Kyiv Symphony Orchestra gastiert in der Philharmonie Berlin

07. Apr 2022

Das Kyiv Symphony Orchestra muss um sein Überleben bangen. Als wichtiges Zeichen für den Erhalt sowohl des Orchesters als auch der ukrainischen Kultur wird das Kyiv Symphony Orchestra daher kurzfristig für eine Tournee im April und Mai nach Deutschland eingeladen. Neben der Philharmonie Berlin haben sich sechs weitere Konzerthäuser deutscher Städte dazu bereiterklärt, die Aktion zu unterstützen, um so ihre Solidarität mit den ukrainischen Musikerinnen und Musikern zum Ausdruck zu bringen. Sie alle wollen einen Beitrag dafür leisten, dass eines der wichtigsten Orchester der Ukraine weiter existieren kann.

„Gerade jetzt sollte die Stimme der Ukraine auf der ganzen Welt gehört werden. Wir gehen auf Tournee, um in der Sprache der Musik jedes Herz anzusprechen“, sind sich die Musikerinnen und Musiker des Orchesters einig und bauen auf die Kraft der Kunst und Kultur: „Wir wollen allen Menschen Hoffnung auf eine friedliche Zukunft und den Glauben an den Wiederaufbau der Ukraine geben.“

Das Kyiv Symphony Orchestra ist der einzige ukrainische Klangkörper, der eine Orchesterakademie betreibt, um gezielt den instrumentalen Nachwuchs zu fördern. Geleitet wird das Kyiv Symphony Orchestra seit 2018 vom italienischen Chefdirigenten Luigi Gaggero, der in den vielseitigen Programmen des Orchesters gekonnt die bedeutenden Kompositionen der ukrainischen Klassik mit den großen Werken des zentraleuropäischen Repertoires mischt. Auf dem Programm in diesen Konzerten stehen Maxim Berezovskys kürzlich wiederentdeckte Sinfonie in C-Dur von 1773, ein Meisterwerk des ukrainisch-italienischen Komponisten aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die kurze „Melodie“ des ukrainischen Komponisten Miroslaw Skoryk sowie die Urfassung (1951) der Dritten Sinfonie eines der bedeutendsten Komponisten der Ukraine, Borys Ljatoschynskyj.

Als Solistin und Solist wurden der ukrainische Geiger Aleksey Semenenko, der unter anderem Preisträger des bedeutenden „Königin Elisabeth-Wettbewerbs“ ist, und die ebenfalls aus der Ukraine stammende Violinistin und „Rising Star“-Preisträgerin Diana Tishchenko gewonnen. Im Konzert in Berlin wird Diana Tishchenko Ernest Chaussons berührendes Poème für Violine und Orchester spielen. Mit ihrer Kunst wollen die beiden zusammen mit dem Kyiv Symphony Orchestra ein starkes Zeichen für die Humanität und gegen den Krieg setzen. Musik soll als Symbol für die Rettung der ukrainischen Kultur verstanden werden. Ein wichtiges Projekt in einer schwierigen Zeit.

Tickets für das Konzert in der Philharmonie Berlin gibt es ab sofort hier.

(Foto: Dmytro Larin)