Klavierabend mit Leif Ove Andsnes

Leif Ove Andsnes (Foto: Gregor Hohenberg)

Kammermusik

Leif Ove Andsnes fühlt sich Ludwig van Beethoven besonders verbunden: »Er spricht die Menschen von Herz zu Herz an«, so der Pianist. In seiner Klaviersonate Nr. 31 berührt Beethoven die Zuhörer*innen mit einer Vielzahl von Emotionen, von meditativer Innigkeit bis zur jubelnden Ekstase. Zu Herzen gehend sind auch die anderen Programmpunkte: Antonín Dvořák beschreibt in seinen Poetischen Stimmungsbildern romantische Naturbilder, Leoš Janáček in der Ersten Klaviersonate den tragischen Tod eines Arbeiters bei einer Demonstration, Alexander Wustin in seinem Lamento den Gesang eines Vogels während einer Beerdigung und Valentin Silvestrovs Bagatelle ist melancholisch-tröstlich.

Werkeinführungen sowie weitere Artikel und Informationen rund um das Konzert.

Leif Ove Andsnes Klavier

Alexander Wustin

Lamento

Leoš Janáček

Klaviersonate 1.X.1905 »Von der Straße«

Valentin Silvestrov

Bagatelle op. 1 Nr. 3

Ludwig van Beethoven

Klaviersonate Nr. 31 As-Dur op. 110

Antonín Dvořák

Poetische Stimmungsbilder op. 85

Termine und Karten

Biografien

Leif Ove Andsnes

Wenn Leif Ove Andsnes als Pianist von »meisterhafter Eleganz« am Flügel Platz nimmt, »passieren außergewöhnliche Dinge« (New York Times). Als einer der »begabtesten Musiker seiner Generation« (Wall Street Journal) begeistert er weltweit in Orchesterkonzerten und Rezitals mit souveräner Technik und geradlinigen Interpretationen, die von einem klaren, strukturierten, hochpoetischen und immens farbenreichem Spiel getragen werden: »Ich spiele auf einem Instrument, bei dem Hämmer die Saiten anschlagen. Wenn man das objektiv betrachtet, dann ist das Klavier eine Art Perkussionsinstrument – aber ein wunderbares, das man auf so viele unterschiedliche Weisen einsetzen kann.« Der norwegische Pianist gastiert bei den führenden Orchestern und gibt Soloabende in den großen Konzertsälen der Welt wie in New York, London, Wien, Berlin, München, Amsterdam und Kopenhagen. Zudem ist er ein begeisterter Kammermusiker und Gründungsdirektor des norwegischen Rosendal Chamber Music Festival. Bei seinen Klavierabenden, sagt er, gehe es ihm immer um »eine gute Mischung« von Bekanntem und Exotischem: »Mein Lehrer Jiří Hlinka regte mich sehr dazu an, die unbekannten Gefilde des Repertoires zu erforschen. Ich staune immer wieder darüber, wie viele Meisterwerke es noch zu entdecken gibt.« Von seinen 30 CD-Einspielungen, die das Repertoire von der Zeit Bachs bis zur Gegenwart umfassen, wurden über ein Drittel für den Grammy nominiert.

Kleines Klavierlexikon

Etuden, Nocturne, Impromptu, Sonaten und Co.