Daniel Barenboim und Martha Argerich

Daniel Barenboim (Foto: Peter Adamik)

Ein legendärer Abend ist zu erwarten, wenn Daniel Barenboim und Martha Argerich gemeinsam auftreten: zwei Weltstars, die sich seit ihren Kindertagen in Argentinien kennen und schätzen. Bei diesem Zusammentreffen spielt Martha Argerich den Solopart in Beethovens Zweitem Klavierkonzert, in dem der junge Komponist weniger kämpferisch als in späteren Werken auftritt und sich geradezu ausgelassen gibt. Außerdem erklingt unter Leitung von Daniel Barenboim – Ehrendirigent der Berliner Philharmoniker – die poetische, zwischen Dur und Moll changierende Dritte Symphonie von Johannes Brahms.

Werkeinführungen sowie weitere Artikel und Informationen rund um das Konzert.

Berliner Philharmoniker

Daniel Barenboim Dirigent

Martha Argerich Klavier

Ludwig van Beethoven

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19

Martha Argerich Klavier

Johannes Brahms

Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Termine und Karten

Biografien

Daniel Barenboim

Als der elfjährige Daniel Barenboim erlebte, wie Edwin Fischer vom Klavier aus dirigierte, war ihm klar: »Genau das möchte ich auch machen!« So kam es, dass der junge Pianist, der bereits im Alter von sieben Jahren in seiner Geburtsstadt Buenos Aires vor die Öffentlichkeit getreten war, zusätzlich die Dirigentenlaufbahn einschlug – als jüngstes Mitglied in der Dirigierklasse von Igor Markevitch. 1967 debütierte Daniel Barenboim als Dirigent und übernahm in den Folgejahren leitende Positionen beim Orchestre de Paris, beim Chicago Symphony Orchestra und an der Mailänder Scala, bevor er 1992 Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden wurde, eine Position, die er bis Anfang dieses Jahres innehatte. Gemeinsam mit dem palästinensisch-amerikanischen Literaturwissenschaftler Edward Said gründete er das West-Eastern Divan Orchestra, das wie kein anderes Ensemble für Toleranz und Völkerverständigung steht. 2015 rief er zudem die Berliner Barenboim-Said Akademie ins Leben, in der junge Musikerinnen und Musiker aus dem Nahen Osten gefördert werden. Mit den Berliner Philharmonikern, die ihn 1992 zu ihrem Ehrenmitglied und 2019 zu ihrem Ehrendirigenten ernannten, verbindet Barenboim seit seinem Solistendebüt 1964 und seinem Dirigenteneinstand 1969 eine jahrzehntelange künstlerische Partnerschaft. »Die Berliner Philharmoniker«, so sagt er, »waren für mich schon als Kind ein Modell, wie ein Orchester klingen könnte und sollte.«

Martha Argerich

Martha Argerich ist die Grande Dame des Klaviers. Glasklar, voller Energie und zugleich gefühlstief sind ihre Interpretationen, mit einem besonderen Verständnis für die inneren Strukturen eines Werkes. Sie gilt als herausragende Interpretin der Klavierliteratur des 19. und 20. Jahrhunderts, ihr umfangreiches Repertoire umfasst Werke von Beethoven, Chopin, Schumann, Liszt, Tschaikowsky, Debussy, Bartók, Messiaen und vielen anderen. Geboren wurde sie in Buenos Aires – anderthalb Jahre vor Daniel Barenboim, mit dem sie bereits als Kind befreundet war. Schon mit sieben Jahren trat Martha Argerich mit Beethovens Erstem Klavierkonzert auf. 1955 zog sie mit ihrer Familie nach Europa, wo sie ihr Studium in London, Wien und in der Schweiz unter anderem bei Friedrich Gulda, Nikita Magaloff, Arturo Benedetti Michelangeli und Stefan Askenase fortsetzte. Der Gewinn des Warschauer Chopin-Wettbewerbs 1965 machte sie weltbekannt. Neben ihren Rezitals und Konzerten mit den bedeutendsten Orchestern der Welt ist sie eine gefeierte Kammermusikerin und tritt regelmäßig mit Mischa Maisky, Gidon Kremer und Daniel Barenboim auf. Die mit unzähligen Preisen ausgezeichnete Pianistin fördert junge Talente und rief unter anderem den Klavierwettbewerb und das Festival »Martha Argerich« in Buenos Aires ins Leben. Bei den Berliner Philharmonikern hat sie seit 1968 zahlreiche Gastspiele absolviert, im Januar dieses Jahres erstmals unter der Leitung von Daniel Barenboim.

Martha Argerich (Foto: Adriano Heitman)

Schmale Rechtecke in grau und weiß auf schwarzem Hintergrund

Perspektiven

Ludwig van Beethoven als Pianist