Trauer um Oswald Vogler

29. Dez 2020

Die Berliner Philharmoniker trauern um Oswald Vogler, bis 1997 Solopauker des Orchesters. Geboren 1930 in Hamm (Westphalen), begann er bereits als 15-Jähriger sein Studium am Dortmunder Konservatorium. 1949 wurde er Pauker im Städtischen Orchester Hagen, 1952 Solopauker bei den Bochumer Symphonikern.

1970 wechselte Oswald Vogler zu den Berliner Philharmonikern, nachdem er probeweise an einer Aufführung von Anton Bruckners Achter Symphonie unter Karl Böhm mitgewirkt hatte und durch »musikalische Sicherheit und präzisen Schlag« (Böhm) beeindruckte. Neben seiner Position als Solopauker engagierte sich Oswald Vogler als Lehrer für die Karajan-Akademie; 1981 wurde er zudem Professor an der Berliner Hochschule der Künste. In einem Empfehlungsschreiben an die Hochschule hatte Herbert von Karajan zuvor erklärt, Oswald Vogler gehöre zu den »Spitzenvertretern seines Fachs«, die man »auf der ganzen Welt an einer Hand aufzählen kann«.

Oswald Vogler wurde vor allem für die feinfühlige, differenzierte Behandlung seines Instruments gerühmt. »Wir schlagen nicht, wir spielen«, war seine Devise. Am 26. Dezember ist Oswald Vogler im Alter von 90 Jahren gestorben.

Oswald Vogler
(Foto: Michaela Gericke)