Ausstellung: »Eine künstlerische Familie«

15.09.2016

Nach neun Pianisten, zwei Geigern, einem Sänger und dem Regisseur Peter Sellars ist mit John Adams in dieser Saison ein Komponist und Dirigent Residenzkünstler der Berliner Philharmoniker. Dies nahm das Archiv der Berliner Philharmoniker zum Anlass, den aktuellen Composer in Residence sowie die Gastkünstler vergangener Spielzeiten im Südfoyer in einer kleinen Ausstellung mit dem Titel Eine künstlerische Familie zu präsentieren. Anhand von Fotos, Noten, Briefen, Programmhefttexten und Pressberichten erzählt die Ausstellung von der Zusammenarbeit zwischen den Künstlern und den Berliner Philharmonikern.

1989 initiierten Ulrich Eckhardt, damals Intendant der Berliner Philharmoniker, und Wolf Lepenies, Rektor des Wissenschaftskolleg Berlin, eine Kooperation zwischen den beiden Institutionen und luden Alfred Schnittke ein, der von 1989 bis 1990 als »Fellow« am Wissenschaftskolleg tätig war, mit dem Orchester zusammenzuarbeiten. Ihm folgten als Composer in Residence Hans Werner Henze (1991/1992), György Kurtág (1993/1995) und Wolfgang Rihm (1997/1998).

Nach mehrjähriger Unterbrechung griff Sir Simon Rattle 2003 die Idee der Künstlerresidenzen wieder auf: Herausragende Pianisten sollten während ihrer Residency als Solisten mit dem Orchester auftreten, gleichzeitig wurde ihnen auch eine intensive kammermusikalische Tätigkeit mit ungewöhnlicheren Programmen ermöglicht. Von 2003 bis 2012 waren jeweils für eine Saison Lars Vogt, Yefim Bronfman, Emanuel Ax, Pierre-Laurent Aimard, András Schiff, Mitsuko Uchida, Lang Lang, Leif Ove Andsnes und Murray Perahia Pianist in Residence. Ab 2012 kamen die Geiger Leonidas Kavakos (2012/2013) und Christian Tetzlaff (2014/2015), der Sänger Christian Gerhaher (2013/2014) sowie in der letzten Saison der Regisseur Peter Sellars als Artist in Residence.

Lesen Sie mehr über John Adams

John Adams, Composer in Residence 2016/2917
(Foto: Vern Evans)