Das Violoncello – Instrument des Jahres 2018

18. Jan 2018

2018 wird das Jahr des Cellos! Der Landesmusikrat von Berlin kürte das tiefe Streichinstrument zum »Instrument des Jahres«. Die Schirmherrschaft des Projekts, das in einer Pressekonferenz im Hermann-Wolff-Saal der Philharmonie eröffnet wurde, übernehmen die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker. Mit gutem Grund: Sind sie doch die einzige Cellogruppe eines Symphonieorchesters, die auch als eigenständige Formation zu Weltruhm gelangte. »Cello zu spielen macht viel Vergnügen, kostet aber auch viel Schweiß«, meinte Ludwig Quandt, Erster Solo-Cellist der Berliner Philharmoniker. »Es fordert einen künstlerisch, sportlich und meditativ.«

In den nächsten 12 Monaten steht das Cello weniger als Solo- denn als Ensembleinstrument im Vordergrund. Wie schnell es gehen kann, auch als Ungeübter im Ensemble mitwirken zu können, bewies Kultursenator Klaus Lederer. Er erhielt von Ludwig Quandt seinen ersten Cello-Unterricht und konnte dann gemeinsam mit seinem Lehrer und zwei weiteren philharmonischen Cellisten Paul Linckes Marsch Berliner Luft intonieren. »Ich freue mich, dass die 12 Celllisten die Schirmherrschaft übernommen haben und einen Schwerpunkt auf die Arbeit mit Musikschulensembles legen wollen. Die 12 Berliner Musikschulen, für die ich seit 2017 auch verantwortlich bin, sind uns in dieser Stadt wichtig. Schritt für Schritt wollen wir sie weiter stärken.« Der Landesmusikrat Berlin bestimmt seit 2010 in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat Schleswig-Holstein ein Instrument des Jahres, das dadurch zusätzliche Bekanntheit und Popularität gewinnen kann.

Zum Landesmusikrat Berlin

Paul Linckes Marsch »Berliner Luft« gespielt von Ludwig Quandt, Martin Menking und Kultursenator Klaus Lederer (v.l.n.r.)
(Foto: Peter Adamik)