Trauer um Günter Piesk

07. Aug 2018

Die Berliner Philharmoniker trauern um Günter Piesk. Vierzig Jahre lang gehörte er dem Orchester an: ab 1947 als Zweiter Fagottist, ab 1956 zusätzlich als Kontrafagottist und ab 1962 als Solofagottist. Günter Piesk wurde 1921 in Görlitz geboren und studierte an der Berliner Musikhochschule zunächst Cello, ehe er zum Fagott wechselte. Bei den Berliner Philharmonikern war er in verschiedenen Gremien tätig, darunter ab 1970 im Fünferrat, dem er bis zu seiner Pensionierung 1987 angehörte. Zudem widmete er sich der Ausbildung junger Musiker, etwa als Lehrer der Orchester-Akademie (heute: Karajan-Akademie) und als Professor an der Hochschule der Künste Berlin.

Alexander Bader, Klarinettist und Mitglied des Orchestervorstands der Berliner Philharmoniker: »Günter Piesk war ein prägendes Mitglied der Holzbläsergruppe der Karajan-Zeit, die bis heute einen legendären Ruf genießt. Sein Wissen gab er mit großem Engagement weiter, sowohl als Herausgeber von Orchesterstudien wie auch als Lehrer zahlloser Fagottisten aus aller Welt. Wir trauern um einen großartigen Musiker, mit dem uns zugleich einer der letzten Philharmoniker der Furtwängler-Ära verlässt.«

Günter Piesk
(Foto: Reinhard Friedrich)