Wolfgang Boettcher verstorben

26. Feb 2021

Der ehemalige Solocellist der Berliner Philharmoniker Wolfgang Boettcher ist am 24. Februar 2021 im Alter von 86 Jahren in Berlin verstorben. Der gebürtige Berliner trat dem Orchester 1958 als Mitglied der Cellogruppe bei. Ab 1963 war er Solocellist der Berliner Philharmoniker und bekleidete diese Position bis zu seinem Ausscheiden aus dem Orchester 1976. Im selben Jahr übernahm er eine Celloprofessur an der Hochschule der Künste (der heutigen Universität der Künste).

Wolfang Boettcher gehörte zu den Gründungsmitgliedern der 12 Cellisten und des Brandis Quartetts. Er war außerdem ein gefragter Solist und Kammermusikpartner und Widmungsträger vieler Kompositionen für sein Instrument. Die Ausbildung junger Musikerinnen und Musiker war ihm ein besonderes Anliegen. Nicht weniger als sieben Mitglieder der Cellogruppe der Berliner Philharmoniker waren seine Schülerinnen und Schüler, sechs davon spielen noch heute im Orchester.

Knut Weber, Cellist und Orchestervorstand: »Mit Wolfgang Boettcher verliert die Musikwelt einen großen Künstler und Pädagogen. Die Berliner Philharmoniker trauern nicht nur um einen ehemaligen Kollegen, sondern auch um einen engen Freund. Er hat, sowohl als aktives Mitglied als auch durch seine Schülerinnen und Schüler, den Klang unserer Cellogruppe geprägt. Wolfgang Boettcher hat sich damit in das musikalische Gedächtnis der Berliner Philharmoniker eingeschrieben wie nur wenige andere. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.«

(Foto: privat)