru Yasunaga Essenzen auf. Es folgten 2011 das der Harfenistin Marie-Pierre Langlamet gewidmete Trio Promenade, 2013 das Duo Mittsommernachtstraum mit dem Cellisten David Riniker und 2014 die Suite Blütenträume, die Holm Birkholz für die Tänzerin Emi Hariyama geschrieben und mit ihr in Berlin und bei den Osterfestspielen in Baden-Baden präsentiert hat. Der Geiger liebt es zu wandern und die Natur zu beobachten. Außerdem interessiert er sich für japanische und chinesische Malerei und Musik.