Trauer um Heinrich Schiff

23. Dez 2016

Am 22. Dezember ist der österreichische Cellist und Dirigent Heinrich Schiff gestorben. Er ist mit großen Orchestern in aller Welt aufgetreten und gastierte als Solist über viele Jahre auch bei den Berliner Philharmonikern. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit war die zeitgenössische Musik, wie auch 1987 sein philharmonisches Debüt mit Hans Werner Henzes Englischen Liebesliedern zeigte. In der Folgezeit war er bei den Berliner Philharmonikern vor allem mit den großen romantischen Cellokonzerten zu Gast, zuletzt 2008 bei den Salzburger Osterfestspielen unter Leitung von Sir Simon Rattle, als das Cellokonzert Antonín Dvořáks auf dem Programm stand. Auch im Kammermusiksaal war er mehrfach als Interpret von Cellosonaten und Klaviertrios zu erleben.

Knut Weber, Orchestervorstand und Cellist der Berliner Philharmoniker: »Mit Heinrich Schiff verlieren wir einen charakterstarken Künstler und exzellenten Cellisten. Er war in den unterschiedlichsten Stilen zu Hause und engagierte sich in der Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten leidenschaftlich für die Erweiterung des Cello-Repertoires. Ebenso setzte er sich als hoch angesehener Pädagoge für junge Cellisten ein, von denen viele selbst erfolgreiche Solisten wurden. Schon in den letzten Jahren haben wir ihn auf dem Konzertpodium als Cellist nicht mehr erleben dürfen. Indessen wird er uns dank seines herausragenden Könnens und seiner sprühenden Energie stets in Erinnerung bleiben.«

Probe mit Heinrich Schiff, Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern, Salzburg 2008
(Foto: Künstlersekretariat Schoerke)