Doch nicht nur das Festspielhaus, auch andere Kultureinrichtungen der Stadt wie das Theater, die Stifts- und Lutherkirche, der Alte Ratssaal des Rathauses, das Kulturhaus LA8, der Florentinersaal, die Orangerie, das Museum Frieder Burda sowie der Maler- und der Weinbrennersaal werden zu Spielstätten – für die Serie »Meisterkonzerte« der philharmonischen Kammermusikensembles. Natürlich ist auch an die jungen Klassikfans gedacht: Kinder und Jugendliche dürfen sich auf die interaktiven Konzerte mit der Musik von Claude Debussys La Boîte à Joujoux freuen. Der musikalische Nachwuchs präsentiert sich in einer Kammeroper, Joseph Haydns Dramma giocoso Il mondo della luna, das nach einem Libretto von Carlo Goldoni entstand.

Mit seinen 2500 Plätzen ist das Festspielhaus Baden-Baden, dessen Bühne und Zuschauerraum von dem Wiener Architekten Wilhelm Holzbauer in das historische Gebäude des ehemaligen Stadtbahnhofs integriert wurde, Deutschlands größtes Opernhaus. Es bildet ein ideales Podium für die philharmonischen Osterfestspiele. Denn neben den Aufführungen von Tristan und Isolde, finden dort auch eine Reihe von Konzerten statt – mit großartigen Werken und gefeierten Solisten: Sir Simon Rattle dirigiert zwei Aufführung von Beethovens Neunter Symphonie, als »Opener« erklingt Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert Es-Dur KV 482 mit Mitsuko Uchida als Solistin. Unter Rattles Leitung spielt außerdem die Geigerin Janine Jansen das Violinkonzert von Max Bruch. Weitere Gäste der Berliner Philharmoniker sind der Dirigent Yannik Nézet-Séguin und der Cellist Yo-Yo Ma, der den Solopart in Robert Schumanns Cellokonzert interpretiert..

Richard Wagners Musikdrama Tristan und Isolde ist zum Klang gewordene Liebessehnsucht, ein orgiastischer musikalischer Rausch entfesselter Emotionen, das komponierte Abbild eines Gefühls, das der Komponist selbst als der »Welt holdester Wahn« bezeichnete. Die Neuinszenierung dieser Oper, eine Koproduktion mit der Metropolitan Opera New York, dem Polnischen Nationaltheater und dem China National Centre for the Performing Arts, steht im Mittelpunkt der diesjährigen Osterfestspiele, die vom 19. bis 28. März zum vierten Mal in der Stadt an der Oos stattfinden. Die beiden Titelpartien sind prominent besetzt: mit der Sopranistin Eva-Maria Westbroek, die Manon der Osterfestspiele 2014, und dem Tenor Stuart Skelton, der sein Rollendebüt als Tristan gibt. Brangäne und König Marke singen die Mezzosopranistin Sarah Connolly und der Bass Stephen Milling. Die Regie führt der für seine ausdrucksstarke Bildsprache bekannte Mariusz Treliński, künstlerischer Leiter des Warschauer Teatr Wielki.