Verabschiedung von Ulrich Wolff

06. Jan 2022

»Das war ein wunderbarer Arbeitsplatz«, schwärmt Ulrich Wolff. Als der Kontrabassist 1978 zu den Berliner Philharmonikern kam, war er damals mit 22 Jahren das jüngste Mitglied des Orchesters. Nun heißt es für ihn nach 44 Dienstjahren Abschied zu nehmen. Der Schlussapplaus nach dem Konzert am 30. Dezember 2021 war gerade am Verklingen, da griff der Geiger Philipp Bohnen zum Mikrofon, um Ulrich Wolff vor dem Orchester und dem Publikum in einem von Klaus Wallendorf verfassten Gedicht zu würdigen: seine Gelassenheit, seinen Humor, sein ausgeglichenes Wesen, seine Musikalität und seinen Einsatz für die Berliner Philharmoniker als Personalrat und Mitglied des Fünferrats.

Sichtlich bewegt bedankte sich Ulrich Wolff, der bei dem philharmonischen Kontrabassisten Rainer Zepperitz studiert und sich neben der Orchesterarbeit mit großer Leidenschaft der Alten Musik gewidmet hat, bei seinen Kolleginnen und Kollegen. Sie hätten ihm »beglückende Jahre« beschert. Lächelnd gestand er, dass er manchmal sogar seinen Einsatz verpasst hätte, weil ihn das Spiel der anderen zum Träumen verleitet habe. Sein besonderer Dank galt den Mitgliedern seiner Bassgruppe: »Wir sind zu einer künstlerischen und menschlichen Einheit zusammengewachsen. Das wurde mit den Jahren immer schöner.«

Verabschiedung von Ulrich Wolff
(Foto: Stephan Rabold)