Ottomar Borwitzky verstorben

31. Mär 2021

Die Berliner Philharmoniker trauern um Ottomar Borwitzky, der am 29. März 2021 nach langer schwerer Krankheit im Alter von 90 Jahren verstorben ist. Borwitzky war dem Orchester 37 Jahre lang als Erster Solocellist verbunden. Geboren 1930 in Hamburg, verließ er die Schule noch vor dem Abitur, um Erster Solocellist beim Hamburger Rundfunkorchester zu werden. In gleicher Position gehörte er ab 1954 dem Opernhaus Hannover an, ehe er 1956 als Erster Solocellist zu den Berliner Philharmonikern wechselte. Er war eines der Gründungsmitglieder der 12 Cellisten. Ab 1979 war er zudem Lehrer an der Karajan-Akademie. Unter seinen Soloauftritten bei den Berliner Philharmonikern sind vor allem seine Interpretationen von Antonín Dvořáks Cellokonzert und Richard Straussʼ Don Quixote unvergessen.

Knut Weber, Cellist und Orchestervorstand der Berliner Philharmoniker: »Ottomar Borwitzky war eine Musikerpersönlichkeit von außerordentlicher Strahlkraft. Er spielte mit einer Intensität, die noch der knappsten musikalischen Phrase Ausdruck verlieh. Sein Ton war makellos, dabei immer lebendig. Durch sein Können, seine Musikalität und seine unvergleichliche Ausstrahlung inspirierte er die Cellogruppe des Orchesters über Jahrzehnte. Im persönlichen Umgang war er liebenswürdig, humorvoll und immer bereit, sein immenses Wissen mit anderen zu teilen. Mit Ottomar Borwitzky verlieren wir einen prägenden Musiker der Karajan-Ära. Wir werden ihn nicht vergessen.«

Ottomar Borwitzky
(Foto: Michaela Gericke)