Musikfest Berlin 2016

München, Mexiko und mehr

Vom 2. bis 20. September 2016 startet das Berliner Konzertleben mit dem Musikfest Berlin in die neue Spielzeit, veranstaltet von den Berliner Festspielen in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker. An 19 Tagen werden in der Philharmonie, in deren Kammermusiksaal, im Haus der Berliner Festspiele, im Konzerthaus Berlin und im Großen Sendesaal des Rundfunks Berlin-Brandenburg 27 Veranstaltungen mit über 70 Werken von rund 35 Komponisten präsentiert, aufgeführt von 20 Orchestern, Instrumental- und Vokalensembles sowie zahlreichen Solisten des internationalen Musiklebens und der Musikstadt Berlin.

Gäste aus der Isarmetropole

Sie sind in Berlin nicht häufig zu Gast: Münchens drei berühmte Orchester, durch die die Bayerische Landeshauptstadt zu den bedeutendsten Musik- und Orchestermetropolen zählt. Beim Musikfest Berlin sind sie alle drei in der Philharmonie zu hören: das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Daniel Harding, die Münchner Philharmoniker mit Valery Gergiev und das Bayerische Staatsorchester der Münchner Oper mit Kirill Petrenko. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks eröffnet das Musikfest Berlin mit einem wahrhaft die Formen sprengenden Werk von Wolfgang Rihm: Tutuguri für großes Orchester, ein Ensemble von sechs Schlagzeugern, mit Chorstimmen aus Lautsprechern und einem Sprecher.

Blick nach Südamerika und Kalifornien

Die Aufführung von Tutuguri ist der musikalische Beitrag des Musikfest Berlin zum deutsch-mexikanischen Jahr 2016. Die Beiträge setzen sich fort mit Rihms Concerto »Séraphin«, und – passend zur Ausstellung »Maya – Sprache der Schönheit« im Martin-Gropius-Bau (12. April bis 7. August) – mit Edgard Varèses Komposition Ecuatorial, geschrieben auf Texte aus dem Popol Vuh-Buch der Maya. Das Programm greift weiter nach Südamerika aus mit dem aus Venezuela stammenden Orquesta Sinfónica Símon Bolívar unter der Leitung von Gustavo Dudamel. Die Musiker eröffnen ihr der Turangalîla-Symphonie von Olivier Messiaen gewidmetes Programm mit einer Bachianas Brasileiras-Suite von Heitor Villa-Lobos. Dann geht es mit der Jungen Deutschen Philharmonie wieder nordwärts in die Wüsten von New Mexico, die Varèse zu seiner Komposition Déserts inspirierten. Von der Westküste, aus San Francisco ist John Adams bei den Berliner Philharmonikern zu Gast: Als Dirigent in eigener Sache präsentiert der Komponist seine berühmt gewordene Harmonielehre und die dramatische Symphonie Scheherazade.2. Das Ensemble Musikfabrik schließlich gastiert mit Musik aus Los Angeles: Kompositionen von Frank Zappa, für Ensemble arrangiert von dem Zappa-Kenner Ali N. Askin. Musik aus Hollywood, aus den Metro Goldwyn Mayer Studios bringt das John Wilson Orchestra nach Berlin.

Von Bach bis Ustwolskaja

Mit No More Masterpieces und dem Ensemble intercontemporain sowie mit Eisenstein/Prokofjews Iwan Grosny und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin präsentiert das diesjährige Festival auch Filmprojekte mit Live-Musik. Der Katalog der Komponistennamen, deren Werke beim Musikfest Berlin aufgeführt werden, reicht von Bach, Beethoven, Boulez und Busoni über Ligeti, Schostakowitsch und Richard Strauss bis hin zu Galina Ustwolskaja und Richard Wagner. Das Finale gehört Edward Elgars The Dream of Gerontius, aufgeführt von der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim, mit Sarah Connolly, Jonas Kaufmann und Thomas Hampson als Solisten.

Das Musikfest Berlin in der Digital Concert Hall

In diesem Jahr zeigen wir einige der wichtigsten Orchesterkonzerte live in der Digital Concert Hall

Zur Digital Concert Hall
Daniel Barenboim
(Foto: Peter Adamik)
Daniel Harding
(Foto: Julian Hargreaves)
Isabelle Faust
(Foto: Felix Broede)
Jonas Kaufmann
(Foto: scholzshootspeople)
Ensemble Musikfabrik
(Foto: Klaus Rudolph)
GrauSchumacher
(Foto: Dietmar Scholz)

Website des Musikfest Berlin 2016