Orgelmatinee mit Notre-Dame-Organist Olivier Latry

Olivier Latry (Foto: William Beaucardet, La Dolce Volta )

Orgel

Die Orgel ist praktisch ein Orchester für sich. Dank ihrer zahlreichen Register lassen sich ganz unterschiedliche Klangmischungen und -farben erzeugen – vor allem, wenn ein so virtuoser Interpret wie Olivier Latry, Titularorganist an der Kathedrale von Notre-Dame in Paris, an ihrem Spieltisch sitzt. Anhand von Ausschnitten aus Opern von Richard Wagner in Bearbeitungen von Edwin Lemare sowie Charles-Marie Widors Fünfter Orgelsymphonie führt uns Olivier Latry die symphonische Klangpracht des Instruments in all ihren Facetten vor.

Werkeinführungen sowie weitere Artikel und Informationen rund um das Konzert.

Olivier Latry Orgel

Richard Wagner

Der fliegende Holländer: Ouvertüre (Bearbeitung für Orgel von Edwin Lemare)

Richard Wagner

Rienzi: »Allmächt’ger Vater, blick herab!«, Gebet des Rienzi (Bearbeitung für Orgel von Edwin Lemare)

Richard Wagner

Die Meistersinger von Nürnberg: Vorspiel (Bearbeitung für Orgel von Edwin Lemare)

Charles-Marie Widor

Orgelsymphonie Nr. 5 f-Moll op. 42 Nr. 1

Termine und Karten

Biografien

Olivier Latry

Olivier Latry ist Titularorganist der Kathedrale Notre-Dame in Paris und einer der bedeutendsten Virtuosen seines Fachs – auch als Improvisator und Meister der Registrierung. Er selbst sagt über die Anforderungen seines Berufs: »Ein Interpret, dessen Vorstellungskraft grenzenlos sein sollte, orchestriert die Musik und erforscht ihre Farben. Dabei ist es schwierig, die Balance zwischen den eigenen Emotionen, dem Stil und der Botschaft des Komponisten zu finden, die nicht verändert werden darf.« Latry, im französischen Boulogne-sur-Mer geboren, wurde 1978 in die Orgelklasse von Gaston Litaize an der Musikakademie in Saint-Maur-des-Fossés aufgenommen. Mit 18 wurde er Organist an der Cathédrale Saint-Étienne in Meaux, mit 23 gewann er den Wettbewerb um eine der drei Titularorganisten-Stellen an der berühmten Orgel der Kathedrale Notre-Dame de Paris – ein Posten, den er noch heute innehat. Latrys internationale Karriere als Konzertorganist hat ihn in mehr als 50 Länder und auf alle fünf Kontinente geführt. Vor allem in den USA ist er seit einem denkwürdigen Auftritt 1988 bei der American Guild of Organists in Houston regelmäßig auf Tournee und zählt dort zu den populärsten Gastorganisten. 1990 folgte Olivier Latry seinem Lehrer Gaston Litaize als Professor am Conservatoire in Saint-Maur-des-Fossés nach. Drei Jahre später wurde er an das Pariser Konservatorium berufen, wo er seitdem den internationalen Organistennachwuchs ausbildet.