Der Erste Weltkrieg – Spurensuche im Archiv der Berliner Philharmoniker

17.10.2014

Die Ausstellung Der Erste Weltkrieg – Spurensuche im Archiv der Berliner Philharmoniker im Südfoyer der Philharmonie richtet den Blick auf die Auswirkungen des Krieges im musikalischen Alltag der Berliner Philharmoniker. Anhand von ausgewähltem Archivmaterial, bestehend aus Programmzetteln, Fotos, Briefen und weiteren Objekten wird gezeigt, auf welch vielfältige Weise der Krieg in das musikalische Leben eingriff: Werke »feindlicher« Komponisten wurden aus den Programmen getilgt, das Orchester wirkte bei zahlreichen Wohltätigkeitsveranstaltungen mit und so mancher Musiker musste in den Krieg ziehen. Eine Vitrine ist Festkonzerten im Zusammenhang mit Paul von Hindenburg und Kaiser Wilhelm II gewidmet und beleuchtet unterschiedliche Facetten von »Kriegsspenden«. Die Ausstellung schließt mit Nachwirkungen des Kriegs u. a. am Beispiel des Pianisten Paul Wittgenstein, der nach Verwundung und Verlust seines rechten Arms weiter linkshändig konzertierte, indem er Werke für die linke Hand selbst bearbeitete und aufführte oder in Auftrag gab. Einige dieser Kompositionen erlebten ihrer Uraufführung durch die Berliner Philharmoniker. Die Ausstellung ist bis Ende Januar 2015 während der Konzerte zu sehen.

Programmzettel vom 3. August 1914 (mit Streichungen französischer und russischer Kompositionen)
(Foto: Foto: Archiv Berliner Philharmoniker)